Hirse

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braunhirse
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Glutenfreies Urgetreide

Hirse ist der Sammelbegriff für Spelzgetreide aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Ihr Name leitet sich her von ahd. Hirsa, Sättigung, Nahrung. Aus Hirse bestand bereits das erste ungesäuerte Brot vor acht Jahrtausenden. Im Handel bekommt man für gewöhnlich die von Schalen befreite Goldhirse. Hirse ist glutenfrei und daher besonders leicht verdaulich.

Bekömmlich und gesund

Ernährungswissenschaftler haben herausgefunden, dass die Hirse viele gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzt. Das Getreide ist reich an Mineralstoffen. Im Gegensatz zu anderen Getreidesorten enthält sie sehr viel Silizium (Kieselsäure), Eisen und Vitamin B, daneben auch Fluor, Kalium, Magnesium, Phosphor und Schwefel. Daher gilt Hirse als wirksam gegen Haarausfall und brüchige Nägel. Diese Inhaltsstoffe sind ebenfalls wichtig für Knochen und Gelenke.

Blutbildung

Eisen  ist für die Blutbildung und insbesondere den Sauerstofftransport im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff bedeutsam. Doppelt bis dreifach so viel von dem lebensnotwendigen Spurenelement wie Weizen enthält das Korn der Hirse. Die Aufnahme von Eisen wird durch Vitamin C begünstigt.

Rund 50 Gramm Hirse können schon ein Viertel des täglichen Eisenbedarfs decken. Frauen verlieren Eisen über die Monatsblutung, der empfohlene Tagesbedarf liegt daher für Frauen bei 15 Milligramm täglich. Allgemein verliert jeder Körper kleine Mengen des Spurenelements durch die natürliche Hautschuppung und durch die Abschilferung von Schleimhautzellen im Magen-Darm-Trakt.

Magnesium

An zahlreichen Körperfunktionen ist Magnesium beteiligt, das in der Hirse ebenfalls enthalten ist. Ohne Magnesium kann Vitamin C nicht aufgenommen werden und wird ungenutzt ausgeschieden. Es spielt unter anderem eine Rolle bei der Knochenmineralisation, der Ausschüttung von Adrenalin und der Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel. Magnesiummangel gilt als Ursache vieler sogenannter Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Ein Symptom von Magnesiummangel kann der berühmte Wadenkrampf sein.

Kieselsäure

Silizium ist beteiligt am Hautstoffwechsel. Es sorgt für Elastizität und innere Spannkraft des Gewebes. Feuchtigkeit wird gebunden und das Wachstum von Haaren und Fingernägeln unterstützt. Das macht sich bemerkbar in einem einheitlichen Hautbild, glänzenden Haaren und gesunden Nägeln. Bei der Knochenbildung ist ebenfalls Silizium beteiligt. Auch wenn mit den ungenießbaren Spelzen beim Schälen ein Teil der Kieselsäure entfällt, enthält das Korn einen bedeutenderen Anteil daran als andere Getreidesorten.

Glutenfrei

Hirse ist glutenfrei und wirkt nicht schleimbildend, was sie für viele Allergiker doppelt interessant macht.

Inhaltsstoffe

Das Getreide ist reich an Mineralstoffen. Im Gegensatz zu anderen Getreidesorten enthält sie sehr viel Silizium (Kieselsäure), Eisen und Vitamin B, daneben auch Fluor, Kalium, Magnesium, Phosphor und Schwefel. Hirse ist glutenfrei und daher besonders leicht bekömmlich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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