Grauer Star (Linsentrübung, Katarakt)
– was kann helfen?

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© Gerhard Seybert – fotolia.com

Wie äußert sich Grauer Star?

Als Grauer Star (Katarakt) wird eine erworbene Linsentrübung bezeichnet, die in jedem Lebensalter auftreten kann – mit zunehmendem Risiko mit dem Alter. Es handelt sich um die häufigste Augenerkrankung überhaupt mit einem Anteil von 40 Prozent. Die Erkrankung hat eine sehr gute Chance, durch eine Operation behoben zu werden.
Die Linse trübt sich durch den Verlust an Elastizität, die Struktureiweiße kristallieren aus. Die Folge ist eine Sehminderung, die als unscharf, kontrastarm und weniger farbig beschrieben wird: Das Sehen wirkt wie verschleiert. Bei Nichtbehandlung führt die Erkrankung zu Erblindung.

Das kann helfen

Die Operation bei Grauem Star ist ein Standardeingriff, der überwiegend positiv verläuft und sehr häufig durchgeführt wird. Bei dem Eingriff wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Bei anderen Augenerkrankungen ist die Therapie nicht immer so einfach und erfolgversprechend. Eine Medikamententherapie gegen den Grauen Star ist nicht bekannt.

Naturheilkunde

Vermutungen legen nahe, dass die Erkrankung an Grauem Star durch Zinkmangel begünstigt oder ausgelöst werden kann. Die These des Arztes Dr. med. Matthias Heinitz (Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren) folgert dies aus der Beobachtung eines durchgängigen Zinkmangels bei Patienten dieser Augenkrankheit bei älteren Patienten.

Vorbeugen mit Zink

Der Mineralstoff Zink ist beteiligt an der Aktivität von zahlreichen Enzymen, unter anderem beim Glukose-Abbau im Auge. Wenn die Enzyme an dieser sensiblen Stelle in ihrer Funktion durch Zinkmangel gehemmt werden, können sich in der Linse Abbauprodukte ansammeln, die die Trübung der Linse möglicherweise vorantreiben können, so die These von Dr. Heinitz. Zink ist außerdem bekannt als unerlässlich für eine gesunde Netzhaut und damit die allgemeine Augengesundheit.
Naturheilkundlich orientierte Ärzte haben auf teilweise gute Erfolge mit der Gabe von Zinkpräparaten hingewiesen. Bei manchen Patienten verbesserte sich die Sehminderung und in einigen Fällen konnte sogar auf die Operation verzichtet werden.

Zinklieferanten

Der tägliche Bedarf des Spurenelements Zink wird auf 12 Milligramm bei Frauen und 15 Milligramm bei Männern geschätzt. Gute Zinklieferanten sind Vollkornprodukte, Fleisch und Nüsse. 100 Gramm Weizenkleie besitzen 13,3 Milligramm Zink, 100 Gramm Haferflocken 10 Milligramm. Sonnenblumenkerne können 5,1 Milligramm Zink bei einem Verzehr von 100 Gramm bieten. Fleisch, Hülsenfrüchte, Erdnüsse aber auch Camembert-Käse tragen zur Zinkversorgung bei.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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