Granatapfel (Punica granatum)

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granatapfel
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Wunderfrucht der Natur

Der Granatapfel (Punica granatum, von lat. punicus, phönizisch und granum, Korn, Kern) oder Grenadine gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) und ist im Mittelmeerraum beheimatet. Die apfelähnliche Frucht enthält rund 400 Samen von rubinroter bis rosa Farbe. Der Granatapfel gilt als Symbol für Fruchtbarkeit.

Die Schale des Granatapfels diente traditionell als Farbstoff für Orientteppiche für Gelb- und Schwarztöne oder Dunkelblau (mit Eisenbeize). Der rötliche Grenadinesirup ist als Zutat aus dem Cocktail Tequila Sunrise bekannt.

Voller bioaktiver Inhaltsstoffe

Der Granatapfel ist reich an Antioxidantien und bioaktiven Substanzen wie Flavonoide (Anthocyane, Quercetin, Polyphenole), Ellagitannine (Punicalagin) und Phenolsäuren (Ellagsäure und Gallussäure) sowie Kalzium, Kalium, Eisen und Vitaminen. Der Granatapfel wird immer frisch verarbeitet, er reift nicht nach. Doch da es relativ langwierig ist, die kleinen kantigen Kerne aus der ledrigen Schale zu lösen, wird der Granatapfel oft als Saft genossen. Grenadinesirup hat keinen Gesundheitswert.

Einzigartige Kombination

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole  werden für den Schutz des Granatapfels gegen Krebs und Krankheiten verantwortlich gemacht. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und schützen die Zellen vor der Schädigung durch freie Radikale. Sie können reaktive Moleküle wie Superoxide unschädlich machen. Damit stärken sie die Immunabwehr und verlängern den Lebenszyklus von Zellen.

Die Granatapfel-Phenole sind nicht nur komplett wasserlöslich, sondern sie sind für den Körper auch zu 95 Prozent bioverfügbar. Die Wissenschaft hat in den Punicalaginen des Granatapfels (Tannine aus der Gruppe der Polyphenole) eine äußerst starke antioxidative Wirksamkeit vorgefunden. Dabei ist sind auch die Samenkerne Substanzträger. Der Granatapfel enthält bemerkenswert viele sekundäre Pflanzenstoffe, zusätzlich wertvolle Mineralien und die Vitamine A, C und E. Außer den einzelnen Inhaltsstoffen scheint auch der Synergieeffekt aus der Gesamtkombination die Wirksamkeit auszumachen.

Seit Jahrtausenden bekanntes Lebenselixier

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Granatapfels wird seit Jahrtausenden geschätzt. Über 250 Studien haben sich mit seiner Heilwirkung befasst und belegen, dass der Saft des Granatapfels den Alterungsprozess der Zellen und damit von Haut aber auch Demenz und Alzheimer verlangsamen kann. Ein positiver Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose gilt als belegt. Bei Entzündungsprozessen kann der Granatapfel hilfreich sein, so auch bei rheumatoider Arthritis. Und sogar das Wachstum von Prostatakrebs konnte unter der Einnahme von Granatapfelsaft erheblich verlangsamt werden, eine Studie von 2009 wurde von einer erneuten Studie an der John Hopkins Universität von 2013 bestätigt.

Förderung zentraler Gesundheitsparameter

Eine wissenschaftliche Studie belegt, dass die Polyphenole des Granatapfels zum Schutz von Herz und Gefäßen beitragen und die Durchblutung des Herzmuskels unterstützen. Bei weiteren Untersuchungen konnte beobachtet werden, dass auch bei Fettwechselstörungen die Gefäßfunktion erheblich verbessert und der Blutdruck gesenkt wurde. Offenbar vermag Granatapfelsaft die Wirkdauer des Botenstoffs NO steigern, der für die Erweiterung der Blutgefäße und die Entspannung der glatten Muskulatur zuständig ist.

Bei Diabetes kann Granatapfelsaft eine Unterstützung sein durch die Steigerung der Insulinempfindlichkeit. Das wird durch den Abbau des Hormons Resistin bewirkt, dem Verbindungsglied zwischen Übergewicht, Insulinresistenz und Diabetes Mellitus Typ 2.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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