Goldrute (Solidago virgaurea)

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goldrute
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Wundkraut der alten Germanen

Goldrute (Solidago) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es existieren rund 100 Arten, die aus Nordamerika kommend auch in Mitteleuropa heimisch geworden sind, dort insbesondere die gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea).

Wegen ihrer Bedeutung als Heilpflanze wird in christlicher Überlieferung die Goldrute als „Laurenzlorbeer“ bezeichnet als Erinnerung an den Heiligen Laurentius von Rom (3. Jh.), der das Gold aus dem Kirchenschatz von Rom lieber an die Armen verteilte, als es an den Kaiser Valerian herauszugeben und dafür zum Märtyrer wurde. Die Heilpflanze ist seit langer Zeit bekannt. Wahrscheinlich nutzen schon die Germanen die Goldrute als Heil- und Wundkraut.

Achtung

Die Goldrute steht im Verdacht, Heuschnupfen auszulösen. In mittelalterlichen Schriften, so auch bei Hildegard von Bingen, wird die Bezeichnung „Solidago“ nicht für Goldrute, sondern für Beinwell benutzt.

Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde wird die Gewöhnliche Goldrute als Heilmittel gegen Harnwegsinfekte und zur Vorbeugung von Harnsteinen oder Nierengrieß eingesetzt. Sie wirkt harntreibend, entzündungshemmend und schwach krampflösend und kann Niere und Harnleiter durchspülen.

Verwendet wird das ganze Kraut außer der Wurzel. Für die Heilwirkung ist das Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe ausschlaggebend, wie Flavonoide, Leicarposid, Triterpensaponine und Phenolglykoside.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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