Epsomsalz (Bittersalz)

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epsomsalz
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Das bekannte Bittersalz

Epsomsalz besteht aus Magnesiumsulfat (MgSO4), eines von zwei Magnesiumsalzen der Schwefelsäure. Es tritt unter anderem als Mineral Epsomit (Heptahydrat) auf, das aufgrund seines Geschmacks Bittersalz genannt wird.

Abführmittel – jedoch nicht für regelmäßigen Gebrauch

Die bekannteste medizinische Einsatzform ist die als Abführmittel. Es sind relativ starke Nebenwirkungen bekannt, die besonders bei Kindern Probleme der Nierenfunktion auslösen können. Als regelmäßiges Abführmittel ist das Bittersalz daher nicht geeignet.

Beliebt für Wellness

Beliebt ist Epsomsalz auch für Fuß- und Vollbäder zur Steigerung des Wohlbefindens. Es gilt in der Volksmedizin als Entgiftungs- oder Detoxbad, da dem Magnesiumsulfat eine durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben wird, die Muskel- und Nervenaktivität verbessern soll. Bei Stress, Konzentrations- und Schlafstörungen schwören viele Menschen auf das Bad. Es wird ihm ebenso ein positiver Einfluss auf Menstruationsbeschwerden, Migräne und die Aufnahme von Nährstoffen zugeschrieben, sowie eine gesteigerte Serotoninproduktion.

Therapeutischer Nutzen in der Medizin

Bei Gallenflusstests spielt die Substanz eine Rolle. Die moderne Medizin verwendet Präparate mit Magnesiumsulfat zur Therapie von akuten Asthmaanfällen und bei Herzinfarkt.

Für die Therapie und vorbeugend gegen Eklampsie, schwere Krampfanfälle im letzten Schwangerschaftsdrittel, kann Magnesiumsulfat zum Einsatz kommen.

Für therapeutische Wärmeentwicklung findet es in sogenannten Instant-Hot-Packs Anwendung. Als Floating-Anlage in hochgesättigten Solebädern, auf denen der Patient liegen kann ohne unterzugehen, wird es verwendet. Und intravenös kann Magnesiumsulfat bei der lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung Torsades-de-point-Tachykardie zum Einsatz kommen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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