Dunaliella Alge (Dunaliella salina)

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dunaliella
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Überlebenskünstler als Vitaminlieferant

Die einzellige Grünalge Dunaliella (Dunaliella salina) gilt als eines der frühesten Beispiele für Algenbiotechnologie aus den frühen Achziger Jahren. Der extrem hohe Gehalt an Betacarotin machte diese Pflanze früh für die Gesundheitsforschung interessant, ebenso wie der Fakt, dass sie in einer äußerst salinen Umgebung lebensfähig ist. Die Alge gedeiht sogar in einer 35-prozentigen Kochsalzlösung. Der Einzeller aus Australiens Salzseen, der heute speziell gezüchtet wird, zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, sich widrigen Umweltbedingungen schnell anzupassen. Der schützende Ozonschild der Südhalbkugel ist sehr viel dünner, die Strahlenbelastung in Australien gilt daher als sehr hoch. Die Grünalge hat auf diese Bedingungen reagiert indem sie sich orangerot verfärbt und noch mehr Carotinoide als Schutz gegen oxidativen Stress produziert.

Schutz durch Vitamine

Für den Hautschutz sind zwei Vitamine besonders wichtig, Vitamin E und Carotinoide. Das bekannteste der Carotinoide ist zugleich der Namensgeber der Gruppe, das Betacarotin. Diese Vitamine schützen vor Hautkrebs und Sonnenbrand und verlangsamen die Hautalterung. Ein besonders wertvolles Carotin liefert die Meeresalge Dunaliella salina. Ihr Gehalt an bioaktivem Betacarotin ist enorm hoch und macht sie zu einem wertvollen Lieferanten des Provitamins.

Betacarotin ist als Vorstufe von Vitamin A ein wichtiger Vitalstoff. Nicht benötigtes Betacarotin kann vom Körper gespeichert werden. Als starkes Antioxidans übernimmt Betacarotin zellschützende Aufgaben im Auge, in Körperzellen und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

Bis zu 30 verschiedene natürliche Carotinoide

Selbst unter extremen Umweltbedingungen wie Hitze, Nährstoffmangel, hohe UV-Strahlung produziert die Dunaliella salina bedeutende Mengen an Carotinoiden, und davon bis zu 30 Stück. Die wichtigsten davon sind Betacarotin (alltrans), Betacarotin (9-cis), Betacarotin (13-cis), Bétacarotin (15-cis), Alphacarotin, Cryptoxanthin, Zeaxanthin, Lutein und Lycopin. „cis“ und „trans“ sind Hinweise auf die Molekülstruktur. Zum Beispiel vermag ein 9-cis-Betacarotin weitaus besser vor freien Radikalen schützen als ein All-trans-Betacarotin. Bei der Bekämpfung von bestimmten Krebszellen hat sich Alphacarotin hervorgetan. Dahingegen haben synthetisch hergestellte Betacarotine keine oder wenig Schutzfunktion. Dunaliella saline liefert natürliche Carotine, die in ihrer antioxidativen Wirkung den Singulett-Sauerstoff binden können, ein aggressives Sauerstoffradikal, das bei Strahleneinwirkung entsteht. Als Radikalfänger können die Carotinoide freie Radikale und stark reaktive Verbindungen unschädlich machen und damit Zellmembran und Zellkern schützen. Die natürlichen Carotinoide der Dunaliella salina liefern eine natürliche Gesundheitsvorsorge unter erhöhten Umweltbelastungen für den Menschen. In asiatischen Ländern gilt Dunaliella salina als gesundheitsfördernde Zugabe in vielen Gerichten. In Europa hat sich die Grünalge nicht als Essensbeilage durchsetzen können, ist aber in Nahrungsergänzungsmitteln ein wichtiger Lieferant von bioaktiven Carotinoiden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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