Chrom

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chrom
© Sebastian Kaulitzki – fotolia.com

Bezugsquelle: Chrom Chelat

Beugt vielen Zivilisationskrankheiten vor

Chrom gehört zu den essentiellen Spurenelementen, das für zahlreiche wichtige Funktionen des Körpers lebensnotwendig ist. Es muss über die Nahrung zugeführt werden. Da eine Menge von unter einem Milligramm täglich ausreicht, wird Chrom auch zu den Ultraspurenelementen gezählt.

Chrom kommt vor allem in Knochen, Fett und Muskeln vor. Im menschlichen Organismus übernimmt es eine bedeutende Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Es stellt unter anderem die Bedingungen her, unter denen das Bauspeicheldrüsenhormon Insulin arbeiten kann und beeinflusst damit den Blutzuckerspiegel. In der Produktion körpereigener Eiweiße wirkt Chrom mit. Außerdem ist es wichtig für die Funktion der Schilddrüse.

Bedarf von essentiellem Chrom

Durch eine ausgewogene Ernährung wird der Chrombedarf meist gedeckt. Mangel tritt meist durch einseitige Diäten oder Mangelernährung auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) geht von einem Tagesbedarf von 30 bis 100 Mikrogramm aus.

Der Bedarf wird individuell bestimmt von der Aufnahme von Zucker und Fastfood, enn Zucker und Weizenmehl enthalten nahezu keinen Chrom. Je mehr davon durch Lebensmittel zugeführt werden, desto mehr Chrom wird anscheinend benötigt. Stress, Schwangerschaft, ausgewöhnliche Belastungen oder Extremsport, bei Infektionen und auch im zunehmenden Alter wird mehr Chrom gebraucht.

Durch besonders chromhaltige Nahrungsmittel wie beispielsweise Nüsse, Mais und Vollkornprodukte, Käse, Honig, getrocknete weiße Bohnen oder Schweinefleisch wurde bisher nie eine Chromvergiftung beobachtet. Eine Chromvergiftung rührt normalerweise daher, dass Menschen bestimmter Berufsgruppen beispielsweise Chromstäuben häufig ausgesetzt sind.

Blutzucker

Das Spurenelements Chrom wirkt verstärkend auf die Arbeitsweise des Hormons Insulin. Da es beim Glucosestoffwechsel für die Energieproduktion wichtig ist, findet man das Element auch im Zusammenhang mit Glukosetoteranzfaktor oder GTF. Für Diabetes oder Hydroglykämie kann Chrom eine Rolle spielen. Ein Chrommangel kann zu Zuckerunverträglichkeit führen.

Herz- und Kreislauf

Für die Synthese von Eiweißen, Fetten und Cholesterin wird Chrom benötigt und kann hier auch für die Regulierung arzneilich eingesetzt werden. Ein geringer Chromspiegel im Blut könnte ein Hinweis auf ein Risiko für Herzkranzgefäßerkrankungen sein. Studien haben eine Verbindung zwischen Herzinfarkt und der Chromkonzentration in Zehennägeln festgestellt. Bei den Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten hatten, war die Chromkonzentration am geringsten.

Heißhunger ausschalten

Die Fettverbrennung in der Muskulatur wird von Chrom positiv beeinflusst, manche Experten sprechen von bis zu 400 Prozent. Wenn trotz guter Ernährung und Sport keine Gewichtsreduzierung erfolgt, könnte es nützlich sein, einen Chrommangel zu prüfen.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Chrom sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar (Bioverfügbarkeit). Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosären und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Mineralien auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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