Archiv der Kategorie: V

Vitamin K2 (Menaquinon-7)

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Bezugsquelle: Osteo Gold (Vitamin D3 & K2)

Effektives K-Vitamin

Vitamin K2 ist nicht mit Vitamin K1 zu verwechseln. Phyllochinon oder auch K1 wird von vielen Pflanzen gebildet und kann über die Nahrung sehr gut aufgenommen werden. K2 hingegen bildet sich in der Darmflora des Menschen und kann direkt über die Darmzellen in den menschlichen Organismus aufgenommen werden. Das natürliche Vitamin K2 (Menaquinon-7) stellt die effektivste Form des Vitamins K dar.

Vorkommen

Leider gibt es nicht viele Lebensmittel, die diese Form des Vitamins K enthalten. Gute Vitamin K2-Quellen sind rohes Sauerkraut, Butter, Quark, Eidotter, Leber, manche Käsesorten und das fermentierte Sojaprodukt Natto.

K2 gegen Plaque

Kleine Risse an den Innenwänden unserer Arterien lassen sich nur unter dem Mikroskop erkennen. Sie entstehen durch schlechte Ernährung und ansteigenden Blutdruck. Die Selbstheilungskräfte des Menschen versuchen nun mit Vitalstoffen, wie Vitamin C und E, diese kleinen Risse zu flicken. Sind diese Vitamine nicht vorhanden, weicht der Körper auf  LDL-Cholesterin aus. Diese bestimmt Form des Cholesterins zieht Calcium und andere Stoffe aus dem Blut und stopft damit die Risse. Als Kalkablegerungen oder Plaque sitzen diese „Pflaster“ an den Innenseiten unserer Arterien. Man spricht auch von Verkalkung der Gefäßwände. Wenn sich diese Kalkschichten lösen können sie Arteriosklerose, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Man vermutet, dass auch Nierensteine auf diese Weise entstehen.

Das Vitamin K2 kann hier wertvolle Arbeit leisten. Es entfernt das überschüssige Calcium aus dem Blut und setzt es beim Aufbau von Knochen und Zähnen ein.

Forschung

2008 veröffentlichte das Fachblatt Atherosclerosis eine Studie mit 564 Teilnehmerinnen. Eine Vitamin-K2-reiche Ernährung konnte nachweislich die Bildung von Plaque deutlich verringern.

Über 10 Jahre wurden Testpersonen mit einem hohen Vitamin K2-Anteil in der Nahrung in der Rotterdam-Herz-Studie untersucht. Im Vergleich zu der Kontrollgruppe mit einer Vitamin K2-armen Ernährung konnte das Risiko von  Arteriosklerose um 50% gesenkt werden. Die Kalkablagerungen in den Arterien war deutlich geringer.
Reduzieren und Vorbeugen ist eine schöne Sache. Aber auch wenn bereits eine Verkalkung vorhanden ist, kann Vitamin K2 diese wieder rückgängig machen. Bei einem Tierversuch mit Ratten, die mit dem Medikament Warfarin eine künstliche Verkalkung der Arterien herbei geführt bekamen, konnte Vitamin-K2-haltiges Futter die Verkalkung um 50% rückgängig machen.

Starkes Duo

Vitamin D3 und Vitamin K2 arbeiten Hand in Hand, wenn es um die Prävention von Herzerkrankungen geht. Beide Nährstoffe steigern die Produktion des Proteins Matrix GLA, das die Blutgefäße vor Verkalkung schützt. Das Risiko eines Infarktes kann also auf ganz natürliche Weise gesenkt werden.

Urs Buergi rät dazu beide Vitamine über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungspräparate zu sich zu nehmen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B15 (Pangamsäure)

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Körpereigener Vitalstoff

Pangamsäure wird auch als Vitamin B15 bezeichnet. In der Literatur findet man manchmal Pangamsäure dem Vitamin-B-Komplex zugeordnet, was mittlerweile revidiert wurde. Die genauen Funktionen der Pangamsäure sind noch nicht alle vollständig erforscht.

Chemisch gesehen handelt es sich um einen Esther der Gluconsäure und Dimethylglycin aus dem Cholinstoffwechsel. Pangamsäure kann bei Bedarf im Körper in ausreichender Menge synthetisiert werden.

Sauerstoffversorgung

Die Hauptwirkung der Pangamsäure im Organismus besteht offenbar in der Aktivierung der Sauerstoffversorgung im gesamten Körper. In den einzelnen Zellen erhöht sich der Sauerstoffumsatz und erleichtert dadurch Abbau und Abtransport von Abfallprodukten des Stoffwechsels. Krebszellen werden durch Sauerstoff möglicherweise an der Verbreitung gehindert, so die Vermutung.

Im Energiestoffwechsel sorgt Pangamsäure für die Aktivierung eines Funktionseiweißes, das für die Energieproduktion verantwortlich ist. Für die Reaktion wird Sauerstoff benötigt, der die Konzentration in den Zellen abfallen lässt. Mehr Sauerstoff wird nachgezogen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das dabei freigesetzte Kohlendioxid führt durch die Bindung an Rezeptoren zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Dadurch wird eine bessere Durchblutung und die Versorgung mit sauerstoffreichem Blut in sauerstoffarmen Geweben möglich.

Bei Herzbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Arterienverkalkung, Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten soll Pangamsäure positiven Einfluss nehmen.

Starker Schutz

Zusätzlich weist Pangamsäure starke antioxidative Eigenschaften auf. Durch die Abwehr freier Radikale kann Pangamsäure die Zellsubstanz schützen und die Lebensdauer der Zellen verlängern. Alterungserscheinungen können durch den Schutz und die Regeneration der Zellen durch Pangamsäure verlangsamt werden.

Das Vitamin fördert zudem die Lebertätigkeit und das Immunsystem.

Vorkommen

Erstmalig wurde Pangamsäure 19520aus Aprikosenkernen isoliert. Gute Pangam-Lieferanten sind Bierhefe, ungeschälter Reis, Kürbiskerne, Sesamsamen, Hülsenfrüchte, insbesondere Kichererbsen, und Vollkornprodukte. Als Nahrungsergänzungsmittel ist ein Natriumpangamat mit der Handelbezeichnung OYO im Handel erhältlich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin E (Tocopherol)

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Das Zellschutzvitamin

Vitamin E bezeichnet eine ganze Familien von 16 verschiedenen Antioxidantien, bestehend aus Tocopherolen und Tocotrienolen. Alpha-Tocopherol ist wohl die am besten untersuchte Substanz, weshalb im Zusammenhang mit Vitamin E häufig auf Studien zu Alpha-Tocopherol verwiesen wird. Verwendet wird der Begriff Vitamin E und Tocopherol synonym.

Vitamin E ist fettlöslich und wird dem Körper durch die Nahrung zugeführt. Es kann nur gleichzeitig mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Vitamin E beeinflusst auch die Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K.

Da Vitamin E geht beim Kochen nicht verloren, allerdings sind schonende Garmethoden vorzuziehen.

Starker Name

Der Name der Tocopherole leitet sich ab von griech. tocos, Geburt und griech. pherein, hervorbringen. Der Name wurde von seinen Entdeckern 1922 gewählt, als Hinweis auf das Phänomen, dass Ratten im Tierversuch bei einem Tocopherol-Mangel nicht in der Lage waren, lebende Junge zur Welt zu bringen.

Radikalfänger

Tocopherol schützt die Zellen mit stark antioxidativen Eigenschaften. Es kann freie Radikale unschädlich machen und so die Zellsubstanz vor ihrem schädlichen Einfluss bewahren. Damit unterstützt Vitamin E das Immunsystem. Es ist beteiligt an der Bildung von Antikörpern und am Energiestoffwechsel.

Haare und Haut

Vitamin E besitzt positiven Einfluss auf die Haut. Das Kollagen in der Haut wird in Zelllebensdauer und Elastizität unterstützt. Vitamin E-reiches Öl kann beispielsweise zur besseren Narbenheilung beitragen. Haut und Haare profitieren von einem gesunden Vitamin E-Spiegel.

Stoffwechselfunktionen

Gerade im Fettstoffwechsel erfüllt Tocopherol wichtige Funktionen bei der Umwandlung von Fett in Energie. Ablagerungen in den Blutgefäßen scheint das Vitamin E entgegenwirken zu können und hält damit die Arterien durchlässig. Unter anderem vermag es das schädliche Cholesterin LDL in der Oxidation zu hemmen, so dass es sich nicht ablagern kann.

Vorbeugend

Es kann günstig auf die Insulinempfindlichkeit der der Zellen wirken. Auch bezüglich der Gehirnfunktionen sind die antioxidativen Zellschutzeigenschaften von Tocopherol eine vorbeugender Faktor gegen Alterskrankheiten.

Damit kann Vitamin E wahrscheinlich hilfreich bei Koordinationsstörungen im Bewegungsapperat (Ataxien) wirken, bei rheumatoider Arthritis oder anderen entzündlichen Gelenkbeschwerden, und möglicherweise auch bei Netzhauterkrankungen (Retinopathien), Muskelleiden und Diabetes.

Sonnenschutz

Äußerlich und innerlich schützt Vitamin E-Öl vor der Sonne, deshalb wird auch Kokosöl als Sonnenschutz eingesetzt.

Vorkommen

Gute Vitamin E-Lieferanten sind pflanzliche Öle wie beispielsweise Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Weizenkeimöl. Es befindet sich auch in Nüssen und Samen. Zum Beispiel können rund 20 Gramm Sonnenblumenöl oder 50 Gramm Haselnüsse den ungefähren Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen bereits decken. Mangos und Avocados enthalten das Vitamin ebenso wie Johannisbeeren oder Gemüse wie Paprika, Schwarzwurzeln, Spinat und Grünkohl.

Nicht ganz so große Mengen enthalten auch tierische Lieferanten wie Eier und Butter. Fetthaltige Fische können ebenso zum Vitamin E-Haushalt beitragen wie Lachs, Makrele oder Heringe.

Mangel

Bei einem Mangel an Vitamin E können gegebenenfalls Sehstörungen auftreten, Muskelschwäche oder Nervenstörungen bei Bewegungsabläufen. Ein gravierender Mangel muss bei einer ausgewogenen Ernährung nicht auftreten, es sei denn die natürliche Aufnahme von Tocopherol wird verhindert durch chronische Krankheiten oder extrem fettfreie oder einseitige Ernährung.

Dosierung

Am besten eignet sich eine ausgewogene Ernährung. Eine Überdosierung über normale Nahrungszufuhr ist fast unmöglich. Höchstmengenangaben bei Nahrungsergänzungsmitteln sollten beachtet werden.

Wenn über eine lange Zeit sehr hochdosiertes Vitamin E über zusätzliche Nahrungsergänzungsmittelgaben aufgenommen wird, kann gegebenenfalls eine Überdosierung eintreten, die sich möglichweise in Müdigkeit oder Magen-Darm-Problemen äußert. Vitamin E beeinflusst auch die Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K. Vitamin E kann die Blutgerinnung herabsetzen, weshalb Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder mit Medikamenteneinnahme für die Blutverdünnung von hohen Dosierungen absehen sollte. Die Einnahme sollte stets in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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PABA (paraAminobenzoesäure, Vitamin B10)

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Bezugsquelle: Vitamin B-100 Complex (Vitamin B10, PABA: 100mg/Kapsel)

Baustein für die wichtige Folsäure

Para-Aminobenzoesäure (PABA) ist eine schwache, organische Carbonsäure. In der Literatur wird sie häufig dem Vitamin-B-Komplex zugeordnet, da sie ein wichtiger Baustein der Folsäure ist, die dieser Klasse angehört. Im eigentlichen Sinne handelt es sich jedoch nicht um ein Vitamin. Wenn eine Quelle die Substanz als Vitamin ausweist, wird meist die Bezeichnung Vitamin B10 verwendet.

Die farblosen Kristalle sind wasserlöslich und leicht oxidierbar. PABA ist ein lebenswichtiger Wuchsstoff für die biochemische Bildung von Folsäure. PABA wird in Medizinprodukten, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Folsäure

Folsäure (Vitamin B9) wird auch unter den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist sie auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Mangel

PABA ist leicht giftig. Manche Quellen sprechen von kanzerogenen Eigenschaften. In jedem Falle ist PABA eine unentbehrliche Komponente von Folsäure. PABA ist bedeutsam für gesunde Haut und schöne Haare. Bei Mangel können gegebenenfalls Müdigkeit und Reizbarkeit, Kopfschmerzen, frühzeitiges Ergrauen der Haare, Verdauungsstörungen oder Depressionen auftreten.

Unterstützt bei Krankheit

Bei bestimmten Autoimmunkrankheiten wird PABA unterstützend eingesetzt. Man vermutet mittlerweile, dass Lupus, eine Immunerkrankung der Haut, möglicherweise auf PABA-Mangel zurückzuführen ist. Auf Symptome bei Haut und Bindehaut nimmt PABA einen positiven Einfluss und kommt besonders konzentriert in Hautzellen vor.

Pigmentbildung

Insbesondere bei Prozessen, die mit Pigmentbildung zusammenhängen, ist PABA im Einsatz. In der Therapie der Pigmentstörung Vitiligo, der sogenannten Scheckhaut, bei der sich pigmentlose weiße Flecken ausbreiten, konnte PABA vielfach eine Verbesserung erreichen. Augenfällige Alterserscheinung wie graue Haare können mit PABA verlangsamt werden. PABA aktiviert die Darmflora und wirkt beruhigend auf Reaktionen im Magen-Darm-Trakt bei Gluten-Empfindlichkeit. PABA kann in Sonnenschutzölen enthalten sein, da es als natürlicher Filter gegen schädliche UV-Strahlen fungieren kann.

Vorkommen

PABA-Lieferanten sind Vollkornprodukte, Weizenkleie, brauner Reis, Melasse und Hefe.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Isoleucin | Leucin | Valin

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Die unentbehrliche Dreierbande

Isoleucin, Leucin und Valin machen rund die Hälfte der essentiellen Aminosäuren einer ausgewogenen Ernährung aus. Ihre Aufnahme durch die Nahrung ist wichtig, da der Körper sie nicht selbständig durch Biosynthese herstellen kann.

Diese drei Aminosäuren werden zusammengefasst zu der Gruppe der verzweigtkettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acid, abgekürzt BCAAs). Für einen gezielten Muskelaufbau sind diese Aminosäuren extrem wichtig. Rund ein Drittel der Muskelproteine bestehen aus diesen BCAAs. Im funktionierenden Muskel dienen sie als Energielieferanten und unterstützen den Proteinstoffwechsel.

Vielfältige biochemische Funktionen

Die höchste Konzentration von Isoleucin, Leucin und Valin findet man in den Muskeln, im Herzmuskel und den Skelettmuskeln, wo sie für den Stoffwechsel unentbehrlich sind. Sie sind für die Proteinsynthese bedeutsam, die immer besonders dann gefragt ist, wenn belastende Faktoren wie Stress, Krankheit oder körperliche Stress durch Sport auf den Körper einwirken. Isoleucin, Leucin und Valin werden deshalb auch vielfach als „Stress-Aminosäuren“ bezeichnet. Die Aminosäuren fördern die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse, um die Aufnahme von Glukose und Aminosäuren aus dem Blutkreislauf in die Muskelzellen anzuregen. Davon wird wiederum der Blutzuckerspiegel und die Energiegewinnung beeinflusst.

Die Stress-Aminosäuren werden nicht in der Leber verstoffwechselt wie viele andere Aminosäuren. Sie gelangen direkt in den Muskel oder ins Gehirn und sorgen dort für die Energiezufuhr.

Das Wachstumshormon Somatropin wird über Isoleucin angestoßen. Ohne Valin kommt das Wachstum zum Stillstand.

Insulin und Leucin

Insulin ist nicht nur beim Kohlehydratestoffwechsel beteiligt, sondern auch am Proteinstoffwechsel. Eine Insulinausschüttung wirkt sich positiv aus auf die Proteinbildung und verhindert Proteinabbau, zum Beispiel aus Muskeln. Nicht nur die Glucosekonzentration ist für eine Freisetzung des Insulins verantwortlich, sondern auch Aminosäuren sind beteiligt, insbesondere Leucin.

Über Leucin wurde bisher von den drei Aminosäuren am meisten geforscht.

Vorkommen

Isoleucin, Leucin und Valin kommen in zahlreichen Lebensmitteln vor. Gute Lieferanten für die essentiellen Aminosäuren sind Fleisch und Fisch sowie Nüsse und Hülsenfrüchte. Normalerweise wird der Bedarf an den BCAAs über die ausgewogene Ernährung gedeckt.

Ein erhöhter Bedarf an diesen BCAAs besteht in der Wachstumsphase, während Reduktionsdiäten oder in schlechter Ernährungssituation, bei extremen sportlichen Leistungen, Stress oder krankhaften Störungen der Nervenmuskulatur, chronischen Entzündungen, und anderen Krankheitsbildern. Dann kann es vorkommen, dass die Aufnahme über die Nahrung nicht ausreicht, insbesondere wenn diese wenig Eiweiße enthält.

Im Falle von zu wenig Vitalstoffen

Wenn der menschliche Organismus nicht ausreichend Kohlenhydrate zugeführt bekommt, greift er auf gespeicherte Glucose-Vorräte in den Muskeln und der Leber zurück. Bei einer Kohlenhydrate-armen Diät kann das schon nach kurzer Zeit eintreten. Da nicht alle Reserven sofort abgebaut werden, wird sich folgendes abspielen:

Eine Erzeugung von zusätzlicher Glucose setzt sein, damit die Energiezufuhr nicht abbricht. Das Gehirn braucht schließlich ständig große Mengen an Energie aus Glucose. Die roten Blutkörperchen benötigen ebenfalls große Energiemengen. Diesen Prozess der Glucose-Produktion nennt man Glocosegenese. Wenn die dazu notwendigen Aminosäuren Alanin und Glutamin nicht aus der Nahrung vorliegen, wird der Körper Muskelgewebe abbauen und daraus diese Aminosäuren umwandeln.

Ebenso wichtig für die Energiezufuhr sind die Ketokörper. Die Produktion der Ketokörper wird Ketogenese genannt. Auch hierfür sind Aminosäuren notwendig, vor allem Leucin und Lysin. Wenn diese Aminosäuren nicht verfügbar sind, werden Muskeln abgebaut, um aus ihnen diese Aminosäuren für die Ketogenese zu erhalten.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Leucin in ausreichender Menge aufzunehmen, damit der muskelabbauende Effekt nicht eintritt. Gerade bei Sportlern ist dieses Bewusstsein ausgeprägt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B-Komplex

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Bezugsquelle: Vitamin B-Complex

Zentrale Bedeutung im Stoffwechsel

Vitamin-B-Komplex ist ein Sammelbegriff für acht verschiedene Substanzen, die chemisch und pharmakologisch sehr unterschiedlich sind. Es handelt sich nicht bei allen Substanzen um Vitamine. Sie alle fungieren aber als Vorstufe für Coenzyme und besitzen essentielle Bedeutung für Blutbildung, Hormonbildung, der Biosynthese von Neurotransmittern (Botenstoffen) und des Erbguts (DNA) sowie der Funktion des Nervensystems.

Sie besitzen unter anderem eine Schüsselfunktion für die Verdauung und Nutzbarmachung von Eiweiß, Fett und Zucker. Neben Vitamin B1, B2, B6 und B12 sind im Vitamin-B-Komplex auch Biotin, Folsäure, Nicotinsäure und Pantothensäure subsumiert. Früher wurde das vitaminähnliche Cholin als ein Vitamin aufgeführt und trug die Bezeichnung Vitamin B4.

Warum heißt es Vitamin-B-Komplex?

Vitamine der B-Gruppe kommen in der Natur selten einzeln vor. Sie wirken meist zusammen im Verbund. Oftmals ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Enzyme der jeweiligen Vitamine sehr eng und ein Ungleichgewicht der Komponenten im Achterbund kann zu Problemen führen. Aus diesem Grund sollte eine ausgewogene Versorgung mit allen acht Komponenten sichergestellt sein. Es werden daher Präparate mit dem kompletten Satz als Vitamin-B-Komplex angeboten.

Einige der zentral wichtigen Substanzen lassen sich auch über Lebensmittel aufnehmen. In üblichen Mengen können die wichtigen B-Vitamine kaum überdosiert werden, so dass ein Vitamin-B-Komplex in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung darstellen kann. Die Einnahme sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

Natürliche Vorkommen

B-Vitamine kommen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl oder Leber, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Vitamine können nur in geringen Mengen im Organismus gespeichert werden und müssen daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Vitamin B12 hingegen ist in Pflanzen nicht enthalten, besitzt aber eine bessere Speicherfähigkeit im Körper.

Vitamin B1 (Thiamin)

Vor rund 100 Jahren war Thiamin eines der ersten Vitamine, die entdeckt wurden. Vitamin B1 spielt eine wichtige Rolle beim Kohlenhydratestoffwechsel. Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose (Zucker) ist das Vitamin B1 für den Energiestoffwechsel von Nerven, Gehirn und Muskeln unentbehrlich. Es spielt eine Rolle für Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis. Bei Alkoholmissbrauch entsteht ein erhöhter Bedarf. Mangelerscheinungen können sich äußern durch neurologische Störungen, Herzinsuffizienz oder Muskelatrophie.

Wie fast alle B-Vitamine kommt auch Vitamin B1 in den Randschichten von Getreiden vor. Weil die innere Schale (Silberhäutchen) von Getreide, beim Schälen oft wegfällt, kommen Mangelerscheinungen häufig in Südostasien vor, wenn sich Menschen hauptsächlich von poliertem Reis ernähren. Haferflocken, Kleie und Nüsse sowie Hefe und Fleisch sind gute Vitamin-B1-Lieferanten. Thiamin ist hitzeempfindlich.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 ist beim Stoffwechsel von Fett, Eiweiß und Kohlehydraten beteiligt. Im Zusammenspiel mit Vitamin A kann es die Heilung von Hautstörungen unterstützen. Riboflavin ist Bestandteil sämtlicher Körperzellen.

In Eiern, Nüssen, Pilzen und Milchprodukten, aber auch in Fisch und Fleisch kommt Vitamin B2 in natürlicher Form vor. Bei Mangel können Risse um Augen, Nase und Mundwinkel auftreten, es kann zu Hornhautveränderungen im Auge, Linsentrübung oder Blutarmut kommen.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin)

Vitamin B3 ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse bedeutsam. In dieser Bezeichnung werden Nicotinsäure und Nicotinsäureamid zusammengefasst. Insbesondere wichtig ist der wasserlösliche Stoff für Haut und Schleimhäute. Entsprechend tritt als Mangelerscheinung eine schuppige, raue und überpigmentierte Haut auf. Als Medikament wird es überwiegend aufgrund seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eingesetzt. In natürlicher Form ist es vor allem in Fleisch enthalten, des Weiteren auch in Fisch, Milchprodukten und Eiern sowie in Hülsenfrüchten und Obst.

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern. Pantothensäure ist Bestandteil vieler Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Im Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen zerstört. Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vitamin B7 (Biotin)

Biotin ist auch unter der früheren Bezeichnung Vitamin H in der Literatur zu finden. Es besitzt durch seine Beteiligung an Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratwechsel wichtige Funktionen im Organismus. Es spielt insbesondere eine Rolle für Gehirn, Haut, Haare und Nägel. Die Bildung von Hautzellen und Haarzellen werden durch Biotin beeinflusst sowie die epigenetische Regulation von rund 2.000 Genen. Eine entsprechende Mangelerscheinung äußert sich durch Neigung zu Ekzemen, Haarbruch und brüchigen Fingernägeln.

Vitamin B9 (Folsäure)

Vitamin B9 wird auch den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist es auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Vitamin B12 (Cobalamin)

Zellteilung, Zellwachstum, Blutbildung und die Funktion des Nervensystems sind von Cobalamin stark abhängig. Es dient dazu, Folsäure im menschlichen Organismus zu aktivieren, die ohne Vitamin B12 ihre Funktion nicht ausüben kann. Vitamin B12 in Medikamenten als Gegenmittel bei Blausäurevergiftung eingesetzt.

Genaugenommen handelt es sich bei Vitamin B12 um einen Sammelbegriff für mehrere verschiedene Verbindungen mit ähnlicher Struktur, den sogenannten Cobalaminen oder auch Vitamin-B12-Komplex. Vitamin B12 kann ausschließlich durch den Verzehr tierischer Produkte aufgenommen werden, da es von Pflanzen nicht hergestellt wird. Cobalamin kann durch die Wirkung von Enzymen aufgenommen werden und bindet sich an Eiweiße, um in die Blutbahn zu gelangen.

Bei Cobalaminmangel können empfindliche Störungen auftreten, die aufgrund der Speicherkapazität des Körpers stark verzögert auftreten können. Von schädlichen Effekten bei Überversorgung ist nichts bekannt. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge an Vitamin B12 aufnehmen und scheidet überschüssige Substanzen aus.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Vitamin K (Phyllochinon)

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Vitamin aus der grünen Pflanze

Phyllochinon oder auch Vitamin K, manchmal auch Vitamin K1 genannt, ist ein fettlösliches Vitamin. Im menschlichen Organismus hat es entscheidende Bedeutung für die Knochengesundheit und die Blutgerinnung.

Seinen Namen erhielt das Phyllochinon nach dem griech. Wort phyllos, Blatt und spielt in den Pflanzen bei der Photosynthese eine Rolle. 1935 entdeckte der dänische Forscher Henrik Dam bei der Isolation eines fettähnlichen Stoffes aus den Blättern der Luzerne, dass diese eine Wirkung auf die Blutgerinnung zeigte. Deshalb nannte er die Substanz Koagulations-Vitamin, kurz Vitamin K.

Phyllochinon ist eigentlich ein Sammelbegriff für synthetische und zwei natürliche Verbindungen mit Vitamincharakter (Vitamin K1 Phyllochinon, Vitamin K2 Menachinon, Vitamin K3 Menadion).

Biologische Funktionen

Für die Blutgerinnung stellt Pyllochinon bestimmte Eiweiße zur Verfügung, die für die Blutgerinnung von Bedeutung sind. Es gilt als essentiell für die Biosynthese von mehreren Gerinnungsfaktoren. Darüberhinaus spielt es eine Rolle als Coenzym in der Gamma-Carboxylierung von Glutamylresten aus den Gerinnungsfaktoren. Blutungen bei Verletzungen können dadurch gestoppt werden, Blutergüsse werden reduziert.

Vitamin K ist beteiligt an der Produktion von Proteinen in den Knochen, der Niere, im Blutplasma und im Bindegewebe. Im Knochen, der Leber und der Niere kann Vitamin K circa zwei Wochen gespeichert werden. Ausgeschieden wird es über die Nieren und die Galle.

Vitamin K unterstützt die Knochendichte und Knochenstärke. Es wirkt dem Knochenverlust entgegen und ist am Aufbau der Knochensubstanz beteiligt. Dadurch hat es Bedeutung bei Vorbeugung von Osteoporose und wird auch zur Behandlung eingesetzt. Das Risiko für Hüftfrakturen wird dadurch gesenkt, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren, die häufig von Knochenschwund betroffen sind.

Vorkommen

Phyllochinon liegt besonders in den Chloroplasten von Grünpflanzen vor. Vitamin K-Lieferanten bei den Lebensmitteln sind Avocado, Leber, pflanzliche Öle, vor allem Sojaöl, Kartoffeln, grüner Tee, Spinat, Brokkoli und andere dunkelgrüne Gemüse.

Die Aufnahme kann durch gleichzeitige Aufnahme von Fetten gesteigert werden. Vitamin K ist hitzebeständig und wird durch den Kochvorgang nur wenig reduziert.

Für die Resorption von Phyllochinon sind Gallensäuren als Emulgatoren notwendig, da das Vitamin fettlöslich ist. Das im Dünndarm aufgenommene Phyllochinon kann über Chylomikronen zur Leber transportiert werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B6 (Pyridoxin)

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Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B6 als Pyrodoxin HCL: 100mg/Kapsel)

Das Nerven-Vitamin

Pyrodoxin wird auch als Vitamin B6 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. In Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Zentrale Prozesse im Stoffwechsel werden von Pyrodoxin geregelt.

Nerven, Immunsystem, Hormone

Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Am Fettstoffwechsel und Energiestoffwechsel ist Vitamin B6 beteiligt. Es unterstützt den Aufbau von Nervenverbindungen und beeinflusst diverse Hormonaktivitäten, insbesondere die Geschlechtshormone.

Pyrodoxin unterstützt die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und ist bedeutsam für das Immunsystem.

Therapeutischer Nutzen

Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antiepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vorkommen

Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen leicht zerstört. Gute Pyrodoxin-Lieferanten sind Walnüsse, Hefe, Hülsenfrüchte, Getreide wie Weizenkeime, Hirse, Naturreis und Milchprodukte. In Gemüsen wie Bohnen, Linsen, Erbsen, Brokkoli, Feldsalat, Sauerkraut und Spinat aber auch in Obst wie Avocado, Apfel, Banane steckt das Vitamin. Fleisch und insbesondere Muskelfleisch und Leber sowie Fettfische wie Lachs, Makrele und gering können Pyrodoxin liefern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B5 (Pantothensäure)

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Bezugsquelle:
Vitamin B-100 Complex (Vitamin B5 als d-Calcium-Pantothenat: 100mg/Kapsel)

Körpereigenes Vitamin

Pantothensäure wird auch als Vitamin B5 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. Es handelt sich um ein körpereigenes Stoffwechselprodukt aus Pantoinsäure und Beta-Alanin. Als Vorstufe zu dem Coenzym A (CoA), das Bestandteil aller lebenden Zellen ist, ist Pantothensäure an sehr vielen biochemischen Prozessen beteiligt.

Vitamin B5

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Bei Sportlern kann Vitamin B5 die verfügbare Energie erhöhen.

Als Vorstufe von Coenzym A spielt es eine Rolle für den Kohlehydrat-Stoffwechsel, den Fettstoffwechsel, die Produktion von Sterolen, Steroidhormonen und Melatonin. Es unterstützt die Synthese des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Der Neurotransmitter Acetylcholin hängt von der Verfügbarkeit von Vitamin B5 ab. In der Leber wird das Vitamin für den Leberstoffwechsel und die Entgiftungsfunktion gebraucht.

Therapeutischer Einsatz

Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern.

Vorkommen

Gute Vitamin B5-Lieferanten sind Getreide, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Hefe, Eigelb, Leber, Fisch und Geflügel. Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen wird normalerweise als 1,5 bis 7 mg täglich angegeben. Ab einer Überdosierung von 200 mg können gegebenenfalls Verdauungsstörungen auftreten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B3 (Niacin, Niacinamid)

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Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B3 als Niacinamid: 100mg/Kapsel)

Das Haut-Vitamin aus dem B-Komplex

Vitamin B3 oder Niacin ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse bedeutsam. Die Charakterisierung als Vitamin gilt heute als veraltet, die neuere Literatur spricht eher von Niacin (Nicotinsäure).

In dieser Bezeichnung werden Nicotinsäure und Nicotinsäureamid zusammengefasst. Diese beiden Stoffe können vom Körper jeweils in den anderen umgewandelt werden, deshalb werden sie zusammen als Niacin bezeichnet. Es handelt sich um einen Stoff aus dem Vitamin-B Komplex.

Nicotinsäure ist ein kristalliner, wasserlöslicher Feststoff.

Insbesondere wichtig ist der Stoff für Haut und Schleimhäute. Entsprechend tritt als Mangelerscheinung eine schuppige, raue und überpigmentierte Haut auf.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin)

Niacin wird in der Leber gespeichert und ist Bestandteil aller lebenden Zellen. Vitamin B3 wird durch die Nahrung dem Körper zugeführt. In einer körpereigenen Biosynthese kann im Darm Nicotinamid umgewandelt werden zu Nicotinsäure. Durch die Darmwand gelangt sie ins Blut und kann so zur Leber transportiert werden.

Niacin ist beispielsweise wichtig für die Produktion von Fettsäuren. Es ist beteiligt an der Produktion von extrem wichtigen Coenzymen sowie am Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Niacin besitzt sehr hohe antioxidative Eigenschaften. Muskeln, Erbsubstanz, Nerven und Haut sind in ihrer Regeneration von Niacin abhängig.

Als Medikament wird Nicotinsäure überwiegend aufgrund seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eingesetzt.

Aufnahme aus Lebensmitteln

Niacin kann aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen werden, als aus pflanzlichen, in denen es auch in geringerer Konzentration vorliegt.

In natürlicher Form ist es in Fleisch enthalten, vor allem in Leber. Des Weiteren auch in Fisch, Milchprodukten (bei Milchkühen kann Niacin als Futtermittelzusatz eingesetzt werden) und Eiern sowie in Hülsenfrüchten und Obst. Ein ergiebiger Vitamin B3-Lieferant unter den pflanzlichen Lebensmitteln ist auch Bohnenkaffee.

Bedarf

Der Niacin-Bedarf ist abhängig vom Energiebedarf. Die Tagesdosis wird berechnet von rund 6,6 Milligramm Niacin täglich im Durchschnitt pro Erzeugung von 1.000 Kilokalorien an Energie für Organe, Zellen und Gewebe. Daraus ergibt sich ein Tagesbedarf für einen gesunden Erwachsenen von 13 bis 15 Milligramm Niacin bei Frauen, 15 bis 20 Milligramm Niacin für Männer und 5 bis 6 Milligramm Niacin für Kinder.

Überdosierung

Von einer Überdosierung wird bei einer Zufuhr von 1,5 bis 3 Gramm pro Tag gesprochen. Auch bei sehr hohen Dosierungen unter dieser Menge kann es in Einzelfällen zu dem hautgefäßerweiternden Effekt Flush kommen, zu Blutdruckabfällen, Schwindel und einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut. Toxische Erscheinungen sind offenbar noch nicht beobachtet worden.

Mangel

Mangel an Vitamin B3 (Hypovitaminose) kann sich äußern in Durchfällen, Depressionen, Hautstörungen und Dermitis, Mundschleimhautentzündungen, Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhäute und der Krankheit Pellagra, die ursprünglich von einseitiger Ernährung mit Mais herrührt.

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Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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