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Sanddornöl
(Hippophae rhamnoides)

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Gesunder Sanddorn

Der sommergrüne Strauch Sanddorn (Hippophae rhamnoides) wird auch Weidendorn, Dünendorn, Audorn, Fasanenbeere, Haffdorn, Seedorn, Rote Schlehe oder Sandbeere genannt. Ursprünglich beheimatet ist der Sanddornstrauch in Nepal. Durch Verschiebungen in der Eiszeit wurde dieser Strauch jedoch weit verbreitet. Er wächst heute im gesamten nordwestlichen Europa und findet seine nördliche Grenze in Norwegen. Sonnige Lagen und kalkhaltige Sand- oder Kiesböden werden von ihm bevorzugt. Oft wird dieser Strauch in Kiefernwäldern, trockenen Flussauen und Schotterfluren angetroffen. Sanddorn gedeiht in der Ebene und in Höhenlagen bis in 5000m. Steilhänge machen ihm nichts aus, da er über ein ausgeprägtes Wurzelsystem verfügt, mit dem er sich fest im Boden verankert.

Sanddornfrüchte

Anfang August bis Anfang Dezember bringt Sanddorn 6 – 8 mm große orangefarbene Früchte hervor. Das leicht breiige Fruchtfleisch dieser sogenannten Schein-Steinfrüchte enthält reichlich ätherische Öle, 10 Mal mehr Vitamin C als Zitronen, Carotinoide und zahlreiche wertvolle Fettsäuren. Wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Mangan, Kalzium und Eisen machen diese Beeren zu einem wichtigen pflanzlichen Wirkstoff für unsere Gesundheit. Alle diese natürlichen Wirkstoffe machen den Sanddorn zu einem idealen Begleiter bei Erkältungen.

Vitamin B12

Vegetarier und Veganer wissen, dass Vitamin B12 in wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Hauptsächlich Fleisch ist eine wichtige Quelle für dieses Vitamin. Sanddorn ist eine der wenigen Pflanzen, die Vitamin B12 (Cobalamin) liefert.
Vitamin B12 ist beteiligt verschiedenen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper. Es unterstützt den Abbau bestimmter Fettsäuren, unterstützt die Zellteilung und die Funktion des Nervensystems. Es ist bedeutsam für die Blutbildung durch die Aktivierung der im Körper gespeicherten Folsäure. Die Bedeutung des Vitamins am Folsäurestoffwechsel erkennt man daran, dass Cobalaminmangel indirekt zu Folsäuremangel führen kann.

Stark antioxidant

Sanddorn schützt Ihre Zellen gleich auf doppelte Weise: Die zahlreichen Carotinoide, die Sanddorn so orange machen, sind ebenso starke Antioxidantien wie das enthaltende Vitamin E. Diese Radikalfänger können schädlichen reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffatem entgegenwirken und so unsere Zellen schützen. Bei äußerlicher Anwendung schützen sie außerdem gegen UV-Strahlen.

Sanddorn Öl – rotes Gold

Sanddornöl wird durch Kaltpressung der Sanddornbeeren und der Samen gewonnen. Sein Geschmack ist fruchtig, etwas säuerlich und ausgesprochen aromatisch. Es sollte kaltgepresst, aus biologischem Anbau und ohne Zusätze sein. Das aus Sanddornfrüchten gewonnene Öl enthält Vitamin E und Carotinoide, beides starke Antioxidantien. Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe des Sanddornöls sind jedoch vor allem die zahlreichen wertvollen Fettsäuren. Gutes Sanddornöl enthält:

Die Inhaltsstoffe des Sanddornöls in ihrem natürlichen Verbund begünstigen sich untereinander und können dadurch positive Wirkungen für den Menschen entfalten. Vitamin E mindert als Radikalfänger Zellschäden und ist ein sehr gutes Antioxidant. Carotinoide schützen die Haut- und Schleimhautfunktionen z.B. der Speiseröhre. Omega 6 Linolsäure und Omega 3 α-Linolensäure wirken lindernd bei Neurodermitis-Beschwerden. Omega 9 Ölsäure kann sich begünstigend auf die Blutfettwerte auswirken. Auch wegen seiner wohltuenden Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt wird Sanddornöl sehr geschätzt.
Sanddornöl kann sowohl innerlich, wie äußerlich angewendet werden.

Nahrungsergänzung

Die zahlreichen Fettsäuren im Sanddornöl eignen sich auch als zuverlässige und wirksame Nahrungsergänzung, da der Organismus nicht selbst in der Lage ist, einfach ungesättigte Fettsäuren herzustellen. Das tiefrote, angenehm fruchtig riechende Öl kann in Kapselform zahlreiche positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben:

  • Effektives Antioxidans (Vitamin E + Carotinoide)
  • Wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt
  • Steigerung des Wohlbefindens der Haut, dem Spiegel der Seele.
  • Schutz der Schleimhäute
  • Erhöhung der Elastizität der Zellmembranen
  • Beteiligung am Stoffwechsel beteiligt
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Idealer Begleiter bei Erkältungen

Achten Sie darauf, dass der Anteil an Sanddornöl pro Kapsel ca. 80% beträgt. So kann auch schon eine Kapsel pro Tag eine sinnvolle und effektive Ergänzung zu Ihrer Ernährung sein.

Hauterkrankungen und -schäden

Der Alleskönner Sanddornöl lindert Erkrankungen und Schäden unserer Haut, weil die Zusammensetzung des Wirkstoffes unserer natürlichen Hautoberfläche sehr ähnelt. Das untermauert die Schutzfunktion unserer Haut und wirkt im Gegensatz zu chemischen Hautpflegeprodukten beruhigend und ausgleichend.
Obwohl Sanddornöl in Deutschland (noch) nicht offiziell medizinisch bewertet wurde, wurden die populären pflanzlichen Wirkstoffe des Öles gut untersucht. Die Belege für die Wirksamkeit sind eindeutig positiv.

  • Sanddornöl finden Sie in kosmetischen Produkten, wie Cremes z.B. in Form von Tagespflegen oder Augencremes. Entscheidend ist jedoch der Gehalt an Sanddornöl. Je höher dieser ist, desto effektiver wird die Wirkung sein.
  • Reines Sanddornöl ist hochkonzentriert. Beim Kauf sollten Sie jedoch auf Qualitätssiegel achten. Qualitätshinweise sind: Kaltpressung, biologischer Anbau und frei von Zusätzen. Verwenden Sie reines Sanddornöl stets kalt. Es passt zu Salaten, Quarkspeisen, Suppen oder zum Gemüse.
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Spurenelemente

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spurenelemente
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Große Wirkung

Spurenelemente sind essentielle Elemente, die im Körper lebensnotwendig benötigt werden, allerdings nur in ganz geringen Mengen. Meist handelt es sich um Mineralstoffe. Spurenelemente sind keine körpereigenen Stoffe, sie müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Winzige Mengen reichen aus

Wenn die Konzentration kleiner ist als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpermasse, spricht man von Spurenelement. Ist die Konzentration höher, heißen die Mineralstoffe Mengenelemente. Und dann gibt es noch die Ultra-Spurenelemente, die in noch geringerer Konzentration vorliegen wie Silicium und Fluor (Fluorid), das für die Festigkeit von Knochen, Bändern und Sehnen wichtig ist sowie für einen gesunden Zahnschmelz, weshalb Fluor vielen Zahncremes beigesetzt wird.

Die Spurenelemente

Chrom

Chrom ist beteiligt an der Regulation des Blutzuckerspiegels, der Fettverbrennung und dem Kohlenhydratstoffwechsel. Gute Chrom-Lieferanten sind Nüsse, Honig, Weizenkeime und Vollkornprodukte sowie Leber.

Cobalt

Cobalt ist enthalten in Sauerkraut und zahlreichen tierischen Produkten.

Eisen

Eisen besitzt eine sehr hohe Bedeutung für die Sauerstoffversorgung, indem es die Bildung des Blutfarbstoffs Hämoglobin unterstützt. Eisen ist auch Baustein von Enzymen. Das Spurenelement liegt vor in Fleisch, speziell in der Leber, Fisch, Schwarztee und Kaffee, Mineral-und Heilwässer, fluorodiertem Speisesalz.

Iod

Iod oder Iodid ist beteiligt am Fettstoffwechsel und Kohlenhydratwechsel. Außerdem ist es ein Baustein von Schilddrüsenhormonen, die Wachstum und Energieproduktion beeinflussen. Iod-Lieferanten sind vor allem Seefisch, Muscheln und Jodsalz.

Kupfer

Kupfer besitzt zusammen mit Eisen Bedeutung für die Produktion von roten Blutkörperchen, Pigmentbildung der Haut, ein funktionierendes Nervensystem und die Unterstützung wichtiger Enzymfunktionen. Es ist enthalten in Nüssen, Buchweizen, Leber und Fisch.

Mangan

Mangan ist beteiligt am Energiestoffwechsel, am Eiweißstoffwechsel und spielt eine Rolle bei der Entgiftung. Es befindet sich in Nüssen, Bierhefe und Schwarztee.

Molybdän

Molybdän ist wichtig für die Übertragung von Nervensignalen und ist Baustein in Enzymen. Es kommt vor in Mineral- und Heilwässern und ist auch sonst in vielen Stoffen enthalten (ubiquitär).

Selen

Selen unterstützt den Zellschutz, erhält die Elastizität von Haut und Bindegewebe. Im Zusammenspiel mit Vitamin C und Vitamin E spielt es als Radikalfänger eine Rolle zur Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten, möglicherweise sogar gegen Krebs. Es ist Bestandteil von Sojabohnen, Vollkornprodukten, Fleisch und Fisch.

Zink

Zink unterstützt wichtige enzymatische Prozesse, ist bedeutsam für Wachstum und Wundheilung und es stärkt die Immunabwehr. Zink-Lieferanten sind Gemüse, Bohnen, Vollkornprodukte und Fleisch, insbesondere Innereien, Schalentiere, Käse.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Stearinsäure (Kapselhülle)

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Fettsäure macht die Kapsel

Stearinsäure wird in der Literatur manchmal fälschlicherweise als Stearin bezeichnet. Es handelt sich um eine gesättigte Carbon- und Fettsäure, die in fast allen tierischen und pflanzlichen Fetten vorliegt. Neben Palmitinsäure ist vor allem Stearinsäure eine weit verbreitete Fettsäure.

Stearinsäure ist in der EU in Lebensmitteln ohne Einschränkung unter der Bezeichnung E 570 als Sammelbegriff für Fettsäuren gebräuchlich.

Ursprung prüfen

Stearinsäure kann pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sein. Chemisch gesehen ist das Fett aus Tieren und Pflanzen sogar identisch und für die Funktion im Lebensmittel ist der Ursprung nicht relevant. Tierische Stearinsäure wird den Mägen von Schweinen entnommen und findet in Kosmetika, Seifen, Schmiermitteln, Kerzen, Haarspray, Conditioners, Deodorants, Cremes, Kaugummi und Geschmackstoffen in Lebensmitteln Verwendung. Für Juden, Moslems, Hindus und Veganer ist es aber wichtig zu erfahren, ob tierische Fette enthalten sind.

Pflanzlicher Ursprung

Urs Buergi rät dazu Produkte mit Stearinsäure zu vermeiden, es sei denn der Ursprung wird von dem Hersteller angegeben. Stearinsäure kommt nämlich auch in vielen pflanzlichen Fetten vor, zum Beispiel im Kokosnussöl,  in Haselnüssen und in der Kakaobutter (30–37 %).

Achten Sie also darauf, ob die Stearinsäure in Ihrem Produkt vegetarisch und somit pflanzlichen Ursprungs ist.

Füllmittel: Magnesiumstearat

Magnesiumstearat ist ein Salz der Stearinsäure und eines der häufig eingesetzten Füllmittel in Nahrungsergänzungsmitteln und wird als Fließmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Für die verarbeitenden Prozesse ist der Zusatz hilfreich, da es beispielsweise ein Verkleben von Maschinenteilen verhindert. Doch es ist nicht unumstritten, denn auch hier kann der Ursprung pflanzlich oder tierisch sein.

Magnesium und Stearinsäure getrennt haben ganz andere Wirkungsweisen als das chemisch hergestellte Hilfsmittel Magensiumstearat.

In Amerika unbedenklich eingestuft

Von der FDA (Food and Drug Administration) in Amerika wurde der Zusatz vom Füllmaterial Magnesiumstearat als unbedenklich erklärt.

Es gibt jedoch Untersuchungen, die nahelegen, dass chemisches Magnesiumstearat das Immunsystem negativ beeinflusst. Es führt zu einer gesteigerten Einlagerung von gesättigten Fettsäuren in den wichtigen T-Zellen, möglicherweise auch in B-Zellen. Die Funktionsfähigkeit dieser Zellen wurde dadurch anscheinend herabgesetzt. Ebenso soll Magnesiumstearat im Darm einen Film aufbauen können, der die Resorption von Nährstoffen blockieren kann.

Achten Sie deshalb auch beim Füllstoff Magnsiumstearat auf die Angaben des Herstellers. Magnesiumstearat vegetarisch oder pflanzlich sind hier wichtige Aussagen.

Hinweis

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Silicium

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silicium

Spurenelement für Haar und Nägel

Silicium (umgangssprachlich Silizium) ist ein klassisches Halbmetall mit dem chemischen Symbol Si. Der Name leitet sich ab von lat. silicia, Kieselsäure, oder lat. Silex, Kieselstein. Für den Menschen ist Silicium ein unverzichtbares Spurelelement.

In der Natur

Rund 15 Massenprozent der Erde bestehen aus Silicium, es ist das zweithäufigste Element der Erdkruste. Sand besteht hauptsächlich aus Siliciumdioxid. Quarz besteht zu 100 Prozent aus Siliciumdioxid. In manchen Pflanzen werden siliciumdioxidhaltige Strukturen zur Stabilisierung aufgebaut, beispielsweise in Schwämmen ist dies der Fall, in Kieselalgen, im Schachtelhalm oder im Bambus.

Elementares Silicium ist für den menschlichen Organismus ungiftig. Interessant ist für die menschliche Gesundheit die gebundene Form des Siliciums.

Wirkung

Der Körper enthält bis zu 20 Prozent Silicium. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil ab. Silicium ist an der Bildung von Kollagen und Elastin beteiligt. Das eine besitzt Wichtigkeit für Knochenbildung und Knochendichte, das andere hält das Bindegewebe elastisch. Beides, Festigkeit und Elastizität ist notwendig um im Gewebe eine gleichmäßige Nächstoffversorgung sicherzustellen und auch die Entsorgung der Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel zu bewerkstelligen.

Die Blutgefäße sind in besonderem Maße davon abhängig, Festigkeit und Elastizität in den Gefäßwänden zu besitzen, um eine funktionieren Durchblutung zu bewerkstelligen. Beeinträchtigungen sind Faktoren für ein Risiko für Ateriosklerose, Bluthochdruck und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Besonders interessant ist Silicium als feuchtigkeitsbindender Stoff, der das 300-fach seines Eigengewichts in Wasser binden kann. Das Spurenelement verbessert die Speicherung von Kalzium in den Knochen.

Kieselerde

Es werden verschiedentlich Kieselerde oder Silicia terra angeboten zur Festigung der Nägel, des Bindegewebes, für schöne Haut und gesunde Knochen. Das enthaltene Kieselsäureanhydrid (Silberdioxid) konnte bisher seinen Nutzen wissenschaftlich nicht nachweisen.

Hinweis

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Serin

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Die Aminosäure aus Seide

Bei Serin handelt es sich um eine proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure, die für den menschlichen Organismus nicht essentiell ist. Sie kann aus Threonin oder aus Glycin biosynthetisch im Körper gebildet werden. Glycin und Serin können wechselseitig bei Bedarf in einander umgewandelt werden. Serin ist in allen Proteinen enthalten.

Technisch kann Serin aus Seide gewonnen werden.

Wirkung

Serin ist ein Bestandteil von Phosphatidylserin in Zellmembranen. Es ist beteiligt an der Bildung der Erbsubstanz (DNA) und der Produktion der Botenstoffe im Gehirn, den Neurotransmittern. Die Aminosäure wird benötigt zur Bildung zahlreicher Enzyme sowie zum Aufbau von Acetylcholin und Cholin sowie den Aminosäuren Cystein und Tryptophan.

Alzheimer

Es wird angenommen, dass Serin die Regeneration des Hirngewebes bei Alzheimer unterstützen kann. Noch sind die klinischen Studien wissenschaftlich noch nicht so weit gediehen, dass der therapeutische Nutzen nachweisbar wäre.

Vorkommen

Gute Serin-Lieferanten sind Hafer, Mais, Erdnüssen, Ei, Molkenprotein und Käse (Casein).

Hinweis

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Sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine)

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Unterschätzte Supersubstanzen

Sekundäre Pflanzenstoffe werden von Pflanzen zu unterschiedlichsten Zwecken produziert. Lange hielt man diese Inhaltsstoffe für unwichtig. Inzwischen hat man erkannt, dass sekundäre Pflanzenstoffe einen unschätzbaren Gesundheitswert für den Menschen besitzen. Ihre Wirkkraft reicht bis zu einer Minderung des Krebsrisikos.

Bis heute sind über 30.000 sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, rund 10.000 davon in essbaren Pflanzen. Wichtig ist die Frische der Lebensmittel, um möglichst viele sekundäre Pflanzenstoffe aufzunehmen. Da einige unter ihnen temperaturempfindlich sind, wird eine schonende Garmethode empfohlen.

Natürlich und bioaktiv

Zehn verschiedene Gruppen von strukturell unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffen werden unterschieden. Für ihre gesundheitsförderliche Wirkung sind besonders wichtig die folgenden vier Gruppen.

Carotinoide

Die bekannteste Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe sind die Carotinoide. Ihr Name leitet sich ob von Betacarotin, dem Pflanzenfarbstoff, der auch als Provitamin A bezeichnet wird. Die Karotte ist besonders reich an Betacarotin, doch es ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und Karotte. Es kommt auch in grünen pflanzlichen Lebensmitteln vor wie in Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold und Feldsalat. Als stark antioxidativer Stoff dient Betacarotin unter anderem als Radikalfänger und schützt die Membran und die Erbsubstanz der Zellen. Es wird im Allgemeinen als vorbeugend gegen den Alterungsprozess und viele Ziviliationskrankheiten angesehen, nicht zuletzt als ein Schutzfaktor gegen Krebs.

Vom Betacarotin leitet sich der Name der gesamten Gruppe der Carotine mit über 600 bekannten Varianten ab. Sie sind fettlöslich und können im menschlichen Körper nur zusammen mit Fett verarbeitet werden.

Flavonoide

Bioflavonoide oder Flavonoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen mit antioxidativen Eigenschaften. Als Pflanzenpigmente in der äußeren Schale, in Blüten und Blättern schützen sie die Zellen und Proteine vor oxidativem Stress. Die Biosynthese von Flavonoiden in der Pflanze erfordert Licht. Ihre Speicherung erfolgt vor allem in der Vakuole.

Zu den Flavonoiden gehören die hochwirksamen Anthocyane, der Farbstoff in Blaubeeren und Brombeeren. Es existiert eine große strukturelle Vielfalt der Flavonoide.

Diverse flavonoidhaltige Arzneidrogen und Reinstoffe werden bereits therapeutisch genutzt. Wegen der gefäßschützenden Eigenschaften finden sie in Venenmitteln Verwendung. Studien weisen auf einen positiven Einfluß bei Herz-Kreislauferkrankungen hin. Zu den wichtigsten Eigenschaften der Flavonoide gehört ihre antioxidative Wirkung. Hinzu kommt die antiallergische und antiphlogistische Wirkung, sowie antivirale und antimikrobielle Wirkung. Im Fokus der aktuellen Forschung stehen möglich Zusammenhänge zwischen Flavonoiden und der Vorbeugung gegen Krebsleiden.

Glucosinolate

Glucosinolate sind als natürliche Biosubstanzen in allen Kohlarten reichlich enthalten. Sie stecken auch in Radieschen, Rettich und Kresse. Für die Vorbeugung von Krebsrisiken spielen diese sekundären Pflanzenstoffe eine große Rolle. Man geht davon aus, dass sie die körpereigene Entgiftung unterstützen. Sie wirken hemmend auf die Verbreitung und das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen und können das Risiko verringern, an einem Magengeschwür zu erkranken.

Sulfide

Sulfide stecken in Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch und Lauch. Sie sind verantwortlich für den scharfen Geschmack dieser Lebensmittel. Sulfide wirken verdauungsfördernd und können Cholesterinablagerungen in den Arterien vorbeugen. Damit wirken sie präventiv gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und letztlich auch gegen das Infarktrisiko. Diese sekundären Pflanzenstoffe können dem Risiko für Magen- und Darmkrebs entgegenwirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Salvestrole

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Salvestrole finden sich in Moringa-Produkten

Pflanzen heilen sich selbst

Als Salvestrol werden pflanzeneigene Abwehrstoffe aus der Gruppe der Phytoalexinen bezeichnet. Es wird vermutet, dass es in den Pflanzen produziert wird, um Krankheiten in ihrem Wachstum zu hemmen. Der Geschmack von Salvestrolen wird als bitter oder scharf beschrieben. Durch Spritzmittel im Anbau wird die Bildung von Salvestrolen in vielen Obst- und Gemüsesorten möglicherweise unterdrückt. Das wird von Anbietern des Pflanzenstoffs als Grund für eine zusätzliche Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel angegeben.

Krebs

Seit 2003 wird das pflanzliche Produkt von einigen Anbietern als neue Wunderwaffe gegen Krebs angepriesen. Der wissenschaftliche Beleg für eine krebshemmende oder krebsverhindernde Wirkung ist nicht erbracht. Es wird behauptet, dass Salvestrol durch die Aktivierung gewisser Enzyme den Zelltod von Krebszellen verbeiführen könnte. Von einer Selbstmedikamentierung ohne den Rat von Arzt oder Heilpraktiker wird dringend abgeraten. Es existieren keine klinischen Studien zum Nutzen der Substanz.

Vorkommen

Salvestrol ist in vielen Obst- und Gemüsesorten natürlich enthalten, beispielsweise in Äpfeln, Blaubeeren, Erdbeeren, Orangen, Preiselbeeren und Weintrauben sowie in Artischocken, Avocados, Brokkoli, Blumenkohl, Chinakohl, Rosenkohl, Oliven und Kräutern wie Basilikum, Löwenzahn, Minze, Mariendistel, Petersilie, Rosmarin, Salbei und Thymian.

Hinweis

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Mineralstoffe (Spurenelemente)

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mineralstoffe
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Oft unzureichend enthalten

Mineralstoffe sind für das menschliche Leben unentbehrliche Nährstoffe, die nicht vom Körper gebildet werden können. Daher werden die anorganischen Stoffe ausschließlich über die Nahrung zugeführt.

Spurenelemente

Im menschlichen Körper ist eine Vielzahl an Mineralstoffen in Form von Spurenelementen enthalten. Spurenelemente oder auch Mikroelemente bezeichnen Mineralstoffe in geringer Konzentration im Organismus (unter 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht, mit Ausnahme von Eisen, dass bis zu 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht vorhanden ist). Unter den Spurenelementen sind beispielsweise Cobalt, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium und Zink vertreten.

Mengenelemente

Mengenelemente oder Makroelemente sind sogar in sehr hoher Konzentration von über 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht im Menschen enthalten. Zu den Mengenelementen zählen Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Natrium.

Die Forschung geht weiter

Noch immer ist nicht von allen Mineralstoffen bekannt, ob und welche physiologische Wirkungsweise sie im menschlichen Körper haben. Zahlreiche Mineralstoffe besitzen allerdings vitale Funktionen für das Funktionieren der menschlichen Gesundheit.

Nicht in allen Verbindungen sind Mineralstoffe bioverfügbar.

Viele Mineralstoffe sind Bestandteile von Hormonen, beispielsweise das Jod im Schilddrüsenhormon. Mineralstoffe können für osmotischen Druck verantwortlich sein und durch ihre elektrische Ladung (als Elektrolyte) zwischen Körperflüssigkeiten, Zellen und Geweben für Ausgleich sorgen. Es kommt auch vor, dass sich Mineralstoffe wechselseitig beeinflussen wie beispielsweise Natrium und Kalium, was eine Rolle spielt bei den Nervenreizleitungen.

Mineralstoffmangel

In der heutigen Zeit von industrieller Landwirtschaft und Fast Food ist die ausreichende Zufuhr von Mineralstoffen durch Lebensmittel oftmals nicht mehr selbstverständlich. Ausgelaugte Böden, effizienzorientierter Dünger mit wenigen oder keinen Mineralstoffen, lange Lagerung und Umwelteinflüsse rücken die Zufuhr der Mikronährstoffe als Thema verstärkt in den Fokus der Ernährungswissenschaftler.

Hitze ist kein Problem

Mineralstoffe treten in anorganischen Verbindungen auf. Die Hitze beim Kochen macht ihnen daher nichts aus, während Vitamine von höheren Temperaturen zerstört werden können. Beim Kochen ist darauf zu achten, dass die Mineralstoff aus Gemüse nicht bei zu langen Kochvorgängen herausgelöst und mit dem Kochwasser weggeschüttet werden. Dampfgaren gilt als die empfohlene Garmethode, um Mineralstoffe optimal zu erhalten.

Hinweis

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Lecithin (Soja Lecithin)

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lecithin
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Der Stabilisator

Lecithin ist ein natürlicher und fettähnlicher Stoff aus der Gruppe der Phospholipide. Es handelt sich genaugenommen um eine ganze Gruppe chemischer Verbindungen, den sogenannten Lecithinen. Lecithin oder Lecithine werden als Emulgator und Stabilisator in der Lebensmittelindustrie unter der Bezeichnung E322 verwendet und auch als Mehlbehandlungsmittel eingesetzt. Im menschlichen Körper erfüllt Lecithin zahlreiche wichtige Funktionen. Es wird im Körper durch Biosynthese teilweise hergestellt und ergänzend durch die Nahrung zugeführt.

Vorkommen

Lecithin ist als Begleitstoff in zahlreichen Fetten und Ölen enthalten, so beispielsweise in Eigelb, Hülsenfrüchten wie Lupinen und in Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl, Erdnussöl oder Rapsöl. Lecithin wird meist aus Sojabohnen hergestellt.

Funktion im Körper

Eine hohe Konzentration von Lecithin ist in der Leber, im Gehirn und in den Nervenzellen sowie in Lunge, Herz und Muskelgewebe vorhanden. Es übernimmt strukturbildende Aufgaben und ist Bestandteil der Zellmembranen. An der Weitergabe von Nervenimpulsen ist Lecithin beteiligt. Außerdem wird es in den Nerven und im Gehirn zu dem Nervenbotenstoff Acetylcholin umgewandelt, einem äußerst bedeutenden Transmitter.

Es ist am anabolen Lipidwechsel beteiligt und unterstützt den Aufbau und die Verteilung von Lipiden. Der Transport von Fetten und Cholesterin im Blut wird durch die Substanz unterstützt. In der Gallenflüssigkeit ist Lecithin beteiligt an der Fettverdauung (Fettstoffwechsel).

Hinweis

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Kieselsäure (Silicium)

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kieselsaeure
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Spiegel unserer Befindlichkeit

Kieselsäure ist die Bezeichnung für Sauerstoffsäuren des Elements Siliciums (umgangssprachlich Silizium). Die verschiedenen Ausprägungen (Monokieselsäure, Dikieselsäure, Trikieselsäure, Cyclische und Metakieselsäuren) werden unter dem Sammelbegriff Polykieselsäuren zusammengefasst. Außerdem werden oftmals auch Siliciumoxide als Kieselsäuren bezeichnet. Die Salze der Säuren sind Silicate. Für den menschlichen Körper bedeutet Silicium ein essentielles Spurenelement, das durch die Nahrung zugeführt wird, da es nicht biosynthetisch im Körper hergestellt werden kann.

Vorkommen

Kieselsäure kommt in Wasser und Köperflüssigkeiten vor, auch im Trinkwasser und allen Gewässern. Pflanzen erhalten ihre Stabilität durch Kieselsäure. Kieselalgen bauen Kieselsäure in ihre Panzer ein. Sickerwasser enthält Kieselsäure, die aus den Bodenmineralien gelöst wird. In der Natur kommt Silicium nicht in freier Form vor, sondern meist an Sauerstoff gebunden als Kieselsäure.

Kieselsäure wird aus fossilen Sedimenten, den Bodenmineralien, den natürlichen Panzern der Kieselalgen und technisch als pyrogene Kieselsäuren (Kolloide) gewonnen.

Kieselsäure aufnehmen

Der Siliciumgehalt im Körper in der Haut und den Blutgefäßen beträgt rund 20 mg pro Kilogramm Körpermasse. In fortschreitendem Alter nimmt die Konzentration mehr und mehr ab. Es besteht keine Einigkeit über eine Bedarfsgenauigkeit der Zufuhr. Jedoch ist Kieselsäure in natürlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Getreide vorhanden. Insbesondere Bananen, Hafer, Gerste und Hirse sind gute Silicium-Lieferanten. Übrigens ist Silicium auch im Gerstenmalz von Bier enthalten.

Bedeutend für physiologische Abläufe

Silicium wird im Körper benötigt für die Knochenbildung und Knochenreifung. Es unterstützt die Produktion von Kollagen in Bindegewebe, Haut und Knorpel. Aus diesem Grund ist das Spurenelement nicht nur für Stabilität und Festigkeit zuständig, sondern auch für Elastizität.

Silicium wird außer in Nahrungsmitteln als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kieselerde angeboten, die zumeist Siliciumdioxide enthält. In der Naturheilkunde wird Kieselsäure für die Kräftigung von Haut, Haar und Nägel verwendet, als Gel oder in Form von Kieselerde.

Am Rande erwähnt

Das englische Wort für Silicium oder umgangssprachlich Silizium ist „silicon“. Bei Übersetzungen kommt es häufig zu der Verwechslung mit Silikon statt Silicium. Das englische Wort für Silikon ist „silicone“. Populäre Beispiele sind die Science-Fiction-Serie „Star Trek“, der James-Bond-Film „Im Angesicht des Todes“ oder in der Simpsons-Folge „Besteht die Lebensform aus Kohlenstoff oder aus Silikon“.

Hinweis

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