Archiv der Kategorie: O

Ornithin

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ornithin
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Basische Aminosäure

Bei Ornithin handelt es sich um einen Teil einer basischen Aminosäure, die nicht eiweißbildend fungiert sondern ganz andere biochemische Aufgaben übernimmt. Der Name Ornithin kommt von griech. ornis, Vogel.

Unter anderem besitzt Ornithin Bedeutung als Trägersubstanz im Harnstoffzyklus. Ornithin wird im Leberstoffwechsel aus Arginin verstoffwechselt als ein Zwischenprodukt. Das bedeutet, dass Ornithin vom Körper selbst hergestellt werden kann. Sie zählt damit zu den semiessentiellen Aminösäuren. Für die ausreichende Wirksamkeit ist eine Zufuhr über eine fleischhaltige Nahrung dennoch notwendig. In pflanzlichen Nahrungsmitteln kommt Ornithin nur in Spuren vor. Daher sollten Vegetarier auf eine hinreichende Versorgung mit Ornithin achten.

Entgiftung

Die Aminosäure Ornithin unterstützt die Produktion von Harnstoff zur Ammoniak-Entgiftung. Ein Großteil des in der Leber gebildeten Ammoniaks kann in Harnstoff umgewandelt und mit dem Urin ausgeschieden werden. Ornithin dient dabei als Trägerstoff. Im Harnstoffzyklus bildet sich Ornithin über Citrullin um in Arginin. Wenn dann der Harnstoff abgespalten wird, regeneriert sich das Ornithin. Die Humanmedizin bedient sich der Aminosäure für Leberschutzpräparate.

Wachstumsstimulation

Zusammen mit Arginin und anderen Stoffen ist Ornithin in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) beteiligt an der Bildung von Wachstumshormonen. Die Aminosäure wirkt laut klinischen Studien wahrscheinlich anregend auf die Produktion und die Ausschüttung des Hormons. Das hat Bedeutung für den Fettabbau und den Aufbau der Muskeln. Ab dem 30. Lebensjahr verringert sich normalerweise schrittweise die Produktion des Wachstumshormons in der Hirnanhangsdrüse.

Aufgaben im Stoffwechsel

Die Aminosäure hat verschiedene Aufgaben im Stoffwechsel. Es fördert die Immunabwehr, indem sie stimulierend auf die Thymusdrüse wirkt und besitzt offenbar positiven Einfluss auf die Schlafqualität. Wundheilung konnte durch kombinierte Ornithin-Präparate verbessert werden.

Vorkommen

Ornithin liegt in Fleisch, Fisch, Eiern und Milch vor.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Gamma-Linolensäure (Omega-6 Fettsäure)

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Dreifach ungesättigte Fettsäure

Gamma-Linolensäure (18:3) findet man in der Literatur oftmals abgekürzt als GLA bezeichnet. Es handelt sich um eine dreifach ungesättigte Fettsäure. Sie wird vom menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure hergestellt. Sie kann außerdem über die Nahrung aufgenommen werden.

Gutes aus der Fettsäure

Gamma-Linolensäure kann einen positiven Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper nehmen und unterstützt das Immunsystem. Bei Neurodermitis wird Gamma-Linolensäure gern lindernd eingesetzt. Gamma-Linolensäure gilt als essentiell für das Gehirn und dort für die Nervenreizleitung. Ihr wird eine blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Natürliche Vorkommen

Die dreifach ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlichen Ölen enthalten wie beispielsweise Hanföl (drei Prozent) oder Nachtkerzenöl (10 Prozent). Sie ist Bestandteil des frischen Granatapfels in Saft und Frucht. Besonders konzentriert ist der Gehalt von Gamma-Linolensäure in Granatapfelsamenöl (60 Prozent), gefolgt von Borretschöl (20 Prozent). In geringem Maße enthält auch Hafer Gamma-Linolensäure.

Biosynthese

Im Körper entsteht aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure zunächst die Gamma-Linolensäure (GLA 18:3, Omega-6) durch Biosynthese. Ihre Kohlenstoffkette verlängert sich und bildet sich um zur Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA 20:3, Omega-6). Die DGLA wiederum ist die Vorstufe der entzündungshemmenden Arachidonsäure (22:4, Omega-6). Die körpereigene Umwandlungsrate von DGLA in Arachidonsäure ist nicht sehr groß und kann durch die Nahrung ergänzt werden.

Arachidonsäure wird in die Zellwände aller Körperzellen eingebaut und spielt eine Rolle für das Immunsystem. Wenn oxidative Prozesse eine Freisetzung der Arachidonsäure bewirken, kann damit ein gesteigertes Schmerzempfinden hervorgerufen werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Gadoleinsäure
(Omega-9-Fettsäure)

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Natürliche Vorkommen

Gadoleinsäure (chemischer Name: 11Z-Eicosensäure, Lipidname: 20:1 (ώ-9)) ist eine langkettige, einfach gesättigte Fettsäure aus 20 Kohlenstoffatomen. Gadoleinsäure gehört zu den wertvollen Omega-9-Fettsäuren und ist nicht so leicht aus Lebensmitteln zu bekommen. Da Fettsäuren verschiedene Kettenlängen besitzen, wird das letzte Kohlenstoffatom als ώ (Omega) ausgewiesen, um anzuzeigen, dass es das letzte ist, so wie Omega der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Die Omega-9-Fettsäuren haben ihre Doppelbindung an der neunten Position vom Omegaende aus gezählt.

Gadoleinsäure ist als natürliche Fettsäure in Fischölen und verschiedenen pflanzlichen Ölen wie Weizenkeimöl (ein Prozent) enthalten. Mehr davon enthalten Rapsöl und Senföl (ca. drei Prozent) und in sehr viel höherer Konzentration liegt sie vor in Leindotteröl (Camelina sativa, 15 bis 20 Prozent) und Jojobaöl (Simmondsia Chinensis, 70 Prozent).

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren (Monoensäuren) mit nur einer instabilen Verbindungsstelle in der Molekülkette werden im Organismus benötigt für die Elastizität der Zellmembranen. Sie sind außerdem am Stoffwechsel beteiligt und senken den Cholesterinspiegel. Der Organismus ist in der Lage, einfach ungesättigte Fettsäuren selbständig herzustellen.

Ungesättigte Fettsäuren haben bei Raumtemperatur flüssige Form. Sie können die Aufnahme von Stoffen in tiefere Hautschichten befördern und unterstützen die Wasseraufnahme und Elastizität der Haut. Aus diesem Grund werden sie gerne bei Kosmetika eingesetzt.

Die häufigste ungesättigte Fettsäure heißt Ölsäure. Enthalten ist Ölsäure in kaltgepresstem Olivenöl, Rapsöl und Erdnussöl, in verschiedenen Nüssen und der Avocado.

Hinweis

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OPC (Traubenkernpolyphenole, Oligome)

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Gesundheitspower aus Pflanzenstoffe

Die Abkürzung OPC steht für Oligomere Proanthocyanidine. Es handelt sich um sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavanole. Sie gehören zu den übergeordneten Polyphenolen.

Die Entdeckung von OPC liegt relativ kurz zurück. 1848 isolierte Jack Masquelier aus den Erdnusshäutchen einen Stoff, der sich zur Behandlung von Venenkrankheiten sehr gut eignete. Eigentlich war er in seiner Studie zur Verfütterbarkeit viel naheliegenderen landwirtschaftlichen Zwecken auf der Spur – aber entdeckt hatte er einen Vitalstoff, der seit Urzeiten als Bestandteil der menschlichen Nahrung große Wirkung auf die Gesundheit genommen hat.

Vorkommen

Enthalten ist OPC in Traubenkernen und daher in Traubenmost, Rotwein und konzentriert in Traubenkernmehl, in der Schale und dem Laub von roten Weintrauben, in den roten Häutchen von Erdnüssen, in Äpfeln, Kokosnüssen, Ginkgoblättern und in der Rinde der Strandkiefer und in Lärchenholz vor.

Synergieeffekt mit anderen Stoffen

OPC fungiert durch die Polyphenole als natürlicher UV-Strahlenschutz. Der Stoff weist antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften auf. In ersten Zellstudien konnte eine Hemmung von Dickdarmkrebszellen dokumentiert werden.

Man vermutet, dass die Polyphenole die Wirkung der Vitamine C, A und E steigern können. Offenbar kann die Substanz mit anderen verfügbaren Stoffe positive Synergien bilden, so zum Beispiel mit anderen Bioflavonoiden, Taxofolin, Rutin, Hesperidin und Quercetin. Das Spektrum der Wirkung im menschlichen Organismus ist sehr groß.

Alzheimer

Es gibt Hinweise darauf, dass die Polyphenole im Taubenkernextrakt die Plaquebildung der Vorstufe von Alzheimer möglicherweise verhindern oder wenigstens herauszögern können und damit die Gedächtnisausfälle beeinflussen können. Mögliche Zusammenhänge mit dem Genuss von Rotwein und den darin enthaltenen Polyphenolen stehen im Interesse der Wissenschaft.

Wissenschaft

Zum heutigen Zeitpunkt ist OPC nicht generell als Funktionsarzneimittel durch das Bundesverwaltungsgericht anerkannt. Um die pharmakologische Wirksamkeit nachzuweisen, sind bisher noch nicht genügend klinische Untersuchungen veröffentlicht worden.

Hinweis

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Oregano (Origanum vulgare)

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Bezugsquelle: Oregano-Öl

Aus der mediterranen Bergwelt

Oregano (Origanum vulgare) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Heutzutage ist das Aromakraut als Pizzagewürz überall bekannt. Ursprünglich stammt es aus der Bergwelt der Mittelmeerländer und wird heute überall in Europa angebaut und genutzt.

Von alters her

Die Griechen des Altertums schätzten das heilkräftige Kraut. Dioscurides berichtet über die Verwendung in seiner De materia medica aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Im Mittelalter wurde Oregano gegen Hämorrhoiden eingesetzt und zur Geburtsbeschleunigung. In der Natur- und Pflanzenheilkunde gilt Organo als gängiges Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden.

Wirkstoffe

Aufgrund seines hohen Gehalts an Phenolen gilt Oregano-Öl in der Aromatherapie als wirksam gegen Bakterien. Es kann zu Hautreizungen kommen, weshalb eine mit neutralen Pflanzenölen verdünnte und innerliche Anwendung (z.B. in Kapselform) empfohlen wird. Der Inhaltsstoff Carvacrol besitzt entzündungshemmende Wirkung. Der positive Einfluss auf Verdauungsbeschwerden und Erkrankungen der Atemwege ist wissenschaftlich belegt. Arzneiliche Wirkung zeigen offenbar auch die Gerb- und Bitterstoffe und die ätherischen Öle. Man spricht vom stärksten natürlichen Antibiotikum.

Antibakterielles Potenzial

Biomedizinerin Vyv Salisbury von der Universität von West England in Bristol forscht an der antibakteriellen Wirkung des aromatischen Krauts. Sie hat Hinweise gefunden, dass eine Oregano-Essenz ebenso effektiv oder noch effektiver als manche Antibiotika wirken können. Insbesondere trifft dies auf das gegen gebräuchliche Antibiotika resistente Bakterium Staphyloccus aureus(MRSA) zu, das sich in vielen Krankenhäusern zum Problem auswächst. Der resistente Krankheitserreger kann geschwächte Patienten angreifen und zu Geschwüren oder Lungenentzündung führen. Offenbar scheint sich Oregano-Essenz dazu zu eignen, Krankenhäuser von dem Keim zu säubern durch Abwischen von Türklinken, Oberflächen, Ritzen und als Waschmittel. Angeblich kann bereits der ätherische Duft von Organo das Ausbreiten des Bakteriums verringern. (vgl. Die Zeit, 4.11.2009)

Hinweis

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Ozonisiertes Olivenöl

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Bezugsquelle: Ozonisiertes Olivenöl

Veredeltes Olivenöl

Die gesundheitsförderliche Wirkung von reinem Olivenöl ist bekannt. Es kann nicht nur in der Ernährung vielen Zivilisationskrankheiten vorbeugen, sondern äußerlich angewendet ein großartiges Naturheilmittel für Schönheit, gesunde und straffe Haut sein.

Kunstgriff für die Schönheit

Der Kunstgriff der Ozonisierung entspringt dem Willen, diese positiven Eigenschaften zu potenzieren. Damit steht die Ozonisierung in der alten Tradition, Pflanzenöle zum Beispiel durch Extrakte aus Heilpflanzen noch wirksamer zu machen. Die Haut mit ihrer großen Oberfläche ist den Einflüssen von Umwelt, Stress und ebenso Krankheitskeimen ständig ausgesetzt. Eine gesunde Haut kann diesen äußeren Einflüssen besser standhalten. Darüber gilt eine schöne Haut als Spiegel der Seele.

Sauerstoff

Ozon ist Sauerstoff in einer bestimmten Form (O3), der oftmals auch als „Super-Sauerstoff“ in der Literatur zu finden ist. In der Erdatmosphäre bildet es einen schützenden Mantel um die Erde, ohne den das menschliche Leben nicht denkbar wäre. Wenn Olivenöl ozonisiert wird, entstehen dabei Ozinide und Peroxide. Sie sind  in der Lage, aktiven Sauerstoff an das geschädigte Gewebe abgeben. Der Sauerstoffgehalt an der behandelten Stelle soll auf diese Weise verbessert werden und den Weg zu einer schnelleren Regeneration ebnen. Im Idealfall wird durch das Einwirken von ozonisiertem Olivenöl der gesunde Hautstoffwechsel wieder hergestellt.

Krankheitskeime

Hinzu kommt ein antimikrobieller Effekt von Capronsäure und Pelargonsäure, die desinfizierend wirken können. Verwendet wird nur hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl. Dabei ist ein Vorteil, dass durch den hohen Gehalt an aktivem Sauerstoff keinerlei Konservierungsstoffe eingesetzt werden müssen, die zu chemischen Unverträglichkeiten führen könnten. Das veredelte Öl besitzt einen natürlichen Ozongeruch.

Anwendungsgebiete

Ozonisiertes Olivenöl wird für gewöhnlich äußerlich angewendet. Typische Anwendungsgebiete ist Cellulite, Hautirritationen oder Sonnenbrand. Das ozonisierte Olivenöl verklebt die Haut nicht, sondern kann rasch eindringen und seine Wirkung entfalten. Hautstraffung, verkleinerte Poren oder Falten und ein gewisser Schutz vor der UV-Strahlung werden unter anderem durch eine verbesserte Mikrozirkulation erwartet. Durch den erhöhten Sauerstoffgehalt des Olivenöls hat die Haut bei Schürf- oder Schnittwunden die reichlichen Nährstoffe des Olivenöls zur schonenden und natürlichen Reparatur und Wundheilung.

Hinweis

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Olivenöl als Naturheilmittel

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Eines der ältesten Naturheilmittel der Menschheit

Olivenöl wird aus den Früchten und Kernen des Olivenbaums (Olea europa) gepresst. Bereits in der Antike galt es als Heilmittel und wurde innerlich gegen Entzündungen und äußerlich gegen Hauterkrankungen angewendet.

Beste Qualität für die Gesundheit

Wissenschaftliche Untersuchungen haben immer wieder versucht, hinter das Geheimnis der Langlebigkeit der Menschen in den Mittelmeerländern zu kommen. Eine der Hauptursachen könnte das Olivenöl sein, ein natürlicher Schutzfaktor einfach durch die Ernährung.

In der mediterranen Küche ist das kaltgepresste Olivenöl die Hauptfettquelle, während in nordeuropäischen Ländern eher tierische Fette verwendet werden. Der Zusammenhang von Fett und Krankheiten wie Dickdarmkrebs, Brust- und Prostatakrebs sowie Gallensteinen und möglicherweise sogar Depressionen ist naheliegend. Im Vergleich ist in jedem Falle ein hochwertiges pflanzliches Öl die gesündere Alternative.

Pflanzlicher Schutzschild

Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren, tierische Fette wie Butter, Schmalz, Wurst, fettes Fleisch oder Käse jedoch gesättigte Fettsäuren, die im Hinblick auf den Cholesterinspiegel problematisch sein können. Olivenöl kann einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel insgesamt nehmen und den Teil des Cholesterins eindämmen, der für die Ablagerungen in den Blutgefäßen verantwortlich ist. Es scheint, dass die Produktion der Magensäure eingeschränkt wird und eine günstige Beeinflussung von Magen-Darm-Geschwüren stattfinden kann und das Risiko für Gallensteine verringert wird.

Zivilisationskrankheiten

Letztlich geben mehrere Faktoren nach Meinung von Wissenschaftlern dazu Anlass zu glauben, dass Olivenöl eine gesundheitserhaltende und für den Organismus förderliche Wirkung hat. Die Gesunderhaltung des physiologischen und biochemischen Gleichgewichts führt zudem zu der Reduzierung des Risikos für die bekannten Ziviliationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und daraus folgend auch Arteriosklerose, koronare Herzerkrankungen und Herzinfarkt, Schlaganfall und wahrscheinlich auch Krebs. Besondere Bedeutung haben offenbar Polyphenole aus den sekundären Pflanzenstoffen im Olivenöl.

Gesundes Fett

Gemäß der Deutschen Herzstiftung ist „Olivenöl, am besten nativ extra oder extra vergine – ist im Rahmen einer ausgewogenen mediterranen Ernährung nach wie vor empfehlenswert, um das Risiko für die Entstehung von Gefäßkrankheiten zu vermindern oder deren Verlauf günstig zu beeinflussen.“

Qualität ist das A und O

Nur hochwertiges Olivenöl besitzt die positiven Eigenschaften eines Naturheilmittels erster Güte. Deshalb ist wichtig, die Güteklassen zu kennen, denn niedrige Qualitätsstufen können wirkungslos bis hin zu schädlich sein.

Natives Olivenöl extra

Neben der deutschen Bezeichnung werden im Handel vielfach die landessprachlichen Bezeichnungen gewählt: extra virgin (engl.), extra vergine (ital.), virgin extra (span.) oder extra virgem (portug.). In jedem dieser Fälle ist es die Bezeichnung für die höchste Güteklasse von Olivenölen. Es handelt sich um kaltgepresstes Öl aus frischen Oliven in erster Pressung und ausschließlich mit mechanischen Mitteln. Ölsäure, sprich freie Fettsäuren, dürfen maximal mit einem Gehalt von einem Gramm pro 100 Gramm Öl enthalten sein. Die Geschmacksvielfalt von Extra-Virgin-Ölen ist sehr groß und immer absolut einwandfrei in Geschmack und Farbe.

Natives Olivenöl (virgin, vergine)

Die zweite Güteklasse wird ebenfalls aus frischen Oliven in Kaltpressung gewonnen. In dieser Klasse sind Öle zusammengefasst, die bis zu zwei Gramm freie Fettsäuren pro 100 Gramm Öl haben dürfen. Im Vergleich zum Extra nativen Olivenöl können kleinere Fehlstellungen im Geschmack auftreten.

Olivenöl

Wenn die Qualitätsmerkmale für natives Olivenöl nicht zutreffen, kann das Olivenöl unter Dampf raffiniert werden. Um einen besseren Geschmack zu erhalten, wird es später mit nativem Olivenöl angereichet. Dieses Öl darf nur als „Olivenöl“ bezeichnet werden, ohne die obigen Gütebezeichnungen.

Oliventresteröl

Oliventresteröl wird aus den Rückständen des gepressten Olivenöls hergestellt und muss dann auch als Oliventresteröl gekennzeichnet werden. Es besitzt einen milden Geschmack. Fettsäuren dürfen maximal bis 1,5 Gramm pro 100 Gramm Öl emthalten sein.

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Olivenblatt-Extrakt

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olivenblatt
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Bescheidene Blätter, große Wirkung

Olivenblattextrakt (Olea europa) aus den Blättern des Olivenbaums war bereits im Altertum bekannt. Ein Olivenzweig ist – neben der Eule – das Wahrzeichen von Zeus Tochter Athene, Göttin der Weisheit. Der mythologischen Überlieferung zufolge war sie es, die den Menschen den segensreichen Olivenbaum brachte.

Seit der Antike wirksam

Seit der Antike diente der Olivenbaum im gesamten Mittelmeergebiet als Grundlage einer gesunden Ernährung, zur Körperpflege und zu Heilzwecken. Möglicherweise waren es die Ägypter, die als erste die schützende äußerliche Anwendung von Olivenblättern entdeckten. Sie setzten Olivenblätter zum Schutz der heiligen Mumien ihrer Pharaonen ein gegen Parasiten- und Pilzbefall. Im Mittelalter verwendete Hildegard von Bingen Tee aus Olivenblättern zur Behandlung bei Verdauungsbeschwerden. Im 19. Jahrhundert heilten spanische Ärzte den Tee aus Olivenblättern erfolgreich viele Soldaten mit fiebrigen Erkrankungen.

Interessantes Spektrum

Die Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen wird dem konzentrierten Olivenblattextrakt zugeschrieben und vorbeugender Einfluss gegen Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Arteriosklerose und möglicherweise Diabetes.

Inhaltsstoffe

1811 konnten erstmals Inhaltsstoffe der Olivenblätter identifiziert werden. Doch erst in den 60er Jahren wurden sie international erforscht.

Hauptinhaltsstoff der Olivenblätter ist ein bitterer Stoff namens Oleuropein. Phenolische Verbindungen wie Kaffeesäure und Hydroxytyrosol, organische Säuren und sekundäre Pflanzenstoffe sind enthalten.

Heilwirkung

Für die Heilwirkung sind vor allem Oleuropein, Oleosid, Glykoside, Oleosterol und Olevanol verantwortlich mit antioxidativen, antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften. Die Synergie aus den kombinierten Inhaltsstoffen der Olivenblätter ist wahrscheinlich das Geheimnis der Einzigartigkeit von Olivenblattextrakt.

In der Praxis soll es eine positive Wirkung besitzen für die Durchblutungsförderung, vorbeugend gegen Probleme von Herz und Gefäßen, es soll den Cholesterinspiegel beeinflussen und insbesondere das nützliche LDL-Cholesterin fördern, förderlich für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel wirken und das Immunsystem unterstützen. Neben antimikrobiellen Eigenschaften ist es wahrscheinlich die Wirkung als Antioxidans, das die Immunabwehr gegen Krankheitserreger ausmacht. Es soll mehr als doppelt so wirksam sein wie Vitamin C und E. Antioxidantien schützen die Zellsubstanz vor der reaktiven Kraft von freien Radikalen.

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Omega 3 Fettsäuren (AlphaLinolensäure)

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AlphaLinolensäure: Eine Form der Linolensäuren

Es existieren zwei Formen der Linolensäuren: AlphaLinolensäure (= Omega3 Fettsäure) und GammaLinolensäure (= Omega6 Fettsäure).

Ebenso wie die Linolsäure gehört die Linolensäure zu den essentiellen Fettsäuren. Sie ist für die menschliche Ernährung „essentiell“, das bedeutet, dass sie für den Menschen lebensnotwendig ist.
Da diese langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht vom Körper produziert werden können, müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden.

Die Zahl 3 in der Omega 3 Fettsäure (AlphaLinolensäure ) weist darauf hin, dass es sich um eine dreifach ungesättigte Fettsäure handelt. Es existieren jedoch auch die zweifach gesättigte Linolsäure und semiessentielle Fettsäuren wie die gammaLinolensäure, die Arachidonsäure und die Eicosapentaensäure. Diese Formen der Fettsäuren können im Stoffwechsel unter bestimmten Bedingungen aus der essentiellen Linolsäure und alphaLinolensäure entstehen können. Das bedeutet, dass sie vom Körper aufgebaut werden können, wenn die Bausteine dazu dem Körper zugeführt werden.

AlphaLinolensäure in Ölen

Soja-, Hanf-, Leinsaat- und Rapsöl sind gute Lieferanten von AlphaLinolensäure.

AlphaLinolensäure in Samen

Hanfsamen, aber auch Nachtkerzen- und Borretschsamen verfügen über einen hohen Gehalt an GammaLinolensäure.

Sind Fette immer schlecht?

Drei Makronährstoffe prägen die menschliche Ernährung: Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Fette haben den höchsten Energiegehalt.

Fette bestehen aus Glycerin und Fettsäuren. Und auf diese Fettsäuren kommt es an: Einige Fettsäuren sind essenziell und einige nicht-essentiell. Die festen, tierischen, nicht-essentiellen Fette sind für den Körper weniger gut geeignet und belasten ihn.
Gesunde essentielle Fettsäuren findet man reichlich in Ölsaaten, Nüssen, Samen oder Ölfrüchten .

Fettsäuren bestehen aus langen Ketten von 4 bis 24 Kohlenstoffatomen, an denen unterschiedlich viele Wasserstoffatome angebunden sein können. Als gesättigt gelten Fettsäuren, wenn keine weiteren Wasserstoffteilchen mehr Platz haben. Das ist bei tierischen Fetten weitgehend der Fall. Ungesättigte Fettsäuren finden sich in pflanzlichen Fetten, wie Soja-, Hanf-, Leinsaat- und Rapsöl. Sie könnten noch weitere Kohlenstoffatome aufnehmen.

Je nachdem, wie viele freie Stellen für Wasserstoffteilchen an der Fettsäure-Kette es gibt, spricht man von einfach, zweifach, dreifach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Die Ölsäure im Olivenöl ist einfach ungesättigt, die Linolsäure ist zweifach ungesättigt. Dreifach ungesättigte Fettsäuren wie die Linolensäure Omega3 sind für den Körper unentbehrlich und lebensnotwendig.

Warum reicht Omega3 alleine nicht?

Wie immer im Zusammenspiel des menschlichen Körpers beeinflussen sich Stoffe gegenseitig. AlphaLinolensäure (= Omega3 Fettsäure) und GammaLinolensäure (= Omega6 Fettsäure) gehören zwar 2 verschiedenen Familien an und ihre Stoffwechselwege im Körper sind unterschiedlich, jedoch beeinflussen sie sich so stark, dass beide Gruppen von Fettsäuren für den Menschen unentbehrlich sind.

Linolsäure-Familie
(Omega6 Fettsäuren)

Natürliche Vorkommen gibt es bei Pflanzen, die Linolsäure aus gesättigten Fettsäuren bilden. Pflanzensamen speichern diese Fette in hoher Dichte. Doch auch Butter als tierisches Fett enthält beträchtliche Mengen an Linolsäure.

Linolensäure-Familie
(Omega3 Fettsäuren)

Die Fähigkeit Omega6 Fettsäuren zu Omega3 Fettsäuren umzuwandeln haben nur Pflanzen mit Chlorophyll (grüne Blätter, Algen, Moose, Farne). Säugetiere wie der Mensch können das nicht.

Omega3 Fettsäuren kommen daher zwar in Pflanzenölen vor, meist jedoch in wesentlich geringerer Menge als die Omega6 Fettsäuren. Ausnahmen bilden Leinöl, Walnussöl, das neue Rapsöl, Soja- und Weizenkeimöl, Borretsch- und Nachtkerzenöl, sowie das Kernöl der schwarzen Johannisbeere. Sie enthalten wesentliche Mengen von Omega3 Fettsäuren.

Eicosapentaensäure und Decosahexaensäure

Diese Fettsäuren kann der Mensch selbst herstellen, jedoch nur in geringen Mengen und unter der Voraussetzung, dass er über die Nahrung Linolensäure zu sich genommen hat.
Sie finden sich jedoch in hoher Konzentration in Fischen, besonders in den Kaltwasserfischen Makrele, Hering, Sardine, Lachs, Thunfisch, Forelle, da diese wildlebender Tiere sich von Moosen, Blättern und Farnen ernähren. Das Fleisch dieser Tiere kann bis zu 5 % Eicosapentaensäure enthalten.
TIPP: Gemästete Zuchttiere erhalten anderes Futter. Ihr Fleisch enthält nur Spuren von Eicosapentaensäure. Jedoch reichlich von der ungünstigen Fettsäure Arachidonsäure.

20:1 für Omega 6

Der Bedarf an Linolsäure (Omega6 Fettsäure) liegt bei 7–10 g täglich. Ein Mangel ist bei der heutigen Ernährung äußerst selten.

Den Bedarf an Omega3 Fettsäuren schätzt man auf 2 – 3 g täglich.
Ein Mangel kann bei Säuglingen und Kleinkindern Wachstumsverzögerung und zentralnervöse und visuelle Störungen verursachen. Seit 1993 wird der Säuglingsnahrung deshalb Omega3 zugesetzt. Bei bestimmten chronischen Erkrankungen wird das Zwei bis Dreifache der optimalen Dosis benötigt.
Ein direkter Mangel an Omega3 Fettsäuren ist jedoch nicht so gravierend wie eine langfristig zu niedrige Aufnahme. Vor allem im Verhältnis zur heute reichlichen Zufuhr an Omega6 Fettsäuren.

Über das Fleisch wilder Tiere, in Fischen aber auch in Blättern hat der Mensch über viele Tausend Jahre relativ viel Omega3 Fettsäuren zu sich genommen. Das Verhältnis Omega6 zu Omega3 lag dabei circa bei 4:1.

Heute liegt das Verhältnis von Omega6 zu Omega3 in Europa und den USA bei etwa 20:1. Seit der Industrialisierung der Landwirtschaft mit Masttierhaltung wurden immer mehr Omega6- und immer weniger Omega3 Fettsäuren aufgenommen.
Zwei Zitate zu diesem Thema:

„Während dieser Veränderungen in den letzten 100 – 150 Jahren stieg auch die Todesrate durch Herzerkrankungen stark an. Auch verglichen mit einigen heutigen Bevölkerungsgruppen zeigt sich, dass die Aufnahme höherer Mengen an Omega3 Fettsäuren (vor allem aus Fisch) mit einer niedrigeren Rate von Herzerkrankungen einhergeht, z. B. bei Japanern und Eskimos…
Bezeichnenderweise enthält Muttermilch trotz unserer heutigen Ernährungsbedingungen die Omega3Fettsäuren Eicosapentaensäure und Decosahexaensäure, um ein rasches Gehirnwachstum in den ersten Lebensmonaten des Kindes zu gewährleisten.“
Dietl/Ohlenschläger

„Der exzessive Konsum von Nahrungsmitteln, die reich an Omega6 Fettsäuren sind und der viel zu geringe Omega3 Fettsäureanteil unserer Nahrung wird mit der Entwicklung zahlreicher Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Asthma, Koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Rheuma und Krebsarten wie Brust und Kolon (Darm) -karzinom in Zusammenhang gebracht.
Durch eine Erhöhung der Omega3Fettsäurezufuhr und gleichzeitige Reduktion des Omega6Fettsäureanteils in unserer Nahrung können entzündliche Prozesse vermindert und die Funktion des Immunsystems gesteigert werden.“
Uwe Gröber

Urs Buergi rät daher seinen Lesern den Verzehr von Omega3 Fettsäuren zu erhöhen und die Aufnahme von Omega6 Fettsäuren, insbesondere den im Fleisch enthaltenen Arachidonsäuren, die entzündungs- und gerinnungsfördernd sind, vermindern.
Empfehlungen

  • Nahrungszubereitung mit pflanzlichen Ölen: Leinöl, Walnussöl, Raps- und Weizenkeimöl
  • Nahrungsergänzungen Fischöl, Borretsch-, Nachtkerzen- und Samenöl der schwarzen Johannisbeere.
  • Werden hohe Dosierungen an Omega3 Fetten eingenommen, sollte zusätzlich Vitamin E gegeben werden, um den Schutz der essenziellen Fettsäuren vor Oxidation zu gewährleisten.

Mehrfach ungesättigten Fettsäuren:
Wichtig im Stoffwechsel

Der Körper stellt Eicosanoide (Gewebshormone) her, die an vielen wesentlichen Stoffwechselvorgängen mitwirken. Einige Beispiele sind Prostaglandine, Prostacycline, Thromboxane und Leucotriene. Zur Herstellung dieser Gewebshormone benötigt er jedoch als Ausgangssubstanzen Omega6 und Omega3 in natürlicher Ausgewogenheit.

Dieses optimale Gleichgewicht ist deshalb so wichtig weil beide Fettsäuren um die gleichen Enzyme konkurrieren. Bei einem Überangebot an Omega6 Fettsäuren wird der Stoffwechsel der Omega3 Fette eingeschränkt.
Damit der Körper seine Funktionen erfüllen kann, sollten die gebildeten Gewebshormone jedoch harmonisch im Gleichgewicht stehen.
Das Verhältnis der Fettsäuren zueinander ist demnach wichtiger als ihre absolute Menge.

Auswirkungen von Mangel an essenziellen Fettsäuren können sein:

  • Infektanfälligkeit
  • gestörte Wundheilung
  • Haarausfall
  • trockene, schuppige Haut
  • Ekzeme
  • Wachstumsverzögerung und ungenügende Gehirnentwicklung
  • Verringerung der Lernfähigkeit
  • neurologische Störungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Nieren- und Leberschäden
  • hoher Blutdruck
  • gestörter Herzrhythmus
  • verminderte Funktionstüchtigkeit der roten Blutkörperchen
  • Muskelschwäche
  • Neuropathien

Ein erhöhter Bedarf an essenziellen Fettsäuren wird empfohlen bei:

  • Unausgewogener Ernährung
  • Reduktions-Diäten
  • Verdauungsstörungen
  • Wachstum
  • Verletzungen / Operationen
  • Störungen des Immunsystems
  • rheumatischen Entzündungen
  • Schuppenflechte
  • Osteoarthritis
  • Morbus Crohn
  • Multipler Sklerose
  • Migräne
  • Schwangerschaft
  • hoher Fleischverzehr
  • Neurodermitis
  • Allergien
  • Alzheimer
  • Diabetes
  • Metabolischem Syndrom

Die Funktionen im Körper

Zellmembranen:
Aufbau und Erhalt der Zellmembranen benötigen Linol- und Linolensäure.
Zellwände, die durch Fette aus Linol- und Linolensäure gebildet wurden, sind elastischer, reaktionsbereiter und funktionieren besser. Werden diese fette dem Menschen nicht zugeführt, benutzt dieser gesättigte, tierische Fette für seine Zellmembranen. Die Funktionalität wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Wenn Zellen altern wird dieser Vorgang noch verstärkt.

Gewebshormone:
Die oben bereits erwähnten Gewebshormone (Eicosanoiden) sind hormonähnliche Substanzen, die vielerlei Funktionen im Körper ausüben. Um sie zu bilden braucht der Mensch die Ausgangssubstanzen Omega6 und Omega3 in natürlicher Ausgewogenheit. Hier einige Funktionen der Eicosanoiden:

  • Regelung aller Zellfunktionen, die notwendig sind für Zellwachstum und –regeneration
  • Regulation der Blutfette und des Cholesterins, des Blutdrucks und der Gerinnung der Blutplättchen
  • Gesunde Haut
  • Verminderung von Entzündungen und Autoimmunerkrankungen
  • Erhalt geistiger Funktionen
  • Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems
  • Regulation des Immunsystems

Fazit

Die Umwandlung von Linolensäure zu Eicosapentaensäure und Decosahexaensäure geschieht im Körper zu langsam und wenig effizient. Darum empfiehlt Urs Buergi die direkte Zufuhr aus der Nahrung oder als Nahrungsergänzung.

Wichtig

Die Einnahme von Omega3 Fettsäuren sollte unbedingt längerfristig und regelmäßig erfolgen. Die Wirkung entfaltet sich erst, wenn die fettsäure in die Zellmembran eingebaut wurde. Dieser Vorgang benötigt Zeit.
Die ungesättigten Fettsäuren sollten immer in Kombination mit Vitamin E eingenommen werden. Dieses fettlösliche Antioxidanz schützt das Omega 3 vor der Oxidation.

Achtung

Menschen mit folgendem Risiko sollten unbedingt vor einer Einnahme ihren Therapeuten konsultieren:

  • Epilepsie
  • Manisch-depressive Störungen
  • Diabetiker, weil bei einigen die Wirkung des Insulins vermindert werden kann.
  • Menschen, die Medikamente zur Blutverdünnung nehmen oder eine vererbte Blutungsstörung haben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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