Archiv der Kategorie: L

Lycopin

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lycopin
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Radikalfänger aus der Tomate

Lycopin oder Leukopin ist ein Carotinoid und gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. In Tomaten und Hagebutten ist es in großen Mengen enthalten. Aufgrund seiner roten Farbe wird es in der Lebensmittelindustrie unter der Bezeichnung E160d eingesetzt. Lycopin besitzt außerordentlich wirksame antioxidative Kraft und trägt als aktiver Radikalfänger zur Vorbeugung gegen Krankheiten bei.

Tomaten sind reich an Lycopin

Gute Lycopin-Lieferanten sind reife, rote Tomaten. Sie können bis zu 5 mg des antioxidativen Stoffs pro 100 Gramm Frucht enthalten. Wassermelonen können ähnliche Konzentrationen erreichen. (Grüne Tomaten enthalten kein Lycopin, aber das giftige Alkaloid Tomatidin und sollten nicht roh verzehrt werden).

Verbesserte Bioverfügbarkeit

Hohe Temperaturen schaden dem Vitalstoff nicht, sondern im Gegenteil: Hocherhitzte Verarbeitungsprodukte öffnen die Zellstrukturen und machen das Lycopin noch besser bioverfügbar. Deshalb sind auch Dosentomaten hervorragende Lieferanten mit sogar bis zu 10 mg Lycopin pro 100 Gramm. Noch konzentrierter ist Tomatenmark mit bis zu 60 mg Lycopin pro 100 Gramm.

Zusammen mit Fett wird die Aufnahme in den Körper gesteigert.

Biosubstanz mit Schutzfunktion

Beim Zellschutz gegen freie Radikale gehören Carotinoide allgemein zu den effektivsten Radikalfängern, da sie den schädlichen Singulettsauerstoff binden und unschädlich machen können. Diesen Prozess nennt man Quenching. Bei der Quenchingreaktion reagieren die Carotinoidmoleküle und bewahren so Aminosäuren, Nukleinsäuren und ungesättigte Fettsäuren davor, vom Singulettsauerstoff oxidiert zu werden. Da sich die Carotinoide danach wieder in ihren chemischen Ausgangszustand zurückbegeben können, stehen sie sofort wieder als Radikalfänger zur Verfügung. Sie verbrauchen sich nicht. Die Umwandlungsrate von Lycopin ist dabei fast doppelt so hoch wie bei Betacarotin.

Sonnenschutz

Nach einer englische Studie soll Lycopin die Schädigung durch UV-Strahlen reduzieren und den Hautalterungsprozess verlangsamen. Außerdem scheint die Biosubstanz einen positiven Einfluss auf das Cholesterin im Körper zu besitzen, einem Risikofaktor bei Infarkt oder Schlaganfall.

Doch kein Krebsschutz

Lange Zeit wurde Lycopin als Schutzfaktor gegen Krankheiten wie Krebs und insbesondere Prostatakrebs, Diabetes mellitus und Osteoporose angesehen. Eine großangelegte Studie von 2007 legt nahe, dass dieser Zusammenhang nicht besteht (vgl. American Association for Cancer Research: No Magic Tomato? Study breaks link between Lycopene and Prostate Cancer Prevention, Science Daily, 17. Mai 2007).

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Lutein

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lutein
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Mikronährstoff für die Sehkraft

Lutein von lat luteus, goldgelb ist eines der häufigsten natürlichen Carotinoide. In der Lebensmittelindustrie wird Lutein als Farbstoff unter der Bezeichnung E161b verwendet. In der Natur wird Lutein von Zeaxanthin begleitet. Als Bestandteil der Lichtsammelkomplexe in Chloroplasten spielt Lutein eine wichtige Rolle für die Energieausbeute.

Natürliche Vorkommen

Gute Lutein-Lieferanten sind dunkle Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl. In einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse können benötigte Mikronährstoffspeicher durch die Nahrungsaufnahme wieder aufgefüllt werden. Denn besonders im Auge ist das Carotinoid von großer Bedeutung.

Protektive Funktionen

Die Augen ermüden durch langes Arbeiten am Computer, Autofahrten im Dunkeln oder Fernsehen. Zusätzlich kann UV-Strahlung aus dem intensiven Sonnenlicht für oxidativen Stress für die Augen sorgen. Der oxidative Stress kann freie Radikale freisetzen, die hochreaktiv sind und die Zellstruktur und das Erbgut in den Zellkernen schädigen können. Antioxidantien können diese freien Radikale abfangen und unschädlich machen, indem sie selbst mit ihnen reagieren.

Besonders im Auge sind die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin als einzige Carotinoide stark angereichert und übernehmen wichtige Schutzfunktionen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Lutein und Zeaxanthin in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften der Carotinoide und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinalen Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Lithium

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lithium
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Spurenelement der Psyche

Lithium (von griech, lithos, Stein) ist ein Alkalimetall und kommt in der Natur nicht elementar vor. Für die Herstellung von Batterien hat Lithium große Bedeutung. Als Spurenelement ist Lithium in gebundener Form als Salz ein Bestandteil vieler Mineralwasser. Für den menschlichen Organismus besitzt das Spurenelement Lithium keine essentielle Funktion, kann jedoch biochemisch eine medizinische Wirkung entfalten.

Vorkommen

Lithium ist im Trinkwasser und Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten enthalten. Lithiumanalysen für Obst und Gemüse liegen nicht vor. Es gibt Pflanzen, die Lithium aus dem Boden besonders anreichern, zum Beispiel Tabak oder Hahnenfuß.

Lithium in der Medizin

Die Lithiumtherapie wurde in der Medizin zur Behandlung manisch-depressiver Patienten ausführlich in der Mitte des 20. Jahrhunderts untersucht. Bis heute ist die Wirkungsweise als Psychopharmakon noch nicht ausreichend erklärt. Es wird vermutet, dass eine antidepressive Wirkung von Lithium zusammenhängt mit der Förderung der Ausschüttung von Serotonin in den Synapsen. Es wird angenommen, dass eine antimanische Wirkung durch das Hemmen von dopaminergen Rezeptoren erfolgt.

Weitere Forschungen

Eine amerikanische Studie von 1990 beschreibt eine Verringerung von Selbstmorden und Straftaten bei erhöhtem Lithiumgehalt im Trinkwasser. Einen Zusammenhang von Steigerung der Lebenserwartung und erhöhtem Lithiumgehalt im Trinkwasser haben Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena 2011 beobachtet. Es handelt sich um Beobachtungen, die keine wissenschaftliche Beweiskraft besitzen. Bei Überdosierung steigt die Gefahr von schweren Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen deutlich an. Von einer Selbstmedikation wird dringend abgeraten und eine Einnahme nur in Abstimmung mit dem Arzt oder Heilpraktiker empfohlen.

Hinweis

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Lipase

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lipase
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Enzyme im Fettstoffwechsel

Lipasen sind wasserlösliche Enzyme, die im Fettstoffwechsel und damit in der Verdauung eine wichtige Rolle spielen. Sie spalten von Lipiden wie beispielweise Glyceriden oder Cholesterinestern freie Fettsäuren ab. Diesen Prozess nennt man Lipolyse.

Je nachdem wo sie vorkommen, werden verschiedene Formen von Lipase unterschieden.

Intrazelluläre Lipasen

Intrazelluläre Lipasen sind Bestandteil von Zellen. Sie kommen in den Lysosomen vor, deshalb werden sie lysosomale Lipasen genannt.

Extrazelluläre Lipasen

An der extrazellulären Membranseite von Endothelzellen im Fettgewebe und anderen Gewebearten befinden sich die Lioproteinlipasen. Sie spalten Fette auf, die im Blut an Lipoproteine gebunden sind. So bereiten sie sie zur Aufnahme in die Zelle auf.

In den exokrinen Drüsenzellen der Bauchspeicheldrüse wird die Pankreaslipase gebildet. Für ihre Funktion benötigt sie das Coenzym Colipase. Im Zwölffingerdarm vermag sie Nahrungsfette aufzuspalten in Fettsäuren, Glycerin, Monoglycerine und Diacylglycerine, eine Vorbereitung zur Aufnahme in die Zellen. Für die Fettverdauung ist Lipase daher unentbehrlich. Pankreaslipase ist außerdem beteiligt an der Umwandlung von Retinol und Fettsäuren und unterstützt die Vitamin A-Aufnahme.

Hinweis auf Entzündung

Wenn ein Abflusshindernis entsteht, zum Beispiel durch einen eingeklemmten Gallenstein oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), gelangt Pankreaslipase nicht in den Darm sondern ins Blut. Ein erhöhter Enzymspiegel kann daher möglicherweise auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) hinweisen.

Hinweis

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Lecithin (Soja Lecithin)

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lecithin
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Der Stabilisator

Lecithin ist ein natürlicher und fettähnlicher Stoff aus der Gruppe der Phospholipide. Es handelt sich genaugenommen um eine ganze Gruppe chemischer Verbindungen, den sogenannten Lecithinen. Lecithin oder Lecithine werden als Emulgator und Stabilisator in der Lebensmittelindustrie unter der Bezeichnung E322 verwendet und auch als Mehlbehandlungsmittel eingesetzt. Im menschlichen Körper erfüllt Lecithin zahlreiche wichtige Funktionen. Es wird im Körper durch Biosynthese teilweise hergestellt und ergänzend durch die Nahrung zugeführt.

Vorkommen

Lecithin ist als Begleitstoff in zahlreichen Fetten und Ölen enthalten, so beispielsweise in Eigelb, Hülsenfrüchten wie Lupinen und in Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl, Erdnussöl oder Rapsöl. Lecithin wird meist aus Sojabohnen hergestellt.

Funktion im Körper

Eine hohe Konzentration von Lecithin ist in der Leber, im Gehirn und in den Nervenzellen sowie in Lunge, Herz und Muskelgewebe vorhanden. Es übernimmt strukturbildende Aufgaben und ist Bestandteil der Zellmembranen. An der Weitergabe von Nervenimpulsen ist Lecithin beteiligt. Außerdem wird es in den Nerven und im Gehirn zu dem Nervenbotenstoff Acetylcholin umgewandelt, einem äußerst bedeutenden Transmitter.

Es ist am anabolen Lipidwechsel beteiligt und unterstützt den Aufbau und die Verteilung von Lipiden. Der Transport von Fetten und Cholesterin im Blut wird durch die Substanz unterstützt. In der Gallenflüssigkeit ist Lecithin beteiligt an der Fettverdauung (Fettstoffwechsel).

Hinweis

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Leberreinigung

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leberreinigung
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Diätisches Verfahren

Die sogenannte Leberreinigung wird auch als Gallenspülung bezeichnet. Bei diesem diätischen Verfahren sollen Gallensteine mit dem Stuhlgang abgeführt werden. Dazu wird eine Mischung aus Magnesiumsulfat, Olivenöl und Zitrussaft eingenommen, manchmal ergänzt durch weitere Zutaten. Nach der Einnahme treten häufig starke Bauchschmerzen und Durchfall auf. Anhänger dieser Anwendung betrachten es als Entgiftungsstrategie, die den Stoffwechsel in der Leber entlasten soll.  Eine Anwendung sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden.

Interessant zu wissen

Vielfach werden verklumpte Substanzen bei Leberreinigung ausgeschieden, die fälschlich für Gallensteine gehalten werden. Es handelt sich um grünliche und steinartige Gebilde, die durch Verseifung aus der verabreichten Mischung im Darm entstehen.

Hinweis

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Lactobazillus
(Lactobacillus acidophilus)

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Wichtiges Bakterium für die Darmgesundheit

Lactobazillus lautet der eingedeutschte Name des Lactobacillus, der zusammen mit anderen Bakteriengattungen zu den Milchsäurebakterien gehört. Wie der Name schon andeutet, können Milchsäurebakterien durch Gärung Milchsäure erzeugen.

Die Arten des Lactobazillus werden in der Lebensmittelindustrie für Milchprodukte verwendet und auch in der Bierspezialität Berliner Weiße. Durch die Besiedlung des menschlichen Magen-Darm-Traktes ab der kann der Lactobazillus viel Gutes für eine funktionierende Darmflora ausrichten.

Lactobazillus in der Darmflora

Lactobazillus ist ein natürlicher Bestandteil der gesunden Darmflora des Menschen und unterstützt das Immunsystem und die Verdauung. Der Darm mit seiner großen Oberfläche ist dem Angriff vieler Krankheitskeime ausgesetzt. Durch die Milchsäure wird das Milieu im Darm angesäuert, was für viele Krankheitserreger verdrängend wirkt. Gerade bei Durchfall und Blähungen kann oftmals Lactobazillus hilfreich wirken. Die Ansäuerung kann zudem impulsgebend auf den Ausscheidungsprozess wirken.

Zu den festen Darmsiedlern gehören Lactobacillus salivarius und Lactobacillus ruminis. Weitere Arten des stäbchenförmigen Lactobazillus können ebenfalls partiell auftreten.

Der Laktobazillus kann in der weiblichen Scheide beitragen, Krankheitskeime zu bekämpfen.

Hinweis

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Isoleucin | Leucin | Valin

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Die unentbehrliche Dreierbande

Isoleucin, Leucin und Valin machen rund die Hälfte der essentiellen Aminosäuren einer ausgewogenen Ernährung aus. Ihre Aufnahme durch die Nahrung ist wichtig, da der Körper sie nicht selbständig durch Biosynthese herstellen kann.

Diese drei Aminosäuren werden zusammengefasst zu der Gruppe der verzweigtkettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acid, abgekürzt BCAAs). Für einen gezielten Muskelaufbau sind diese Aminosäuren extrem wichtig. Rund ein Drittel der Muskelproteine bestehen aus diesen BCAAs. Im funktionierenden Muskel dienen sie als Energielieferanten und unterstützen den Proteinstoffwechsel.

Vielfältige biochemische Funktionen

Die höchste Konzentration von Isoleucin, Leucin und Valin findet man in den Muskeln, im Herzmuskel und den Skelettmuskeln, wo sie für den Stoffwechsel unentbehrlich sind. Sie sind für die Proteinsynthese bedeutsam, die immer besonders dann gefragt ist, wenn belastende Faktoren wie Stress, Krankheit oder körperliche Stress durch Sport auf den Körper einwirken. Isoleucin, Leucin und Valin werden deshalb auch vielfach als „Stress-Aminosäuren“ bezeichnet. Die Aminosäuren fördern die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse, um die Aufnahme von Glukose und Aminosäuren aus dem Blutkreislauf in die Muskelzellen anzuregen. Davon wird wiederum der Blutzuckerspiegel und die Energiegewinnung beeinflusst.

Die Stress-Aminosäuren werden nicht in der Leber verstoffwechselt wie viele andere Aminosäuren. Sie gelangen direkt in den Muskel oder ins Gehirn und sorgen dort für die Energiezufuhr.

Das Wachstumshormon Somatropin wird über Isoleucin angestoßen. Ohne Valin kommt das Wachstum zum Stillstand.

Insulin und Leucin

Insulin ist nicht nur beim Kohlehydratestoffwechsel beteiligt, sondern auch am Proteinstoffwechsel. Eine Insulinausschüttung wirkt sich positiv aus auf die Proteinbildung und verhindert Proteinabbau, zum Beispiel aus Muskeln. Nicht nur die Glucosekonzentration ist für eine Freisetzung des Insulins verantwortlich, sondern auch Aminosäuren sind beteiligt, insbesondere Leucin.

Über Leucin wurde bisher von den drei Aminosäuren am meisten geforscht.

Vorkommen

Isoleucin, Leucin und Valin kommen in zahlreichen Lebensmitteln vor. Gute Lieferanten für die essentiellen Aminosäuren sind Fleisch und Fisch sowie Nüsse und Hülsenfrüchte. Normalerweise wird der Bedarf an den BCAAs über die ausgewogene Ernährung gedeckt.

Ein erhöhter Bedarf an diesen BCAAs besteht in der Wachstumsphase, während Reduktionsdiäten oder in schlechter Ernährungssituation, bei extremen sportlichen Leistungen, Stress oder krankhaften Störungen der Nervenmuskulatur, chronischen Entzündungen, und anderen Krankheitsbildern. Dann kann es vorkommen, dass die Aufnahme über die Nahrung nicht ausreicht, insbesondere wenn diese wenig Eiweiße enthält.

Im Falle von zu wenig Vitalstoffen

Wenn der menschliche Organismus nicht ausreichend Kohlenhydrate zugeführt bekommt, greift er auf gespeicherte Glucose-Vorräte in den Muskeln und der Leber zurück. Bei einer Kohlenhydrate-armen Diät kann das schon nach kurzer Zeit eintreten. Da nicht alle Reserven sofort abgebaut werden, wird sich folgendes abspielen:

Eine Erzeugung von zusätzlicher Glucose setzt sein, damit die Energiezufuhr nicht abbricht. Das Gehirn braucht schließlich ständig große Mengen an Energie aus Glucose. Die roten Blutkörperchen benötigen ebenfalls große Energiemengen. Diesen Prozess der Glucose-Produktion nennt man Glocosegenese. Wenn die dazu notwendigen Aminosäuren Alanin und Glutamin nicht aus der Nahrung vorliegen, wird der Körper Muskelgewebe abbauen und daraus diese Aminosäuren umwandeln.

Ebenso wichtig für die Energiezufuhr sind die Ketokörper. Die Produktion der Ketokörper wird Ketogenese genannt. Auch hierfür sind Aminosäuren notwendig, vor allem Leucin und Lysin. Wenn diese Aminosäuren nicht verfügbar sind, werden Muskeln abgebaut, um aus ihnen diese Aminosäuren für die Ketogenese zu erhalten.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Leucin in ausreichender Menge aufzunehmen, damit der muskelabbauende Effekt nicht eintritt. Gerade bei Sportlern ist dieses Bewusstsein ausgeprägt.

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Gamma-Linolensäure (Omega-6 Fettsäure)

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Dreifach ungesättigte Fettsäure

Gamma-Linolensäure (18:3) findet man in der Literatur oftmals abgekürzt als GLA bezeichnet. Es handelt sich um eine dreifach ungesättigte Fettsäure. Sie wird vom menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure hergestellt. Sie kann außerdem über die Nahrung aufgenommen werden.

Gutes aus der Fettsäure

Gamma-Linolensäure kann einen positiven Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper nehmen und unterstützt das Immunsystem. Bei Neurodermitis wird Gamma-Linolensäure gern lindernd eingesetzt. Gamma-Linolensäure gilt als essentiell für das Gehirn und dort für die Nervenreizleitung. Ihr wird eine blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Natürliche Vorkommen

Die dreifach ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlichen Ölen enthalten wie beispielsweise Hanföl (drei Prozent) oder Nachtkerzenöl (10 Prozent). Sie ist Bestandteil des frischen Granatapfels in Saft und Frucht. Besonders konzentriert ist der Gehalt von Gamma-Linolensäure in Granatapfelsamenöl (60 Prozent), gefolgt von Borretschöl (20 Prozent). In geringem Maße enthält auch Hafer Gamma-Linolensäure.

Biosynthese

Im Körper entsteht aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure zunächst die Gamma-Linolensäure (GLA 18:3, Omega-6) durch Biosynthese. Ihre Kohlenstoffkette verlängert sich und bildet sich um zur Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA 20:3, Omega-6). Die DGLA wiederum ist die Vorstufe der entzündungshemmenden Arachidonsäure (22:4, Omega-6). Die körpereigene Umwandlungsrate von DGLA in Arachidonsäure ist nicht sehr groß und kann durch die Nahrung ergänzt werden.

Arachidonsäure wird in die Zellwände aller Körperzellen eingebaut und spielt eine Rolle für das Immunsystem. Wenn oxidative Prozesse eine Freisetzung der Arachidonsäure bewirken, kann damit ein gesteigertes Schmerzempfinden hervorgerufen werden.

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Lysin (L-Lysin)

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lysin
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Bezugsquelle: L-Lysin & L-Prolin Complex (125mg / Kapsel)

Unentbehrliche Aminosäure

Lysin (abgekürzt Lys oder K) ist eine proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure. Sie gehört zu den essentiellen Aminosäuren, das bedeutet, dass sie durch die Nahrung aufgenommen werden muss, da sie im Köper nicht gebildet werden kann. Gemeint ist stets die L-Form der Aminosäure, das sogenannte L-Lysin.

Vorkommen

Lysin ist nicht als freies Lysin in Lebensmitteln enthalten, sondern gebunden in Eiweißen. Tierische Eiweiße sind dabei ergiebiger als pflanzliche Eiweiße. Lysin-Lieferanten sind Fleisch und Fisch, Milch und Eier, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte.

Biochemische Funktionen

Lysin ist im menschlichen Organismus an der Biosynthese von Kollagen und Elastin beteiligt, Bestandteile von Haaren, Haut, Zähnen, Knochen und Sehnen. Es wirkt mit beim Hormonstoffwechsel und dem Stoffwechsel von Knochen und Calcium. Unter anderem unterstützt Lysin die Aufnahme von Calcium im Darm und die Einlagerung in den Knochen. Gerade für Kinder in der Wachstumsphase ist Lysin ein wesentlicher Biobaustein. Für das Wachstum spielt Lysin eine erhebliche Rolle.

Damit das Immunsystem auf Virusinfektionen reagieren kann werden Antikörper, Enzyme und Hormone benötigt, an denen Lysin beteiligt ist. Lysin unterstützt die Stickstoffbilanz mit der Förderung der Carnitin-Produktion. Lysin wird ein positiver Einfluss auf depressive Stimmungen nachgesagt.

Osteoporose

Durch die Beteiligung an Calciumaufnahme und Einlagerung in den Knochen besitzt Lysin auch ein Einflusspotential bei Osteoporose (Knochenschwund).

Medizinische Anwendung

Möglicherweise vermag Lysin die Substanz Arginin zu hemmen. Da Arginin die Reproduktion von Herpesviren begünstigt, wird diese angenommene Eigenschaft von Lysin medizinisch zur Therapie und Prophylaxe von Herpes Simplex Labialis eingesetzt.

Lysinmangel

Wird der Organismus nicht ausreichend mit der essentiellen Aminosäure versorgt, kann es zu Mangelerscheinungen kommen wie Wachstumsstörungen und Beeinträchtigung der Immunabwehr, Konzentrationsschwäche oder Schwindelgefühle.

Achtung

Bei Patienten mit Nierenproblemen oder Gallensteinen werden hohe Lysin-Dosierungen nicht empfohlen. Eine Einnahme sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

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