Archiv der Kategorie: G

Besenginster (Cytisus scoparius)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

besenginster
© M. Schuppich – fotolia.com

Goldgelb und genügsam

Besenginster (Cytisus scoparius) gehört trotz seines Namens nicht zu den Ginstern sondern zu einer Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) aus der Gattung des Geißklees (Cytisus). Im Volksmund wird der winterkahle Strauch auch Besenstrauch genannt. Im Mai und Juni bildet er goldgelbe Blüten aus, die zu Hülsenfrüchten heranwachsen. Als Rohboden-Pionier wächst der schnellwüchsige Strauch auf stickstoffarmen, sandigen oder steinigen Böden.

Giftigkeit

Achtung, Besenginster ist giftig in allen Pflanzenteilen.

Medizinische Wirksamkeit

In der Volksheilkunde ist Besenginster als harntreibendes Mittel bekannt. Darüber hinaus wird die Heilpflanze für die Therapie von niedrigem Blutdruck eingesetzt. Wirksame Inhaltsstoffe sind Chinolizidinalkaloide (darunter Spartein und Lupanin), biogene Amine (beispielsweise Dopamin und Tyramin), Flavonoide (beispielsweise Scoparin und Astragalin) sowie ätherisches Öl in den Blüten und Lectine in den Samen. Insbesondere der Alkaloidgehalt ist für die kreislaufregulierende Wirkung verantwortlich.

Da der Sparteingehalt von Pflanze zu Pflanze stark schwanken kann, werden pflanzliche Präparate aus Besenginster bevorzugt, die einen standardisierten Wirkstoffgehalt besitzen.

Dekorative Zutat in Tees

Die Blüten werden als Schmuckdroge in Teemischungen eingesetzt. Da sie einen niedrigen Sparteingehalt besitzen, haben diese Teemischungen keinen medizinischen Vorteil aber werde als unbedenklich eingestuft.

Achtung

Besenginster sollte nicht bei hohem Blutdruck oder Schwangerschaft eingesetzt werden. Die Einnahme sollte in Abstimmung mit dem Therapeuten oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Glycin (E 640)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

glycin
© vladimirfloyd – fotolia.com

Bestandteil fast aller Proteine

Glycin(Glyzin, Glykoll, abgekürzt auch Gly) ist eine proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure, die im menschlichen Organismus synthetisiert werden kann. Daher gehört sie nicht zu den essentiellen Aminosäuren, die ausschließlich über die Nahrung zugeführt werden müssen. Als Bestandteil von fast allen Proteinen spielt es eine wichtige Rolle im menschlichen Stoffwechsel.

In vielen Lebensmitteln enthalten

Glycin ist ein Baustein zahlreicher Proteine (Eiweiße). Es kommt in natürlicher Form in vielen eiweißhaltigen pflanzlichen wie tierischen Lebensmitteln vor. Zusätzlich wird die Aminosäure von der Lebensmittelindustrie unter der Bezeichnung E 640 vielen Lebensmitteln als Geschmacksverstärker beigesetzt, beispielsweise in Süßstofftabletten oder für längere Haltbarkeit bei Schinken oder Marzipan.

Bedeutsam für Erbsubstanz

Glycin entsteht im Körper unter anderem aus der Aminosäure Serin. Bei diesem biochemischen Vorgang werden zusätzlich Vorstufen von Thymin-Nukleotiden freigesetzt, ein Bestandteil der Erbsubstanz (DNA) des Menschen. Glycin unterstützt außerdem weitere Bausteine der Erbsubstanz, die Purine.

Wirkt im Zentralnervensystem

Glycin fungiert als häufigster Botenstoff (Neurotransmitter) im zentralen Nervensystem im Rückenmark sowie im Hirnstamm. Es ist unter anderem stark beteiligt an der Muskelaktivität. Es transportiert über den Glycinrezeptor Informationen von Zelle zu Zelle als inhibitorischer Signalstoff. Das bedeutet, dass die jeweils nachfolgende Zelle in ihrer Aktivität gehemmt wird, zum Beispiel bei Muskelkontraktionen kann das wichtig sein.

Die Bedeutung wird klar, wenn die Produktion von Glycin unterdrückt wird. Das geschieht beispielsweise bei der Krankheit Tetanus (Wundstarrkrampf). In der Folge können Muskeln so verkrampfen, dass die Krankheit bei Nichtbehandlung zum Tod führen kann. Ein ähnlicher Effekt tritt durch Strychnin ein, das als Rattengift bekannt ist. Die Freisetzung von Glycin wird unterdrückt, es kann die Hemmung der Muskelaktivität nicht durchführen und es kommt zu lebensbedrohlichen Krämpfen.

Biochemischer Grundstoff

Glycin ist zusammen mit Arginin an der Bildung von Energiespeichern im Muskel, dem Kreatin beteiligt. Es dient auch zur Biosynthese von Glutathion und unterstützt so das Immunsystem. Für die Sauerstoffversorgung durch das Blut ist Glycin bei der Produktion von Häm wichtig, der im Blutfarbstoff Hämoglobin Sauerstoff in die Zellen transportiert. In der Verdauung spielt Glycin durch die Beteiligung an der Produktion von Gallensäure eine Rolle.

Die Aminosäure Glycin macht zu rund einem Drittel das Strukturprotein Kollagen aus. Es stabilisiert Bindegewebe, Knochen, Haut und Zähne.

Therapeutischer Nutzen

Glycin kann positiv auf den Blutzuckerspiegel wirken, indem es die Freisetzung von Glucagon unterstützt. Die Aminosäure kann positiven Einfluss nehmen bei Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Gicht.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Glutathion (reduziert)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

glutation

In allen Körperzellen einsatzbereit

Glutathion ist ein atypisches Tripeptid. Es besteht aus den Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin. Diese Bindung gilt als untypisch, weil sie biochemisch unabhängig von der Proteinsynthese stattfindet.

In allen Körperzellen ist Glutathion enthalten. Der Körper kann Glutathion synthetisieren, es kann auch zusätzlich über die Nahrung zugeführt werden. Eine besondere Bedeutung nimmt es für die Erythrozyten ein, die roten Blutkörperchen.

Sauerstoffzufuhr gewährleisten

In den Erythrozyten, den roten Blutkörperchen, schafft es die Voraussetzung für eine funktionierende Sauerstoffaufnahme. Es reduziert Methämoglobin, das keinen Sauerstoff mehr abgeben kann, weil sein zweiwertiges Eisenatom durch Oxidation dreiwertig blockiert ist, wieder zurück zum Blutfarbstoff Hämoglobin. Damit ist der Sauerstofftransport wieder gewährleistet.

Antioxidative Eigenschaften im Zellschutz

Beim Zellschutz wirkt es gegen freie Radikale, die bei oxidativem Stress entstehen. Reaktive Sauerstoffverbindungen können durch die Glutathion reduziert werden und die Körperzellen vor Schädigung bewahrt werden. Als starkes Antioxidans neutralisiert Glutation die Wirkung freier Radikale und bewahrt den Organismus vor Degenerationserkrankungen.

Beim Zellschutz wird die reduzierende Verbindung von Glutathion eingeschränkt, wenn nicht ausreichend Coenzym NADPH vorhanden ist.

Biochemische Funktionen

Die Substanz gilt als Hauptstoff des reaktiven Pools. Es ist beteiligt an der Taurinsynthese  und bildet eine Cystein-Notreserve. Glutathion hat wichtige Funktionen für die Biotransformation schädlicher Stoffe im menschlichen Organismus. Reaktive Stoffe, die eine Verbindung mit Glutathion eingehen, sind oftmals besser wasserlöslich und können auf diese Weise über die Niere mit dem Urin ausgeschieden werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Glukosamin

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

glukosamin
© VadimGuzhva, © pixdesign123 – fotolia.com

Baustoff im Muskel-Skelett-System

Glukosamin (2-Amino-2-desoxy-α/β-D-glucopyranose) ist ein körpereigener Aminozucker, ein sogenanntes D-Glucosamin. Er ist ein Baustoff im Knorpel und in der Gelenkflüssigkeit sowie Bestandteil des Bindegewebes.

Glukosamin ist ein natürlicher Bestandteil der Gerüstsubstanz bei Krusten- und Schalentieren, wie beispielsweise Krebsen (Chitin).

Die Gelenkschmiere

Als Grundstoff für Knorpel, Bänder und Gelenke besitzt Glukosamin für den Menschen eine Bedeutung für den Aufbau des Muskel-Skelett-Systems, insbesondere des Gelenkstruktur mit Bändern und Sehnen. Der Vitalstoff spielt eine Rolle für die Elastizität der Knorpel und sorgt dafür, dass sie feucht und geschmeidig gehalten werden. Außerdem ist er in der Gelenkflüssigkeit enthalten. Deshalb wird der Wirkstoff im Zusammenhang mit „Gelenkschmiere“ immer wieder genannt. Glukosamin ist beteiligt an der Regeneration der Knorpel und trägt dazu bei, die Funktion der Bandscheiben zu unterstützen.

Der Nährstoff kann das Wachstum von Finger- und Fußnägeln beinflussen. Es wird für den Aufbau der Blutgefäße benötigt.

Mit fortschreitendem Alter nimmt die Eigenproduktion von Glukosamin im Darm ab.

Therapeutischer Einsatz

Therapeutisch wird Glukosamin gegen Kniegelenkarthrose eingenommen. Häufig wird es kombiniert mit Chrondroitin.

Als Baustoff von Knorpeln hat der Aminozucker für den Knorpelschutz eine positive Wirkung gezeigt, ebenso wie beim Gelenkaufbau. Bei Symptomen von Gelenkschmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit oder Osteoarthritis wird Glukosamin gerne als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Es liegt meist als Glucosaminsulfat in Pulverform vor.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Gamma-Linolensäure (Omega-6 Fettsäure)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

borretschoel
© silencefoto, © Maruba – fotolia.com

Dreifach ungesättigte Fettsäure

Gamma-Linolensäure (18:3) findet man in der Literatur oftmals abgekürzt als GLA bezeichnet. Es handelt sich um eine dreifach ungesättigte Fettsäure. Sie wird vom menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure hergestellt. Sie kann außerdem über die Nahrung aufgenommen werden.

Gutes aus der Fettsäure

Gamma-Linolensäure kann einen positiven Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper nehmen und unterstützt das Immunsystem. Bei Neurodermitis wird Gamma-Linolensäure gern lindernd eingesetzt. Gamma-Linolensäure gilt als essentiell für das Gehirn und dort für die Nervenreizleitung. Ihr wird eine blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Natürliche Vorkommen

Die dreifach ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlichen Ölen enthalten wie beispielsweise Hanföl (drei Prozent) oder Nachtkerzenöl (10 Prozent). Sie ist Bestandteil des frischen Granatapfels in Saft und Frucht. Besonders konzentriert ist der Gehalt von Gamma-Linolensäure in Granatapfelsamenöl (60 Prozent), gefolgt von Borretschöl (20 Prozent). In geringem Maße enthält auch Hafer Gamma-Linolensäure.

Biosynthese

Im Körper entsteht aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure zunächst die Gamma-Linolensäure (GLA 18:3, Omega-6) durch Biosynthese. Ihre Kohlenstoffkette verlängert sich und bildet sich um zur Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA 20:3, Omega-6). Die DGLA wiederum ist die Vorstufe der entzündungshemmenden Arachidonsäure (22:4, Omega-6). Die körpereigene Umwandlungsrate von DGLA in Arachidonsäure ist nicht sehr groß und kann durch die Nahrung ergänzt werden.

Arachidonsäure wird in die Zellwände aller Körperzellen eingebaut und spielt eine Rolle für das Immunsystem. Wenn oxidative Prozesse eine Freisetzung der Arachidonsäure bewirken, kann damit ein gesteigertes Schmerzempfinden hervorgerufen werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Gadoleinsäure
(Omega-9-Fettsäure)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

leindotteroel
© Printemps – fotolia.com

Natürliche Vorkommen

Gadoleinsäure (chemischer Name: 11Z-Eicosensäure, Lipidname: 20:1 (ώ-9)) ist eine langkettige, einfach gesättigte Fettsäure aus 20 Kohlenstoffatomen. Gadoleinsäure gehört zu den wertvollen Omega-9-Fettsäuren und ist nicht so leicht aus Lebensmitteln zu bekommen. Da Fettsäuren verschiedene Kettenlängen besitzen, wird das letzte Kohlenstoffatom als ώ (Omega) ausgewiesen, um anzuzeigen, dass es das letzte ist, so wie Omega der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Die Omega-9-Fettsäuren haben ihre Doppelbindung an der neunten Position vom Omegaende aus gezählt.

Gadoleinsäure ist als natürliche Fettsäure in Fischölen und verschiedenen pflanzlichen Ölen wie Weizenkeimöl (ein Prozent) enthalten. Mehr davon enthalten Rapsöl und Senföl (ca. drei Prozent) und in sehr viel höherer Konzentration liegt sie vor in Leindotteröl (Camelina sativa, 15 bis 20 Prozent) und Jojobaöl (Simmondsia Chinensis, 70 Prozent).

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren (Monoensäuren) mit nur einer instabilen Verbindungsstelle in der Molekülkette werden im Organismus benötigt für die Elastizität der Zellmembranen. Sie sind außerdem am Stoffwechsel beteiligt und senken den Cholesterinspiegel. Der Organismus ist in der Lage, einfach ungesättigte Fettsäuren selbständig herzustellen.

Ungesättigte Fettsäuren haben bei Raumtemperatur flüssige Form. Sie können die Aufnahme von Stoffen in tiefere Hautschichten befördern und unterstützen die Wasseraufnahme und Elastizität der Haut. Aus diesem Grund werden sie gerne bei Kosmetika eingesetzt.

Die häufigste ungesättigte Fettsäure heißt Ölsäure. Enthalten ist Ölsäure in kaltgepresstem Olivenöl, Rapsöl und Erdnussöl, in verschiedenen Nüssen und der Avocado.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Kolloidales Gold

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

gold
© Crashoran, © SusaZoom – fotolia.com

Bezugsquelle: Kolloidales Gold

Sonnen Metall

Wie die positive Kraft der Sonne sich heilsam auf unsere Psyche, Kreativität und Lebensfreue auswirkt, so kann auch Gold auf die wichtigsten biologischen Funktionen des Organismus wirken. Winzige Goldpartikel der Reinheitsstufe 99,9% in energetisiertem Reinstwasser machen dies möglich.

Zwerge können Blockaden lösen

Kolloidales Gold besteht aus elektrisch geladenen Nanopartikeln. Vom griechischen nános, der Zwerg, bewegt sich die Größe um ein Milliardstel Meter (10-9 m). Aufgrund ihrer Ladung sinken sie nicht ab, sondern schweben im Wasser. Mit der oralen Einnahme von Gold gelangen diese Winzlinge über den Magen-Darm-Trakt in jeden Bereich des Körpers und können dort den Energiefluss anregen und Blockaden lösen. Die Goldpartikel werden nach einiger Zeit wieder ausgeschieden.

Komplexes System

Der menschliche Körper ist ein kompliziertes Zusammenspiel aus elektrischen Verknüpfungen. Die Nervenzellen kommunizieren untereinander. Reize und Informationen werden über Synapsen weitergeleitet. Je besser diese Kommunikation läuft, den man mit einem Energiefluss vergleichen kann, desto besser arbeitet unser Körper in allen Funktionen.

Auf Zellebene aktiv

Goldkolloide fördern die interagierenden Kräfte zwischen den Zellen. Wenn der Informationsfluss funktioniert, können die biologischen Schaltzentralen (Synapsen) besser arbeiten: die Zellregeneration läuft an. Kolloidales Gold wird deshalb auch als „Verjüngungsmittel“ bezeichnet. Je besser dieser Energiefluss zwischen den Nervenzellen funktioniert, desto besser können unsere Sinnesorgane arbeiten. Kolloidales Gold kann seine aktivierende Wirkung im ganzen Körper entfalten.

Blut-Hirn-Schranke

Winzig klein zu sein hat einen entscheidenden Vorteil, wenn man die Blut-Hirn-Schranke überwinden will. Goldkolloide schaffen es spielend im Gehirn Denkprozesse zu fördern, Geschicklichkeit zu verbessern und die Konzentration zu stärken.

Die Ursache vieler Beschwerden ist ein gestörter Energiefluss innerhalb der Zellen. Die Voraussetzung für ein gesundes und aktives Leben ist Energie aus der Zelle. Diese wird im Kraftwerk der Zelle (Mitochondrium) erzeugt. Bei regelmäßiger Einnahme von Kolloidalem Gold wird der elektrische Leitfluss des gesamten Organismus erhöht. Aktivität und Ausgeglichenheit, verbesserter Schlaf und erhöhte Leistungsfähigkeit können sich wieder einstellen.

Wichtiges Spurenelement

Gold ist dem menschlichen Körper als Spurenelement wohl bekannt. In seiner kolloidalen Form kann es dazu beitragen die Gehirnfunktionen erheblich zu steigern. Pilotstudien zum Intelligenzquotienten vor und nach 3 monatiger Einnahme von Kolloidalem Gold zeigen einen Anstieg des IQ von 20%.

Gold Stimmung

Kolloidales Gold stimuliert die Produktion endorphinartiger Hormone, die für gute Stimmung und Glücksgefühl sorgen können.

Erhöhte Leitfähigkeit der DNS

Die DNS trägt unsere Erbinformation, das gesamte genetische Lebensprogramm einer Zelle. Durch elektrochemische Vorgänge kann die DNS auf Molekularebene beeinflusst werden. Kolloidales Gold erhöht nämlich die Leitfähigkeit der DNS. Zahllose Zellschäden, die allein durch unseren Stoffwechsel entstehen, können so besser und schneller durch das körpereigene Reparatursystem behoben werden.

Starke Radikalfänger: SOD und Gluthation

Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die bei oxidativem Stress entstehen. Hauptsächlich durch Umweltgifte, denen der Mensch kaum ausweichen kann, aber auch Verletzungen oder Sonnenbrand können oxidativen Stress verursachen. Freie Radikale schädigen die Zellmembranen und sogar das Erbgut von Zellen. Die Dauerbelastung durch freie Radikale ist die Ursache vieler Beschwerden wie Leistungsabfall, chronische Müdigkeit, Rheumatismus, Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes, ADHS, Herz-Rhythmus-Störungen, Arthritis bzw. Arthrose, erhöhter Cholesterinspiegel, vorzeitige Alterungserscheinungen oder sogar Krebs.

Kolloidales Gold stimuliert die Produktion zweier starker Radikalfänger. Als starke Antioxidantien neutralisieren sie die Wirkung freier Radikale.
Glutation reduziert reaktive Sauerstoffverbindungen und bewahrt so die Körperzellen vor Schädigung. Bei entscheidenden Stoffwechselvorgängen ist Glutation beteiligt: So zum Beispiel bei der Zellentgiftung, der Hemmung von Entzündungsherden oder der Reparatur von DNS-Schäden.
SOD, das Methusalem-Enzym, wehrt Superoxide ab. So werden die häufigsten und gefährlichsten freien Radikale bezeichnet. Dieser Zellschutz wird aber nicht immer in ausreichender Menge vom Körper produziert. Kolloidales Gold regt die Bildung dieses Enzyms an.

Wirkung

  • Energie- und Leistungsfähigkeit
  • Zellen erhalten erhöhte Leitfähigkeit
  • Antioxidans
  • Entzündungshemmend
  • Schöne Haut und Bindegewebe
  • Unterstützt die Behandlung rheumatischer Erkrankungen

In der Regel entfaltet Kolloidales Gold seine volle Wirkung nach Wochen oder soga erst Monaten. Die Einnahme ist also auf längere Zeit angelegt und die Wirkung kann je nach Veranlagung unterschiedliche ausfallen. Bei den meisten Menschen strafft sich die Haut, die Konzentrationsfähigkeit steigt und die Vitalität und Lebensfreude nimmt zu.

Bitte nicht selbst herstellen

Anleitungen zum selbst herstellen von kolloidalem Gold (etwa aus dem Internet) sind mit Vorsicht zu genießen. Es wird behauptet, man könne Kolloidales Gold mit destilliertem Wasser selbst herstellen. Die Herstellung ist jedoch nicht so einfach, wie dort beschrieben. Entscheidend sind drei Dinge.
Herstellungsprozess: Zur Herstellung empfiehlt Urs Buergi das „constant-current-Verfahren“. Das ist ein Elektrolyseverfahren, bei dem der Stromfluss permanent elektronisch überprüft und stabil gehalten wird. Nur bei diesem Verfahren entstehen äußerst kleine Teilchen in der Größe von 5 bis 15 Atomen.
Gold: Der Rohstoff sollte mit 99,9% der höchsten Reinheitsstufe entsprechen. Dieses sogenannte Feingold ist die Bezeichnung für chemisch reines Gold. Es wird mit 1000/1000 Promille angegeben.
Wasser: Wasser hat ein Gedächtnis und speichert nicht nur positive sondern auch sämtliche negativen Informationen. Giftige Dünge- und Pflanzenschutzmittel, chemische Arzneimittel und alle bekannten Umweltgifte. Zur Reinigung des verwendeten Wassers empfiehlt Urs Buergi ein Drei-Stufen-Verfahren, das aus Aktivkohlefilter, einem Umkehr-Osmose-Gerät und schließlich einen Ionenaustauscher besteht. Nach einer solchen gründlichen Reinigung hat das Wasser hat eine Restverschmutzung von nur noch 0,1 bis 0,4 microsiemens. (Zum Vergleich: medizinisches Wasser zur Herstellung von Medikamenten und Injektionslösungen hat eine Restverschmutzung von 1 bis 4 microsiemens)

Partikelgröße entscheidend

Die Größe der Partikel je nach Herstellung durch Elektrolyse, chemisch oder gemahlen, kann von einem bis zehn Nanometer reichen. Die Silberteilchen werden mit elektrischer Ladung versehen und in destilliertem Wasser angereichert. Dabei halten sich die elektrisch geladenen Kolloidpartikel gegenseitig in der Schwebe. Durch Lichteinwirkung kann die Ladung der Teilchen verloren gehen.

Die Goldkonzentration wird bei kolloidalem Gold in ppm (parts per million) angegeben. Je länger die Elektrolyse arbeitet, desto höher sind die ppm. Es sind Produkte von 1 ppm – 8 ppm im Handel.
Urs Buergi empfiehlt Kolloidales Gold der Konzentration 8 ppm zu kaufen. Diese Konzentration hat sich bewährt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kolloidalem Gold sind nicht bekannt. Ebenso keine allergene Stoffe.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

Sibirischer Ginseng (Taigawurzel)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

ginseng
© axway – fotolia.com

An die Situation anpassen

Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus senticosus) ist eine Arzneipflanze aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Es handelt sich um einen dornigen Strauch, der in China, Japan, Korea und dem östlichen Russland verbreitet ist. Er wird auch Taigawurzel genannt.

Anwendung

Verwendet werden die unterirdischen Teile der Taigawurzel. Sie sind bei Apotheken und Drogerien als geschnittene und getrocknete oder auch im Ganzen getrocknete Taigawurzel erhältlich.

Wirkung

Taigawurzel gilt als antiviral und nimmt positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Ihr wird eine stimulierende und tonisierende Wirkung attestiert. In Untersuchungen wurde eine leistungssteigernde Wirkung beobachtet werden und die Widerstandsfähigkeit gegen Müdigkeit wurde verbessert. Als Tonikum kann es in der Rekonvaleszenz oder bei Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche angewendet werden.

Anpassungsfähig

Taigawurzel wird in der Alternativmedizin als adaptogene Heilpflanze eingesetzt, die dem Immunsystem helfen soll, sich auf eine Stresssituation einzustellen und sich ihr anzupassen. Dadurch soll diversen Krankheiten vorgebeugt werden und ein positiver Effekt für das Wohlbefinden und die Gesundheit ausgelöst werden.

Inhaltsstoffe

In sibirischem Ginseng sind als Hauptwirkstoff Eleutheroside enthalten, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen: In erster Linie handelt es sich um Triterpensaponine und Phenylpropane. Außerdem um Lignane wie beispielsweise Eleutherosid B4 und Eleutherosid E, Cumarine, und das Sterol Eleutherosid sowie neutrale Glucane, Betacarotin, Vanillin und Vitamin E.

Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Insbesondere wird über eine Wechselwirkung mit Insulinen, Barbituraten, Antidiabetika und Antikoagulantien berichtet. Bei Bluthochdruck sollte sibirischer Ginseng nicht zu Anwendung kommen.

In der Schweiz ist seit 2009 ein Präparat von Swissmedic zugelassen, das den Wurzeltrockenextrakt Eleutherococci radicis extractum ethanolicum siccum enthält.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Süßholzwurzel
(Glycyrrhiza glabra)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

suessholz
© eyewave – fotolia.com

So schmeckt Lakritz

Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Süßholzwurzel wird seit der Antike als wirksames Heilmittel geschätzt. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Süßholzwurzel als Tonikum für das Herz und als Heilmittel gegen Erkältungen und Hautunreinheiten. Süßholzwurzel wird als Synonym für Lakritze verwendet.

Seit der Antike beliebt

Die heute bekannte Süßigkeit entstand erst 1760, als der Apotheker George Dunhill Lakritze mit Zucker versetzte und war von da an sehr beliebt. Heute werden neben Zucker auch Gelatine, Stärke, Pektin oder Agar beigesetzt und mit Fenchelöl, Anis oder Salmiak aromatisiert. In Deutschland dürfen Lakritzprodukte ohne einen Warnhinweis nicht mehr als 2 Prozent Salmiak enthalten.

Inhaltsstoffe

Hauptwirkstoff in Lakritz ist Glycyrrhizin. Es handelt sich dabei um ein Glukosid mit der 50-fachen Süßkraft von Rohrzucker. Des weiteren sind Glykoside wie Glabinsäure und Oleanolsäure enthalten sowie zahlreiche Flavonoide und Isoflavone. Neben Polysacchariden befinden sich Aromastoffe im Lakritz wie Cumarine, Anethol und Geraniol.

Wirkung

Die Glycyrrhizinsäure hat auswurffördernde und schleimlösende Eigenschaften und Lakritz wird daher bei Husten und Bronchialkatharren eingesetzt. Die nachgewiesene antibakterielle und antimykotische Wirkung im Süßholzwurzelextrakt trägt zur Heilwirkung bei.

Eine antivirale Wirkung bei Hepatitis A und Hepatitis C ist bekannt. In Zellkulturen hat Süßholzzucker offenbar in hohen Dosen die Bildung von Eiweißes des Herpesvirus blockiert.

Die krampflösende und entzündungshemmende Wirkung von Lakritz ist aus klinischen Untersuchungen belegt, die Wirkungsweise noch nicht genau erforscht. Präparate aus Süßholz werden gegen Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und Magengeschwüre eingesetzt.

Bei zu hoher Dosierung kann Lakritz zu Bluthochdruck, Ödemen und Kopfschmerzen führen. Die Einnahme sollte in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Gelatine (Kapselhülle)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

gelatine
© nimon_t – fotolia.com

Gelatine als Kapselhülle

Gelatine ist die häufigste Art, Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel in genauer Dosierung abzufüllen. Es gibt Kapseln zur oralen Einnahme aber auch Kapseln zur rektalen oder vaginalen Anwendung. Vorteile sind sichere Dosierung, eine übersichtliche Einnahmeplanung und die trockene, lichtgeschützte Aufbewahrung.

Gelatinekapseln bieten viele Vorteile

Die Kapseln lösen sich erst im Magen auf und können so ihre Wirkstoffe nach und nach abgeben. Wenn die Inhaltsstoffe erst im Darm aufgenommen werden sollen, kann die Kapsel magensaftresistent aufgebaut werden. Das sorgt dafür, dass die Inhaltsstoffe dort aufgenommen werden, wo sie gebraucht werden oder besonders gut absorbiert werden können. Gelatine ist geschmacksneutral und beeinflusst die Füllung nicht.

Unterschiedliche Kapselmodelle für verschiedene Zwecke

Es existieren Kapselhüllen aus Hartgelatine, Weichgelatine und Methylcellulose. Sie werden zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt.

Was ist Gelatine?

Gelatine besteht aus Eiweiß und ist absolut fettfrei. Sie wird aus dem Kollagen von Tieren gewonnen, meist Rindern, Schweinen aber auch Geflügel und Fischen. Sie wird in vielen Speisen als Verdickungsmittel oder Geliermittel eingesetzt. Für Diabetiker ist es wichtig, dass die Gelatinekapseln fast kalorienfrei sind. Der Wasseranteil beträgt je nach Härte rund 15 Prozent. Bei hoher Temperatur verflüssigt sich Gelatine.

Hartgelatinekapseln

Kapselhüllen aus Hartgelatine werden standardmäßig in acht verschiedenen Größen vorgehalten. Die Hülle kann transparent oder gefärbt sein, beispielsweise um den Inhaltsstoff vor Licht zu schützen. Sie enthalten meist eine Füllung aus Pulver, Granulaten oder Extrakten. Die Steckkapsel wird durch einen Rillen-Nocken-Mechanismus geschlossen und dann verklebt oder verschweißt.

Weichgelatine als Kapselhülle

Nichts ist so schwierig, wie Flüssigkeiten schonend zu transportieren, ohne dass sie verdunstet oder verunreinigt wird, das Transportmittel beim Herunterfallen in Scherben geht oder sich sein Verschluss ungewollt öffnet. Die Natur hat sich als ideale Form das Ei einfallen lassen. Kapselhüllen für Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel sind meist eiförmig diesem natürlichen Modell nachgebildet, um ihren Inhalt optimal zu schützen.

Weichgelatine wird verwendet um flüssige Inhalte aufzunehmen wie beispielsweise Öle. Damit die Kapseln nicht brüchig werden, wird der Gelatinemantel weicher und ein wenig dicker geformt als bei Hartgelatinekapseln. Auch werden sie durch Weichmacher wie Glycerol oder Sorbitol geschmeidig gehalten, damit sie nicht austrocknen. So bieten sie eine dichte Ummantelung flüssiger Inhaltsstoffe.

Weichgelatinekapseln setzen ihre Inhaltsstoffe nach und nach frei, da der Mantel sich langsam auflöst. Wenn gewünscht ist, dass sich die Kapsel nicht schon im Magen auflöst, kann die Kapsel einen magensaftresistenten Überzug erhalten. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe in den Darm, wo sie nach und nach freigesetzt werden. Magensaftresistente Kapseln werden als enterisch bezeichnet, von griech. enteron, Darm.

Kapselhüllen für Vegetarier und Veganer

Da Gelatine aus tierischen Produkten gewonnen wird, wurde für Vegetarier und Veganer eine Kapselhülle ohne tierische Zusatzstoffe entwickelt, sogenannte Vegicaps. Die Ummantelung für die Inhaltsstoffe erfolgt hier aus pflanzlichem Verdickungsmittel. Auf Packungsbeilagen werden diese Kapselhüllen als „gelatinefrei“ gekennzeichnet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.