Archiv der Kategorie: B

Bockshornklee
(Fenugreek)

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bockshornklee
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Gesunde Haare, Potenz und Vitalwirkstoffe

Der Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) aus der Familie der Hülsenfrüchtler gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Der lateinische Name foenum-graecum bedeutet griechisches Heu. Die Heilpflanze ist unter zahlreichen Trivialnamen im Volksmunde bekannt wie feine Grete, Stundenkraut, Rehkörner, Hirschwundkraut oder Kuhhornklee u.a.

In der Pflanzenheilkunde wird der aromatisch duftenden Pflanze von alters her eine große Bedeutung zugeschrieben. Nach und nach bestätigen wissenschaftliche Ergebnisse das jahrtausendealte Wissen. Schon dem Propheten Mohammed wird der Spruch nachgesagt, dass wenn die Leute wüssten, welche Heilkraft der Bockshornklee besitzt, sie ihn „in Gold aufgewogen würden“.

Seit der Eisenzeit im Einsatz

Bockshornkleesamen sind aus eisenzeitlichen Funden in menschlichem Gebrauch archäologisch nachweisbar. In der ägyptischen Heilkunst wurde die Pflanze zur Geburtshilfe eingesetzt und spielte auch eine lithurgische Rolle. Schon 721 v. Chr. wird Bockshornklee im Kräutergarten des babylonischen Königs Marduk-apla-iddina II erwähnt. In den mittelalterlichen Klöstergärten wurde das Heilkraut von den Benediktinermönchen angebaut und Hildegard von Bingen war der Bockshornklee als Heilmittel gegen Hautkrankheiten bekannt.

Nahrungs- und Futterpflanze

Als Futterpflanze wird Bockshornklee im Nahen Osten, Afrika und Spanien angebaut. Er gilt darüber hinaus in Indien als beliebtes Gewürz und seine Samen und getrockneten Blätter sind Hauptbestandteil des Currypulvers.

Gesund und frisch

Die Samen können frisch genossen werden, spielen als Brot- und Käsegewürz eine Rolle oder liefern als Sprossen gezogen eine gesunde Beigabe zu Salaten oder essbare Dekoration. Die Blätter ergeben einen leckeren Salat mit viel Eisen, das die Blutbildung unterstützt. Die Bitterstoffe enthalten Trigofoenoside und unterstützen die Bildung der Verdauungssäfte.

Natürliche Wirkstoffe

Der Inhaltsstoff Histidin soll Leberschädigungen verringern. Der Wirkstoff Diosgenin kann möglicherweise positive Effekte bei Dickdarmkrebs entwickeln. Im Öl aus Bockshornkleesamen stecken wertvolle Inhaltsstoffe wie die Triglyceride Linolensäure, Palmitinsäure, Linolsäure und Ölsäure. Außerdem enthält es Lecithin, Phytosterin, Saponine und Sapogenine, Phosphor und Vitamin A und D. Das enthaltene Cholin soll einen positiven Effekt auf den Stoffwechsel besitzen, Arteriosklerose vorbeugen und Leberverfettung entgegenwirken.

Die Samen der Heilpflanze werden in der Pflanzenheilkunde vielfach zur Behandlung von leichtem Diabetes mellitus eingesetzt oder begleitend in schwereren Fällen. Verantwortlich für die medizinische Wirkung soll die Aminosäure 4-Hydroxy-Isoleucin sein.

Wundermittel für gesunden Haarwuchs

In der muslimischen Medizin gelten Bockshornkleekeimlinge als Mittel gegen Haarausfall. Auch in der arabischen Medizin wird ein Sud aus abgekochten Bockshornsamen als Heilmittel gegen Haarausfall und Schuppen verwendet, aber auch gegen Menstruationsbeschwerden. In der Tat gelten Inhaltsstoffe wie Trigonellin, Nikotinsäure und Vitamin B3 als vermutlich haarwuchsfördernd. Zusammen mit Diosgenin können diese Stoffe Hormone blockieren, die für Haarausfall verantwortlich sind. Innerlich angewendet, als Spülung oder Packung auf Haar und Kopfhaut soll Bockshornklee selbst bei hartnäckigen Schuppen und seborrhoischer Dermatitis helfen.

Heilkräfte aus dem Bockshornklee

In Indien, China und Tibet wird ein Aufguss aus Bockshornklee aufgrund der antibakteriellen ätherischen Öle als befreiendes Mittel für die oberen Atemwege eingesetzt. In Indien gilt es als Aphrodisiakum und Tonikum.

Kneipp war von der Heilkraft des Bockshornklees begeistert, insbesondere gegen Geschwülste und Geschwüre. Für milchbildende Stilltees ist Bockshornklee eine beliebte Zutat.

Potenzmittel und Bodybuilding

Die Liste der gesundheitsfördernden Wirkungen durch Bockshornklee ist lang. Der Heilpflanze wird seit jeher auch eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Die Testosteronsteigerung bei der Einnahme von Bockshornklee ist nachgewiesen, vermutlich sind Phytohormone für die Wirkung verantwortlich. Bodybuilder schätzen diese Eigenschaft, denn Testosteron unterstützt die Bildung von Muskelmasse. In der Szene ist Bockshornklee unter dem englischen Trivialnamen Fenugreek bekannt.

Darreichungsformen

Als Tee, in Pulverform und Konzentrat ist Bockshornklee erhältlich. Die Samen werden für das Ziehen von Keimlingen oder für die Direktverwendung angeboten.

Vorkommen

Überall im südlichen Europa ist Bockshornklee wild auf lehmigen Böden zu finden. Die einjährige, krautige Pflanze ist verbreitet bis nach Afrika, Australien, Indien und China. Bockshornklee kommt mit Trockenheit und sogar salzigen Böden gut zurecht.

Früh wurde die Heilpflanze in unseren Regionen gezielt angepflanzt in Kräutergärten. Bockshornklee wird hauptsächlich in Marokko und Indien angebaut, aber auch in Deutschland und Frankreich existieren kleine Plantagen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brombeerblätter
(Rubi fruticosi folium)

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Sanfte Medizin

Der heilkräftige Tee aus Brombeerblättern (Rubi fruticosi folium) gehört zu den traditionellen Hausmitteln gegen Durchfallerkrankungen, gegen leichte Entzündungen im Munde- und Rachenbereich und zur Geburtsvorbereitung. Die Brombeere (Rubus fructicosus) aus der Familie der Rosengewächse ist allein in Europa in über 2.000 verschiedenen Arten verbreitet. Ihre Beeren sind botanisch gesehen Sammelsteinfrüchte. Sie sind vitaminhaltig und besitzen durch ihre dunkelblaue Farbe besonders viel Anthocyane.

Inhaltsstoffe

Die enthaltenen Gerbstoffe (Gallotanine und dimere Ellagitannine) wirken zusammenziehend (astringierend). Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Fruchtsäuren (Zitronensäure, Isozitronensäure) und Vitamin C. Die Wirkung von Brombeerblättern gegen Durchfallerkrankungen beschreibt bereits der antike Schriftsteller Plinius.

Schwangerschaft

Brombeerblättertee soll zum Ende der Schwangerschaft eine Lockerung von Gebärmutter, Darm und Beckenboden bewirken. Die Inhaltsstoffe sollen auch geburtseinleitend wirken. Die Anwendung sollte mit dem Arzt, Heilpraktiker oder der Hebamme abgesprochen sein.

Angenehmer Tee

Neben den schmackhaften Beeren der stacheligen Ranken werden die Blätter frisch, fermentiert oder getrocknet zur Zubereitung eines Teeaufgusses verwendet.

Zubereitung

2 gehäufte Teelöffel frische oder getrocknete Brombeerblätter werden mit kochendem Wasser aufgegossen und für 10 Minuten ziehen gelassen. Neben der therapeutischen Verwendung ist der Brombeerblättertee auch als coffeinfreier Haustee verbreitet wegen des angenehmen Geschmacks.

Hinweis

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Besenginster (Cytisus scoparius)

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Goldgelb und genügsam

Besenginster (Cytisus scoparius) gehört trotz seines Namens nicht zu den Ginstern sondern zu einer Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) aus der Gattung des Geißklees (Cytisus). Im Volksmund wird der winterkahle Strauch auch Besenstrauch genannt. Im Mai und Juni bildet er goldgelbe Blüten aus, die zu Hülsenfrüchten heranwachsen. Als Rohboden-Pionier wächst der schnellwüchsige Strauch auf stickstoffarmen, sandigen oder steinigen Böden.

Giftigkeit

Achtung, Besenginster ist giftig in allen Pflanzenteilen.

Medizinische Wirksamkeit

In der Volksheilkunde ist Besenginster als harntreibendes Mittel bekannt. Darüber hinaus wird die Heilpflanze für die Therapie von niedrigem Blutdruck eingesetzt. Wirksame Inhaltsstoffe sind Chinolizidinalkaloide (darunter Spartein und Lupanin), biogene Amine (beispielsweise Dopamin und Tyramin), Flavonoide (beispielsweise Scoparin und Astragalin) sowie ätherisches Öl in den Blüten und Lectine in den Samen. Insbesondere der Alkaloidgehalt ist für die kreislaufregulierende Wirkung verantwortlich.

Da der Sparteingehalt von Pflanze zu Pflanze stark schwanken kann, werden pflanzliche Präparate aus Besenginster bevorzugt, die einen standardisierten Wirkstoffgehalt besitzen.

Dekorative Zutat in Tees

Die Blüten werden als Schmuckdroge in Teemischungen eingesetzt. Da sie einen niedrigen Sparteingehalt besitzen, haben diese Teemischungen keinen medizinischen Vorteil aber werde als unbedenklich eingestuft.

Achtung

Besenginster sollte nicht bei hohem Blutdruck oder Schwangerschaft eingesetzt werden. Die Einnahme sollte in Abstimmung mit dem Therapeuten oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

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Bibernelle (Pimpinella saxifraga)

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Esset Bibernell, dann sterbt ihr net so schnell

Die Kleine Bibernelle oder Pimpernelle (Pimpinella saxifraga) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bibernellen (Pimpinella). Seit Jahrhunderten wird sie von den Menschen als Heilpflanze verwendet. Der Sinnspruch belegt die Bekanntheit der Arzneipflanze seit dem Mittelalter. Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Bibernellwurzel „bei Katharren der oberen Luftwege“.

Überall in Europa

Die Kleine Bibernelle ist überall in Europa zuhause. Sie wächst genügsam auf nährstoffarmen Böden. Bis nach Zentralasien und in den Kaukasus reicht ihre Verbreitung. In Deutschland ist die Heilpflanze ein reichlich vorkommender Archäophyt, eine heimische Pflanze. Als wichtige Futterpflanze für Schmetterlinge beherbergt sie die Raupen des Bibernell-Widderchens und der Bibernell-Wieseneule, die heute selten geworden ist.

Heilwirkung

Getrocknete Samen und Wurzeln der Kleinen Bibernelle (Pimpinella radix) enthalten ätherische Öle und Cuminderivate (insbesondere Pimpillin). Der Sud besitzt schleimlösende Eigenschaften und wird in der Volksmedizin gegen Bronchitis eingesetzt. Als Gurgellösung soll der Sud desinfizierend wirken. Innerlich angewendet wirkt der Sud als Magenmittel sowie harntreibend und menstruationsfördernd.

Zutat in vielen Hustenmitteln

In Fertigarzneimitteln gegen Husten und Erkältung wird Bibernelle häufig kombiniert mit Thymian, Sonnentau, Süssholz, Anis oder Efeu.

Aromapflanze Bibernelle

Der würzige, pfefferartige Geschmack ihrer Wurzel macht die Bibernelle auch zu einem Aromakraut für Magenbitter.

Hinweis

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Vitamin B15 (Pangamsäure)

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Körpereigener Vitalstoff

Pangamsäure wird auch als Vitamin B15 bezeichnet. In der Literatur findet man manchmal Pangamsäure dem Vitamin-B-Komplex zugeordnet, was mittlerweile revidiert wurde. Die genauen Funktionen der Pangamsäure sind noch nicht alle vollständig erforscht.

Chemisch gesehen handelt es sich um einen Esther der Gluconsäure und Dimethylglycin aus dem Cholinstoffwechsel. Pangamsäure kann bei Bedarf im Körper in ausreichender Menge synthetisiert werden.

Sauerstoffversorgung

Die Hauptwirkung der Pangamsäure im Organismus besteht offenbar in der Aktivierung der Sauerstoffversorgung im gesamten Körper. In den einzelnen Zellen erhöht sich der Sauerstoffumsatz und erleichtert dadurch Abbau und Abtransport von Abfallprodukten des Stoffwechsels. Krebszellen werden durch Sauerstoff möglicherweise an der Verbreitung gehindert, so die Vermutung.

Im Energiestoffwechsel sorgt Pangamsäure für die Aktivierung eines Funktionseiweißes, das für die Energieproduktion verantwortlich ist. Für die Reaktion wird Sauerstoff benötigt, der die Konzentration in den Zellen abfallen lässt. Mehr Sauerstoff wird nachgezogen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das dabei freigesetzte Kohlendioxid führt durch die Bindung an Rezeptoren zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Dadurch wird eine bessere Durchblutung und die Versorgung mit sauerstoffreichem Blut in sauerstoffarmen Geweben möglich.

Bei Herzbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Arterienverkalkung, Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten soll Pangamsäure positiven Einfluss nehmen.

Starker Schutz

Zusätzlich weist Pangamsäure starke antioxidative Eigenschaften auf. Durch die Abwehr freier Radikale kann Pangamsäure die Zellsubstanz schützen und die Lebensdauer der Zellen verlängern. Alterungserscheinungen können durch den Schutz und die Regeneration der Zellen durch Pangamsäure verlangsamt werden.

Das Vitamin fördert zudem die Lebertätigkeit und das Immunsystem.

Vorkommen

Erstmalig wurde Pangamsäure 19520aus Aprikosenkernen isoliert. Gute Pangam-Lieferanten sind Bierhefe, ungeschälter Reis, Kürbiskerne, Sesamsamen, Hülsenfrüchte, insbesondere Kichererbsen, und Vollkornprodukte. Als Nahrungsergänzungsmittel ist ein Natriumpangamat mit der Handelbezeichnung OYO im Handel erhältlich.

Hinweis

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PABA (paraAminobenzoesäure, Vitamin B10)

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Bezugsquelle: Vitamin B-100 Complex (Vitamin B10, PABA: 100mg/Kapsel)

Baustein für die wichtige Folsäure

Para-Aminobenzoesäure (PABA) ist eine schwache, organische Carbonsäure. In der Literatur wird sie häufig dem Vitamin-B-Komplex zugeordnet, da sie ein wichtiger Baustein der Folsäure ist, die dieser Klasse angehört. Im eigentlichen Sinne handelt es sich jedoch nicht um ein Vitamin. Wenn eine Quelle die Substanz als Vitamin ausweist, wird meist die Bezeichnung Vitamin B10 verwendet.

Die farblosen Kristalle sind wasserlöslich und leicht oxidierbar. PABA ist ein lebenswichtiger Wuchsstoff für die biochemische Bildung von Folsäure. PABA wird in Medizinprodukten, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Folsäure

Folsäure (Vitamin B9) wird auch unter den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist sie auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Mangel

PABA ist leicht giftig. Manche Quellen sprechen von kanzerogenen Eigenschaften. In jedem Falle ist PABA eine unentbehrliche Komponente von Folsäure. PABA ist bedeutsam für gesunde Haut und schöne Haare. Bei Mangel können gegebenenfalls Müdigkeit und Reizbarkeit, Kopfschmerzen, frühzeitiges Ergrauen der Haare, Verdauungsstörungen oder Depressionen auftreten.

Unterstützt bei Krankheit

Bei bestimmten Autoimmunkrankheiten wird PABA unterstützend eingesetzt. Man vermutet mittlerweile, dass Lupus, eine Immunerkrankung der Haut, möglicherweise auf PABA-Mangel zurückzuführen ist. Auf Symptome bei Haut und Bindehaut nimmt PABA einen positiven Einfluss und kommt besonders konzentriert in Hautzellen vor.

Pigmentbildung

Insbesondere bei Prozessen, die mit Pigmentbildung zusammenhängen, ist PABA im Einsatz. In der Therapie der Pigmentstörung Vitiligo, der sogenannten Scheckhaut, bei der sich pigmentlose weiße Flecken ausbreiten, konnte PABA vielfach eine Verbesserung erreichen. Augenfällige Alterserscheinung wie graue Haare können mit PABA verlangsamt werden. PABA aktiviert die Darmflora und wirkt beruhigend auf Reaktionen im Magen-Darm-Trakt bei Gluten-Empfindlichkeit. PABA kann in Sonnenschutzölen enthalten sein, da es als natürlicher Filter gegen schädliche UV-Strahlen fungieren kann.

Vorkommen

PABA-Lieferanten sind Vollkornprodukte, Weizenkleie, brauner Reis, Melasse und Hefe.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B-Komplex

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Bezugsquelle: Vitamin B-Complex

Zentrale Bedeutung im Stoffwechsel

Vitamin-B-Komplex ist ein Sammelbegriff für acht verschiedene Substanzen, die chemisch und pharmakologisch sehr unterschiedlich sind. Es handelt sich nicht bei allen Substanzen um Vitamine. Sie alle fungieren aber als Vorstufe für Coenzyme und besitzen essentielle Bedeutung für Blutbildung, Hormonbildung, der Biosynthese von Neurotransmittern (Botenstoffen) und des Erbguts (DNA) sowie der Funktion des Nervensystems.

Sie besitzen unter anderem eine Schüsselfunktion für die Verdauung und Nutzbarmachung von Eiweiß, Fett und Zucker. Neben Vitamin B1, B2, B6 und B12 sind im Vitamin-B-Komplex auch Biotin, Folsäure, Nicotinsäure und Pantothensäure subsumiert. Früher wurde das vitaminähnliche Cholin als ein Vitamin aufgeführt und trug die Bezeichnung Vitamin B4.

Warum heißt es Vitamin-B-Komplex?

Vitamine der B-Gruppe kommen in der Natur selten einzeln vor. Sie wirken meist zusammen im Verbund. Oftmals ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Enzyme der jeweiligen Vitamine sehr eng und ein Ungleichgewicht der Komponenten im Achterbund kann zu Problemen führen. Aus diesem Grund sollte eine ausgewogene Versorgung mit allen acht Komponenten sichergestellt sein. Es werden daher Präparate mit dem kompletten Satz als Vitamin-B-Komplex angeboten.

Einige der zentral wichtigen Substanzen lassen sich auch über Lebensmittel aufnehmen. In üblichen Mengen können die wichtigen B-Vitamine kaum überdosiert werden, so dass ein Vitamin-B-Komplex in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung darstellen kann. Die Einnahme sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

Natürliche Vorkommen

B-Vitamine kommen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl oder Leber, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Vitamine können nur in geringen Mengen im Organismus gespeichert werden und müssen daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Vitamin B12 hingegen ist in Pflanzen nicht enthalten, besitzt aber eine bessere Speicherfähigkeit im Körper.

Vitamin B1 (Thiamin)

Vor rund 100 Jahren war Thiamin eines der ersten Vitamine, die entdeckt wurden. Vitamin B1 spielt eine wichtige Rolle beim Kohlenhydratestoffwechsel. Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose (Zucker) ist das Vitamin B1 für den Energiestoffwechsel von Nerven, Gehirn und Muskeln unentbehrlich. Es spielt eine Rolle für Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis. Bei Alkoholmissbrauch entsteht ein erhöhter Bedarf. Mangelerscheinungen können sich äußern durch neurologische Störungen, Herzinsuffizienz oder Muskelatrophie.

Wie fast alle B-Vitamine kommt auch Vitamin B1 in den Randschichten von Getreiden vor. Weil die innere Schale (Silberhäutchen) von Getreide, beim Schälen oft wegfällt, kommen Mangelerscheinungen häufig in Südostasien vor, wenn sich Menschen hauptsächlich von poliertem Reis ernähren. Haferflocken, Kleie und Nüsse sowie Hefe und Fleisch sind gute Vitamin-B1-Lieferanten. Thiamin ist hitzeempfindlich.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 ist beim Stoffwechsel von Fett, Eiweiß und Kohlehydraten beteiligt. Im Zusammenspiel mit Vitamin A kann es die Heilung von Hautstörungen unterstützen. Riboflavin ist Bestandteil sämtlicher Körperzellen.

In Eiern, Nüssen, Pilzen und Milchprodukten, aber auch in Fisch und Fleisch kommt Vitamin B2 in natürlicher Form vor. Bei Mangel können Risse um Augen, Nase und Mundwinkel auftreten, es kann zu Hornhautveränderungen im Auge, Linsentrübung oder Blutarmut kommen.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin)

Vitamin B3 ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse bedeutsam. In dieser Bezeichnung werden Nicotinsäure und Nicotinsäureamid zusammengefasst. Insbesondere wichtig ist der wasserlösliche Stoff für Haut und Schleimhäute. Entsprechend tritt als Mangelerscheinung eine schuppige, raue und überpigmentierte Haut auf. Als Medikament wird es überwiegend aufgrund seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eingesetzt. In natürlicher Form ist es vor allem in Fleisch enthalten, des Weiteren auch in Fisch, Milchprodukten und Eiern sowie in Hülsenfrüchten und Obst.

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern. Pantothensäure ist Bestandteil vieler Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Im Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen zerstört. Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vitamin B7 (Biotin)

Biotin ist auch unter der früheren Bezeichnung Vitamin H in der Literatur zu finden. Es besitzt durch seine Beteiligung an Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratwechsel wichtige Funktionen im Organismus. Es spielt insbesondere eine Rolle für Gehirn, Haut, Haare und Nägel. Die Bildung von Hautzellen und Haarzellen werden durch Biotin beeinflusst sowie die epigenetische Regulation von rund 2.000 Genen. Eine entsprechende Mangelerscheinung äußert sich durch Neigung zu Ekzemen, Haarbruch und brüchigen Fingernägeln.

Vitamin B9 (Folsäure)

Vitamin B9 wird auch den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist es auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Vitamin B12 (Cobalamin)

Zellteilung, Zellwachstum, Blutbildung und die Funktion des Nervensystems sind von Cobalamin stark abhängig. Es dient dazu, Folsäure im menschlichen Organismus zu aktivieren, die ohne Vitamin B12 ihre Funktion nicht ausüben kann. Vitamin B12 in Medikamenten als Gegenmittel bei Blausäurevergiftung eingesetzt.

Genaugenommen handelt es sich bei Vitamin B12 um einen Sammelbegriff für mehrere verschiedene Verbindungen mit ähnlicher Struktur, den sogenannten Cobalaminen oder auch Vitamin-B12-Komplex. Vitamin B12 kann ausschließlich durch den Verzehr tierischer Produkte aufgenommen werden, da es von Pflanzen nicht hergestellt wird. Cobalamin kann durch die Wirkung von Enzymen aufgenommen werden und bindet sich an Eiweiße, um in die Blutbahn zu gelangen.

Bei Cobalaminmangel können empfindliche Störungen auftreten, die aufgrund der Speicherkapazität des Körpers stark verzögert auftreten können. Von schädlichen Effekten bei Überversorgung ist nichts bekannt. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge an Vitamin B12 aufnehmen und scheidet überschüssige Substanzen aus.

Hinweis

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Vitamin B6 (Pyridoxin)

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Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B6 als Pyrodoxin HCL: 100mg/Kapsel)

Das Nerven-Vitamin

Pyrodoxin wird auch als Vitamin B6 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. In Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Zentrale Prozesse im Stoffwechsel werden von Pyrodoxin geregelt.

Nerven, Immunsystem, Hormone

Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Am Fettstoffwechsel und Energiestoffwechsel ist Vitamin B6 beteiligt. Es unterstützt den Aufbau von Nervenverbindungen und beeinflusst diverse Hormonaktivitäten, insbesondere die Geschlechtshormone.

Pyrodoxin unterstützt die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und ist bedeutsam für das Immunsystem.

Therapeutischer Nutzen

Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antiepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vorkommen

Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen leicht zerstört. Gute Pyrodoxin-Lieferanten sind Walnüsse, Hefe, Hülsenfrüchte, Getreide wie Weizenkeime, Hirse, Naturreis und Milchprodukte. In Gemüsen wie Bohnen, Linsen, Erbsen, Brokkoli, Feldsalat, Sauerkraut und Spinat aber auch in Obst wie Avocado, Apfel, Banane steckt das Vitamin. Fleisch und insbesondere Muskelfleisch und Leber sowie Fettfische wie Lachs, Makrele und gering können Pyrodoxin liefern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B5 (Pantothensäure)

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Bezugsquelle:
Vitamin B-100 Complex (Vitamin B5 als d-Calcium-Pantothenat: 100mg/Kapsel)

Körpereigenes Vitamin

Pantothensäure wird auch als Vitamin B5 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. Es handelt sich um ein körpereigenes Stoffwechselprodukt aus Pantoinsäure und Beta-Alanin. Als Vorstufe zu dem Coenzym A (CoA), das Bestandteil aller lebenden Zellen ist, ist Pantothensäure an sehr vielen biochemischen Prozessen beteiligt.

Vitamin B5

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Bei Sportlern kann Vitamin B5 die verfügbare Energie erhöhen.

Als Vorstufe von Coenzym A spielt es eine Rolle für den Kohlehydrat-Stoffwechsel, den Fettstoffwechsel, die Produktion von Sterolen, Steroidhormonen und Melatonin. Es unterstützt die Synthese des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Der Neurotransmitter Acetylcholin hängt von der Verfügbarkeit von Vitamin B5 ab. In der Leber wird das Vitamin für den Leberstoffwechsel und die Entgiftungsfunktion gebraucht.

Therapeutischer Einsatz

Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern.

Vorkommen

Gute Vitamin B5-Lieferanten sind Getreide, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Hefe, Eigelb, Leber, Fisch und Geflügel. Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen wird normalerweise als 1,5 bis 7 mg täglich angegeben. Ab einer Überdosierung von 200 mg können gegebenenfalls Verdauungsstörungen auftreten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B3 (Niacin, Niacinamid)

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Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B3 als Niacinamid: 100mg/Kapsel)

Das Haut-Vitamin aus dem B-Komplex

Vitamin B3 oder Niacin ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse bedeutsam. Die Charakterisierung als Vitamin gilt heute als veraltet, die neuere Literatur spricht eher von Niacin (Nicotinsäure).

In dieser Bezeichnung werden Nicotinsäure und Nicotinsäureamid zusammengefasst. Diese beiden Stoffe können vom Körper jeweils in den anderen umgewandelt werden, deshalb werden sie zusammen als Niacin bezeichnet. Es handelt sich um einen Stoff aus dem Vitamin-B Komplex.

Nicotinsäure ist ein kristalliner, wasserlöslicher Feststoff.

Insbesondere wichtig ist der Stoff für Haut und Schleimhäute. Entsprechend tritt als Mangelerscheinung eine schuppige, raue und überpigmentierte Haut auf.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin)

Niacin wird in der Leber gespeichert und ist Bestandteil aller lebenden Zellen. Vitamin B3 wird durch die Nahrung dem Körper zugeführt. In einer körpereigenen Biosynthese kann im Darm Nicotinamid umgewandelt werden zu Nicotinsäure. Durch die Darmwand gelangt sie ins Blut und kann so zur Leber transportiert werden.

Niacin ist beispielsweise wichtig für die Produktion von Fettsäuren. Es ist beteiligt an der Produktion von extrem wichtigen Coenzymen sowie am Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Niacin besitzt sehr hohe antioxidative Eigenschaften. Muskeln, Erbsubstanz, Nerven und Haut sind in ihrer Regeneration von Niacin abhängig.

Als Medikament wird Nicotinsäure überwiegend aufgrund seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eingesetzt.

Aufnahme aus Lebensmitteln

Niacin kann aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen werden, als aus pflanzlichen, in denen es auch in geringerer Konzentration vorliegt.

In natürlicher Form ist es in Fleisch enthalten, vor allem in Leber. Des Weiteren auch in Fisch, Milchprodukten (bei Milchkühen kann Niacin als Futtermittelzusatz eingesetzt werden) und Eiern sowie in Hülsenfrüchten und Obst. Ein ergiebiger Vitamin B3-Lieferant unter den pflanzlichen Lebensmitteln ist auch Bohnenkaffee.

Bedarf

Der Niacin-Bedarf ist abhängig vom Energiebedarf. Die Tagesdosis wird berechnet von rund 6,6 Milligramm Niacin täglich im Durchschnitt pro Erzeugung von 1.000 Kilokalorien an Energie für Organe, Zellen und Gewebe. Daraus ergibt sich ein Tagesbedarf für einen gesunden Erwachsenen von 13 bis 15 Milligramm Niacin bei Frauen, 15 bis 20 Milligramm Niacin für Männer und 5 bis 6 Milligramm Niacin für Kinder.

Überdosierung

Von einer Überdosierung wird bei einer Zufuhr von 1,5 bis 3 Gramm pro Tag gesprochen. Auch bei sehr hohen Dosierungen unter dieser Menge kann es in Einzelfällen zu dem hautgefäßerweiternden Effekt Flush kommen, zu Blutdruckabfällen, Schwindel und einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut. Toxische Erscheinungen sind offenbar noch nicht beobachtet worden.

Mangel

Mangel an Vitamin B3 (Hypovitaminose) kann sich äußern in Durchfällen, Depressionen, Hautstörungen und Dermitis, Mundschleimhautentzündungen, Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhäute und der Krankheit Pellagra, die ursprünglich von einseitiger Ernährung mit Mais herrührt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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