Archiv der Kategorie: Frauenleiden

Prämenstruelles Syndrom (PMS)
– was kann helfen?

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PMS – die Tage vor den Tagen

PMS, das berühmte Prämenstruelle Syndrom, bezeichnet die Tage vor den Tagen (Die Silbe „prä“ bedeutet vor, „menstruell“ bedeutet im Zusammenhang mit der Monatsblutung). Je nach Veranlagung und Stresssituation äußert sich das PMS bei Frauen sehr unterschiedlich. Etwa sieben Tage bevor die Regelblutung (Menstruation) einsetzt, können Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression auftreten. Reizbarkeit, Unterleibsschmerzen, Rückenschmerzen, Brustschmerzen, Verdauungsprobleme und Durchfall sowie zahlreiche andere Symptome sind möglich.

Obwohl die Auswirkungen des Prämenstruellen Syndroms seit dem 2. Jahrhundert nach Christus bekannt sind und beschrieben werden, gilt PMS erst seit dem Jahr 2000 als anerkanntes Krankheitsbild. Was genau die Ursachen für das PMS sind, ist umstritten. Fest steht nur, dass es mit den Hormonschwankungen im Monatszyklus der Frau zusammenhängt. Ab dem 30. Lebensjahr können die Beschwerden verstärkt auftreten.

Das kann helfen bei PMS

Die Symptome von PMS sind sehr vielfältig und unterschiedlich. Was der einen Frau Linderung bringt, kann bei einer anderen Frau wirkungslos bleiben und umgekehrt. Es lohnt sich also, auszuprobieren und zu erforschen, was dem eigenen Körper und der Psyche in diesen Tagen besonders gut tut. Da viele Naturheilmittel und Ernährungsbausteine einige Zeit benötigen, bis sich ihre Wirkung im Organismus deutlich entfaltet, ist es sinnvoll, etwas Geduld mitzubringen.

Ernährung

Die Hormonschwankungen wirken auch auf den körpereigenen Verbrauch an Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Ein erhöhter Östrogenspiegel zehrt die Vitamin-Speicher auf. Besonders Vitamin B hat bei vielen Patientinnen sehr gute Eigenschaften gezeigt, um das PMS in den Griff zu bekommen. Es unterstützt die Produktion der „Glückshormone“ von Serotonin und Dopamin. Die Vitamin B6-Speicher aufzufüllen lohnt sich also. Es wird außerdem als erwiesen angesehen, dass Kalzium und Vitamin E das Gleichgewicht zwischen Östrogenen und Progesteron positiv beeinflussen. Vitamin E plus Kalzium in einer Dosierung von etwa 1000 und 1200 Milligramm täglich gilt als ein probates Mittel bei PMS. Folsäure (Vitamin B9) kommt in Lebensmitteln nur in relativ geringer Dosis vor. Eine Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel kann das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Magnesium ist beteiligt an der Muskelentspannung und kann zur Linderung von Unterleibschmerzen und Beruhigung beitragen. Es vermag entzündungsfördernde Gewebshormone zu hemmen. Nachtkerzenöl und hochwertige Omega-3-Fettsäuren können auf die hormonellen Systeme positiv wirken.

Die Zufuhr von Salz sollte reduziert werden, um Wassereinlagerungen im Gewebe zu vermeiden. Kalium und Magnesium wirken günstig auf die Entwässerung.

Uralt erprobte Naturheilkunde

Mönchspfefferfrüchte, oder auch Agnus castus genannt, enthalten natürliches Progesteron und gehören zu den hormonell ausgleichenden Naturheilmitteln, die bei vielen Frauen positiv auf PMS wirken. Viele Arzneimittel basieren auf Mönchspfefferpräparaten. Ebenso wird Frauenmanteltee (Alchemilla) seit Jahrhunderten als ausgleichendes Naturheilmittel eingesetzt, das krampflösend und hormonausgleichend wirkt, auch wenn keine hormonartigen Stoffe in dem Heilkraut enthalten sind. Brennnesseltee enthält Kalzium, Magnesium und Eisen, die bei PMS und der Periode benötigt werden. Darüber hinaus wirkt Brennnessel entwässernd und kann gegen Wassereinlagerungen und Ödeme helfen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Menstruationskrämpfe
– was kann helfen?

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Wenn die Regel schmerzt

Manche Frauen erleben ihre monatliche Regelblutung (Menstruation) als völlig problemlos. Sehr viele Frauen sind im Zusammenhang mit ihrer Periode jedoch von unterschiedlich starken Unterleibschmerzen betroffen, in einigen Fällen sogar begleitet von Kopfschmerzen oder Migräne, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

Wie kommt es zu den Krämpfen?

Der weibliche Zyklus ist stetiges Auf und Ab von Hormonen. Besonders die Regelblutung ist ein Kraftakt der Gebärmutter. Jeden Monat baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf. Wenn sich kein befruchtetes Ei eingenistet hat, also keine Schwangerschaft vorliegt, dann wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Blutung. Ausgelöst wird dieser Vorgang durch Hormone, die Prostaglandine.

Die Gebärmuttermuskeln müssen sich für die Ablösung der Schleimhaut stark zusammenziehen. Sobald diese Kontraktion einsetzt, beginnen die Schmerzen im Unterleib. Sie können bis zum Ende der Blutung andauern. Diese krampfartigen Unterleibsbeschwerden können auch schon bei jungen Frauen und Mädchen ab der ersten Blutung (Menarche) auftreten. Sie werden als primäre Regelschmerzen (oder Dysmenorrhö) bezeichnet und sind je nach Veranlagung und Stresssituation mehr oder weniger unangenehm – aber völlig normal.

Komplikationen

Bei sekundären Regelschmerzen liegen organische Veränderungen vor, die unter Umständen die Regelblutung verstärken oder verlängern. Die Spirale als Verhütungsmittel kann ein Auslöser sein. Eine Gebärmutterentzündung, Eileiterentzündung oder Zysten in den Eierstöcken können zusätzliche Schmerzen verursachen und sollten behandelt werden. Gutartige Muskeltumore, sogenannte Myome, oder ein Wuchern der Gebärmutterschleimhaut über die Gebärmutter hinaus, die sogenannte Endometriose, gehören zu den behandlungsbedürftigen Erkrankungen im Zusammenhang mit sekundären Regelschmerzen, die dem Arzt vorgestellt werden sollten.

Das kann helfen bei Menstruationskrämpfen

Wärme, beispielsweise durch eine Wärmflasche, kann die Schmerzen verringern. Eine gute Durchblutung durch Bewegung kann hilfreich sein. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt kann bei vielen Symptome unterstützend wirken. Eine Entsäuerung ist immer ein Plus für die Gesundheit.

Heilpflanzen

Heilpflanzen sind seit Jahrhunderten eine Quelle zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, die die Naturheilkunde auch heute erfolgreich nutzt. Die krampflösende Wirkung von Alkaloiden im Schöllkraut ist eine der bekanntesten Heilpflanzenanwendungen, die einer gewissen Fachkundigkeit in der Dosierung bedarf, da Schöllkraut giftig sein kann. Ein überliefertes Rezept sieht einen Aufguss von zwei Teelöffeln frischem Schöllkraut mit kochend heißem Wasser vor, der eine Viertelstunde lang ziehen sollte. Drei bis vier Mal täglich eine Tasse von dem Sud wirkt krampflösend und beruhigend.

Kermesbeerenwurzel, Kornblumenblüten und Liebstöckelwurzel sowie Petersilienfrüchte und Pfingstrosenblüten wurden seit jeher von den Kräuterkundigen eingesetzt. Positive Studienergebnisse existieren für die Anwendung von Agnus castus Früchten, Hirtentäschelkraut und Kapuzinerkresse.

Magnesium

Magnesium ist beteiligt am Stoffwechsel der Prostaglandine, die den Abstoßungsvorgang der Gebärmutterschleimhaut einleiten und auch die Schmerzentstehung dabei beeinflussen. Die Zufuhr von Magnesium in der zweiten Zyklushälfte ist eine hilfreiche Unterstützung, besonders weil Magnesium auch die Muskelentspannung begünstigt. Als besonders effektiv hat sich die Kombination mit dem Vitamin B6 erwiesen.

Vitamin-B-Komplex

Besonders bei Frauen, die die Pille zur Verhütung einnehmen, entsteht ein erhöhter Vitamin-B-Bedarf. Folsäure sowie Vitamin B1, B3 und B6 können Schmerzen in der Periode wirksam lindern. Zusammen mit Vitamin C kann das Vitamin B3 eine besonders gute Wirkung entfalten. Eine gewisse Kontinuität in der Einnahme ist eine Voraussetzung für die Wirksamkeit.

Vitamin E

Vitamin E ist in der zweiten Zyklushälfte ein guter Begleiter, der Regelschmerzen dämpfen kann. Der Wirkstoff Topopherol ist für die heilsame Wirkung verantwortlich.

Omega-3-Fettsäuren

Schmerzen können durch Omega-3-Fettsäuren generell positiv beeinflusst werden. Das gilt auch für Regelschmerzen. Diese hochwertigen ungesättigten Fettsäuren können regulierend auf den Hormonstoffwechsel wirken. Sie kommen in Fettfischen wie Lachs und Makrele vor, sind aber auch als Fertigpräparate gut bioverwertbar.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brustkrebs
– was kann helfen?

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Knoten in der Brust – Brustkrebs?

Nicht jeder Knoten in der Brust ist Brustkrebs. Vier von fünf Geschwulsten stellen sich bei der Untersuchung als gutartig heraus. Dennoch sind in Deutschland über 70.000 Frauen von dieser bösartigen Krebsart betroffen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) bezeichnet Brustkrebs (Mammakarzinom) als häufigste Krebsart bei Frauen in den Industrieländern. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, aber auch junge Frauen können betroffen sein. Besonders bei früh entdeckten Anzeichen von Brustkrebs sind die Heilungsaussichten sehr viel besser als früher. Heute sterben weniger Patientinnen an Brustkrebs als noch vor zehn Jahren.

Risikofaktoren

Die familiär ererbte Neigung zu Brustkrebserkrankungen durch die Blutkrebsgene BRCA1 und BRCA2 spielen wahrscheinlich nur bei fünf bis zehn Prozent der Fälle eine Rolle. Dagegen ist ständige Auf und Ab von Östrogenen und Gestagenen im Hormonspiegel des Monatszyklus ein Risikofaktor für jede Frau. Die Einnahme der Pille zur Empfängnisverhütung kann ein verstärkender Faktor sein. Auch Hormonersatztherapien in den Wechseljahren zur Linderung von klimakterischen Beschwerden erhöhen das Risiko.

Ernährung und Bewegung scheinen in der modernen Krebsforschung das zentrale Element zu sein, das viel entscheidender sein kann. Insbesondere Übergewicht gilt als stark risikosteigernd, insbesondere nach den Wechseljahren. Besonders scheint dies der Fall zu sein bei Tumoren, die auf Östrogen reagieren. Regelmäßige Bewegung zeigt in Studien einen schützenden Effekt, insbesondere nach den Wechseljahren.

Nikotin erhöht das Risiko. Alkohol hat besitzt anscheinend einen direkten Effekt auf die Brustkrebsraten. Je mehr Alkohol eine Frau konsumiert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Brustkrebs erkrankt.

Das kann helfen bei Brustkrebs

Selbstdiagnose und Selbsttherapie sind bei einer Erkrankung an Brustkrebs unter Umständen lebensgefährlich. Die Behandlung durch einen Arzt ist unabdingbar. Zusätzlich kann die Heilkraft der Natur viel zu den Selbstheilungskräften des Körpers beitragen – vorbeugend, begleitend und nach einer Behandlung.

Ernährung

Die hundertprozentig sichere Krebsdiät gibt es nicht. Allerdings spielt die Ernährung und Versorgung mit ausreichend Vitalstoffen für die Zellgesundheit und die körpereigene Abwehrkraft eine sehr große Rolle.

  • Vorbeugend und begleitend ist eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen, frischen Vitaminen, Mineralien und Vitalstoffen als unschätzbar wertvoll für die Gesundheit zu bewerten. Rohkost und Vollkornprodukte haben den Vorteil, reich an Ballaststoffen zu sein.
  • Übergewicht sollte vermieden werden. Mehrere kleine Mahlzeiten sind am gesündesten und sorgen für eine gleichmäßige Zufuhr an Nährstoffen und Ablauf der Stoffwechselprozesse.
  • Auf Fleisch sollte weitestgehend verzichtet werden. Gesättigte, tierische Fette sollten möglichst oft durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus kaltgepressten und hochwertigen Ölen ersetzt werden.
  • Kochsalz ist ungesund und sollte möglichst wenig eingesetzt werden. Ebenso soll der Verzehr von raffiniertem Zucker zurückgefahren oder ganz eingestellt werden.
Säure-Basen-Haushalt

Eine basenüberschüssige Ernährung soll den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht halten. Lebensgewohnheiten unserer schnelllebigen Zeit führen oft dazu, dass zu viele Lebensmittel aufgenommen werden, die im Stoffwechselprozess zu Säuren umgebildet werden. Irgendwann sind die Basenspeicher des Organismus überfordert und können eine Neutralisierung des Säureüberschusses nicht mehr leisten. Die Übersäuerung kann zu einer Schwächung des Immunsystems führen und zu einer Störung der Zellfunktionen.

Dazu passt, das die Grundlagenforschung erkannt hat, dass das Milieu innerhalb eines Tumors saurer ist, als im gesunden Gewebe. Die Energiegewinnung der bösartigen Tumore scheint anders zu funktionieren, auf der Basis einer Art Gärung, die durch Säuren begünstigt wird. Es ist eine logische Schlussfolgerung, den Säurenüberschuss durch eine basenorientierte Ernährung auszubremsen.

Pflanzliche Unterstützer

Auch die Schulmedizin bezieht zahlreiche Krebsmedikamente (Zytostatika) aus Pflanzenwirkstoffen. Im Zusammenhang mit schulmedizinischer Behandlung, zum Beispiel mit Chemotherapie, Strahlentherapie oder Operationen, können zudem zahlreiche Beschwerden auftreten, bei denen Unterstützung aus der Naturheilkunde ein wichtiges Element für die Heilung und die Lebensqualität sein können. Es kann zu Haarausfall kommen, Blutarmut, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schlafstörungen, Lymphstauungen, Schmerzen und Wundheilstörungen. Naturheilverfahren werden vielfach erfolgreich als Ergänzung oder zur Nachbehandlung von Krebsleiden eingesetzt.

Mistel

Seit der Antike wird die Mistel als Heilpflanze genutzt. Für die Krebstherapie hat sie Rudolf Steiner im Rahmen der anthroposophischen Krebsbehandlung vor rund 70 Jahren wiederentdeckt. Studien haben belegt, dass die Mistel krebshemmende Wirkstoffe besitzt, darunter die Mistellektine (besonders das Mistellektin-I). Es wird für einige Krebsmedikamente verwendet. Das Immunsystem des Krebspatienten soll angeregt werden, die Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Therapeuten haben von guten Erfolgen und von einer Stimmungsverbesserung von Patienten berichtet, da die Mistelwirkstoffe auf Botenstoffe des Gehirns einen positiven Einfluss nehmen können. Ergänzend oder im Anschluss zu schulmedizinischen Behandlungen liegen für Mistelpräparate die meisten Studien unter den alternativen Krebsmedikamenten vor.

Vitamine

Grundbausteine für die Gesundheit und die körpereigene Immunabwehr sind Vitamine. Auch wenn im Normalfall mit einer ausgewogenen Ernährung genügend Vitamine aufgenommen werden, befindet sich der Körper bei einer Krebserkrankung in einem Ausnahmezustand, bei dem es zu einem Vitaminmangel kommen kann.

Vitamin A, C und E sowie Substanzen aus dem Vitamin B-Komplex sind besonders wertvoll für eine Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte und vieler wichtiger Stoffwechselprozesse. Vitamin C ist außerdem ein hochwirksames Antioxidans und stimuliert die Zellregeneration und das Immunsystem.

Antioxidantien

Freie Radikale, werden als Ursache für viele Krankheiten angesehen, auch für Krebsleiden. Radikalfänger, die mit den hochreaktiven Molekülen reagieren und sie so unschädlich machen, bevor sie sich für ihre Reaktion aus der Zelle bedienen und diese schädigen, sind vor allem Antioxidantien. In Vitamin C, Betacarotin, Polyphenolen und Flavonoiden sind reichlich Antioxidantien enthalten für die Zellgesundheit.

Hinweis

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Brusterkrankung
– was kann helfen?

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Brusterkrankung. Was kann das sein?

Bei Erkrankungen der weiblichen Brust denkt jeder zuerst an Brustkrebs. Es gibt aber noch zahlreiche andere, gutartige Erkrankungen, die die weibliche Brust betreffen.

  • Fibrozystische Mastopathie

FBD ist die gängige Abkürzung für das Fibrozystische breast disease, auch Fibrozystische Mastopathie, bei Frauen. Meist tritt das Krankheitsbild im Alter zwischen 30 und 55 Jahren auf. Diese verbreitete Brusterkrankung äußert sich durch Empfindlichkeit der Brüste, manchmal begleitet von Knötchenbildung und Schwellungen. Die Knötchen bestehen aus kleinen Zysten im Brustgewebe, die umgeben sind von Bindegewebsflüssigkeit. Es werden prall-elastische Knötchen getastet, die je nach Zyklusverlauf ihre Größe wechseln können.

Bei Hormonschwankungen, beispielsweise im Verlauf des Monatszyklus, können sich diese Zysten vergrößern und verursachen dadurch Schmerzen, Empfindlichkeit auf Berührung oder ein brennendes Gefühl. Vor der Periode sind die Zysten besonders ausgeprägt.

Wodurch bilden sich die Knötchen bei der Mastopathie?

Der Begriff Mastopathie bedeutet Vermehrung oder Verdichtung von Brustgewebe. Der Begriff Fibrose oder fibröse Mastopathie bedeutet, dass sich einerseits das Bindegewebe der Brust vermehrt und teilweise vernarbt. Wenn sich andererseits auch das Drüsengewebe feingeweblich vermehrt und sich Zysten bilden, Fettzellen sich verändern (Fettgewebsnekrose), die Milchgänge sich erweitern und die Drüsenläppchen sich vergrößern, wird von fibrozystischer Mastopathie gesprochen. Die Vermehrung von Drüsenzellen im Bereich der Milchgänge heißt Hyperplasie.

Die Mastopathie und die einhergehenden Brustgewebeveränderungen können beschwerdefrei oder schmerzhaft sein. Es werden die Schweregrade I, II oder III unterschieden. Die Fibrozystische Mastopathie gilt nicht als lebensbedrohlich, jedoch kann durch eine schwere Form das Risiko einer späteren Erkrankung an Brustkrebs steigen.

Problem Pille

Die Schulmedizin hält außer der Diagnose nicht viele Behandlungsmöglichkeiten gegen die Mastopathie bereit. Es geht darum, das Hormon-Gleichgewicht wiederherzustellen, da zu viel Östrogen im Spiel ist. Sei es, dass das Östrogen gebildet wird oder von außen zugeführt wird. Insbesondere die Einnahme der Pille zur Verhütung sollte im Falle einer FBD auf den Prüfstein gestellt werden, da Östrogene die Krankheit verschlimmern können. Alternative Verhütungsmethoden können gegebenenfalls zu einer Verbesserung der Erkrankung führen. Man muss bedenken, dass selbst kleinste Östrogenspuren aus Massentierhaltung bei manchen Frauen die FBD-Symptome verstärken können.

Das kann helfen gegen Brusterkrankung FBD

Fettarme Ernährung kann das Risiko, an FBD zu erkranken deutlich senken. Bei Frauen, die bereits betroffen sind, können damit die Symptome wie Schwellungen und Empfindlichkeit der Brust gemindert werden.

Eine weitere Komponente ist der Verzicht auf Theobromin. Dieser koffeinähnliche Stoff ist in Kaffee und Schwarztee enthalten sowie in manchen Energydrinks und Medikamenten zur Entwässerung oder gegen Schmerzen und Allergien und sogar in Erkältungsmitteln. Manche FBD-Patientinnen haben bei Verzicht auf Koffein und Theobromin keinerlei Symptome mehr feststellen können.

Vitamine

Betacarotin und Vitamin, wie es zum Beispiel in der Karotte enthalten ist, sind in der Lage schmerzhafte Schwellungen zu lindern. Vitamin E kann eine sehr positive Wirkung auf FBD haben. Ausgleichend bei Hormonschwankungen wirkt der Vitamin-B-Komplex, der außerdem an vielen essentiellen Stoffwechselprozessen des Organismus beteiligt ist.

Mineralstoffe und Fettsäuren

Zink wirkt entzündungshemmend und lindernd bei Schwellungen und Schmerzen. Als hilfreich haben sich auch Gamma-Linolensäuren erwiesen.

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer wird in phytologischen Präparaten eingesetzt, um den Hormonhaushalt zu stabilisieren. Der Pflanzenwirkstoff Vitex agnus castus kann die Ausschüttung des milchbildenden Hormons Prolaktin hemmen, das an der Entstehung der Brustschmerzen beteiligt ist.

  • Fibroadenom

Als Fibroadenom wird ein gutartiger Knoten in der Brust bezeichnet. Der Knoten besteht aus Bindegewebe und Drüsengewebe. Nicht unbedingt ist eine Entfernung der meist schmerzlosen Geschwülste notwendig. Die Knötchen lassen sich unter der Haut verschieben und sind gut abgrenzbar.

  • Galaktorrhoe

Wenn Flüssigkeit aus der Brustwarze austritt, ohne dass eine Schwangerschaft vorliegt, kann eine Galaktorrhoe vorliegen.

Vitex agnus castus, der Wirkstoff aus dem Mönchspfeffer, kann helfen. Die Präparate sollten drei Monate am Stück eingenommen werden.

  • Mastitis

Mastitis ist der medizinische Fachbegriff für Brustentzündung. Begleitend tritt neben Rötung und Schmerzen oft auch Fieber auf. Oftmals tritt die Brustentzündung während der Stillzeit auf. Eine lokale Behandlung mit Quarkwickeln können kühlen und die Schwellung zurückgehen lassen. Dazu wird ein Handtuch oder Tuchwindel mit frischem Quark bestrichen und auf die entzündete Brust aufgelegt.

  • Mikroverkalkungen

Kalkablagerungen im Brustgewebe können bei Frauen in jedem Alter auftreten. Es handelt sich um Ablagerungen in Zysten oder kleineren Arterien, sowie manchmal auch Verkalkungen aufgrund von sklerosierender Adenose. In jedem Falle sollte ein Arzt ausschließen, dass es sich nicht um ein Oberflächenkarzinom in den Milchgängen handelt, denn das könnte eine Vorstufe von Krebs sein.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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