Beta-Glucan (Beta-Glukan)

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beta-glukan
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Power für das Immunsystem

Glucane sind natürliche Vielfachzucker (Polysaccharide), die aus Hefe, Hafer und bestimmten Pilzen gewonnen werden. Unter den Glucanen sind besonders die Beta-Glucane mit β-glycosidischen Bindungen von medizinischer Bedeutung. Beta-1,3-Glucan/Beta-1,6-Glucan werden als qualitativ am hochwertigsten eingestuft, im Folgenden bezeichnet als Beta-Glucan. Diese Substanz kann beispielsweise aus der Zellwand von Backhefe in sehr reiner Form extrahiert werden.

Es wird international geforscht

Empirisch konnten mit Beta-Glucan bereits beeindruckende Erfolge bei Mensch und Tier erzielt werden. Aus diesem Grund gilt Beta-Glucan als äußerst erfolgversprechend. In Asien wird intensiv geforscht. Von der Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) der USA soll eine positive Einschätzung vorliegen. Ergebnisse aus internationalen Studien werden betrieben, um die medizinische Verwendbarkeit der Substanz zu prüfen. Positive Effekte von Beta-Glucan werden insbesondere vermutet für die Senkung des Cholesterinspiegels, die Regulierung des Blutzuckerspiegels und die Steigerung der Immunabwehr. Dadurch könnten sich hoffnungsvolle Einsatzgebiete ergeben für Menschen mit bakterieller oder viraler Infektion, Allergien, geschwächter Immunabwehr, erhöhten Cholesterin oder Blutzuckerwerten oder unter Strahlenbehandlung und Chemotherapie.

Wirkungsweise von Beta-Glucan

Als Polysaccharid gehört Beta-Glucan zu den Ballaststoffen und entfaltet seine Wirkung im Darm. Die körpereigene Abwehr wird unterstützt, indem es die Makrophagen im Immunsystem des Körpers aktiviert. Makrophagen sind die Zellen, die schädliche Viren und Bakterien, Pilze oder Krebszellen aktiv bekämpfen. Deshalb spielen sie für die Leistungskraft des Immunsystems eine wichtige Rolle.

Was könnte Beta-Glucan für Mensch und Tier leisten?

Im North American Journal of Medical Sciences 10/2013, S. 580-588 wird von den Autoren V. Vetvicka, L. Vannucci und P. Sima unter anderem von einem empirischen Experiment bei norwegischen Lachsen 1990 berichtet, bei der große Teile der Zuchtlachspopulation und damit ein wirtschaftlich sensibles Exportgut des Landes von multiresistenten Keimen bedroht war. Durch ein Extrakt von Beta-Glucan aus Bierhefezellen des Mikobiolagen Dr. Jan Raa konnte die Epidemie in den Lachszuchtstationen eingedämmt werden. In Frage stellt sich, inwieweit sich diese Wirkung zuverlässig auf den Menschen übertragen lässt, beispielsweise beim unterstützenden Einsatz in der Orthomolekularen Medizin bei Infektion mit Herpes-Viren oder HIV. Da die Viren bei einem geschwächten Immunsystem zum Ausbruch kommen, kann es hilfreich sein, die Abwehrkräfte zu stärken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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