Besenginster (Cytisus scoparius)

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besenginster
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Goldgelb und genügsam

Besenginster (Cytisus scoparius) gehört trotz seines Namens nicht zu den Ginstern sondern zu einer Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) aus der Gattung des Geißklees (Cytisus). Im Volksmund wird der winterkahle Strauch auch Besenstrauch genannt. Im Mai und Juni bildet er goldgelbe Blüten aus, die zu Hülsenfrüchten heranwachsen. Als Rohboden-Pionier wächst der schnellwüchsige Strauch auf stickstoffarmen, sandigen oder steinigen Böden.

Giftigkeit

Achtung, Besenginster ist giftig in allen Pflanzenteilen.

Medizinische Wirksamkeit

In der Volksheilkunde ist Besenginster als harntreibendes Mittel bekannt. Darüber hinaus wird die Heilpflanze für die Therapie von niedrigem Blutdruck eingesetzt. Wirksame Inhaltsstoffe sind Chinolizidinalkaloide (darunter Spartein und Lupanin), biogene Amine (beispielsweise Dopamin und Tyramin), Flavonoide (beispielsweise Scoparin und Astragalin) sowie ätherisches Öl in den Blüten und Lectine in den Samen. Insbesondere der Alkaloidgehalt ist für die kreislaufregulierende Wirkung verantwortlich.

Da der Sparteingehalt von Pflanze zu Pflanze stark schwanken kann, werden pflanzliche Präparate aus Besenginster bevorzugt, die einen standardisierten Wirkstoffgehalt besitzen.

Dekorative Zutat in Tees

Die Blüten werden als Schmuckdroge in Teemischungen eingesetzt. Da sie einen niedrigen Sparteingehalt besitzen, haben diese Teemischungen keinen medizinischen Vorteil aber werde als unbedenklich eingestuft.

Achtung

Besenginster sollte nicht bei hohem Blutdruck oder Schwangerschaft eingesetzt werden. Die Einnahme sollte in Abstimmung mit dem Therapeuten oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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