Amylase

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amylase
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Zucker aus Stärke

Amylase ist ein Verdauungsenzym, das Stärke in Zucker umwandelt und dadurch für den Körper verwertbar macht. Sie wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und befindet sich im Speichel und im Dünndarm. Beim Verdauungsvorgang spaltet die Amylase zusammen mit weiteren Enzymen lange Kohlenhydrate in kleine Zuckereinheiten auf. Kohlenhydrate sind für den menschlichen Organismus wichtige Energielieferanten und Treibstoff für Gehirn und Muskeln. Sie bestehen aus Zuckermolekülen. Mehrfachzucker wie in Stärke können jedoch nicht vom Körper aufgenommen werden, wenn sie nicht zuvor in Einfachzucker aufgespalten werden. Für diesen Vorgang sorgt die Amylase.

Kohlenhydrate liegen in drei Gruppen vor:

Einfachzucker (Monosaccharide) in Traubenzucker (Glukose) oder Fruchtzucker (Fruktose). Er lässt Schokolade und andere Süßigkeiten süß schmecken und fungiert meist als Energieträger, enthält meist jedoch keine Vitamine oder Mineralstoffe. Er lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, da er nach der Aufnahme schnell verfügbar ist. Zur Sättigung trägt er allerdings nicht viel bei, da das starke Ansteigen des Blutzuckerspiegels eine direkte Insulinausschüttung zur Folge hat, wodurch der Blutzuckerspiegel nach kurzer Zeit wieder absinkt.

Zweifachzucker (Disaccharide) wie Haushaltszucker, Malz- und Milchzucker. Zweifachzucker kommt in Süßigkeiten vor, enthält aber keine Vitamine oder Mineralstoffe, es sei denn, es handelt sich um Obst. Er lässt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen mit ähnlichem Effekt wie beim Einfachzucker.

Mehrfachzucker (Polysaccharide), die in Form von Stärke in Getreide, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchten vorliegt. Mehrfachzucker lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, da sie in Mikro-Nährstoffe aufgespalten werden müssen, bevor sie ins Blut aufgenommen werden können. Stärkehaltige Lebensmittel sind zudem oftmals reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen und enthalten wenig Fett.

Kohlenhydrate sind an der Regulierung des Stoffwechsels von Proteinen und Fetten beteiligt. Am besten werden diese drei Makro-Nährstoffe vom Körper verarbeitet, wenn sie zusammen aufgenommen werden. Ohne Kohlenhydrate werden auch Eiweiße und Fette nicht optimal verwertet.

Amylasewert als Indikator für
Erkrankungen

Ein erhöhter Amylasespiegel im Blut kann auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) oder Mumps (Parotitis) hindeuten. Auch für Abflusstörungen der Gallenwege (Cholestase) oder Nierenversagen kann der Amylasewert aufschlussreich sein.

Insbesondere bei akuten Schmerzen im Oberbauch kann die Messung des Amylasewerts angezeigt sein. Ebenso wird die Messung der Amylase bei Verdacht auf eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) oder einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse angewendet. Der Amylasewert im Urin kann Pankreatitis im späten Stadium nachweisen. Normalerweise messen Labore entweder den Wert der gesamten Amylase oder nur der Pankreas-Amylase. Bei der ausschließlichen Messungen der Pankreas-Amylase ist der Nachweis von Speicheldrüsenerkrankung nicht möglich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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