Amalgam
– Auswirkungen auf die Gesundheit

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Zeitbombe Zahnfüllung

Seit rund 150 Jahren wird Amalgam oft und gerne für Zahnfüllungen verwendet. Es ist günstig, lässt sich gut erarbeiten und bleibt lange stabil. Amalgam besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Amalgam-Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.

Bewusstmachung

Bei acht Zahnfüllungen kann die tägliche Menge von Quecksilberaufnahme im Organismus schon mal 15 bis 20 Mikrogramm ausmachen. Aus der Nahrung werden nochmals durchschnittlich bis zu 2 Mikrogramm täglich aufgenommen.

Lipophiles Gift

Da Quecksilber fettlöslich ist, kann es von den Schleimhäuten im Mund absorbiert werden. Ebenso kann es die Zellmembranen überschreiten und sich Gehirn ablagern.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.

Das kann helfen

Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

Natürliche Entgiftung

Eiweißreiche Kost wird flankierend zur Entgiftungsmaßnahme empfohlen. Die Aminosäuren der Proteine können Schwermetalle binden, die dann ausgeschieden werden können.
Wasser ist die Basis für Entgiftungsprozesse, da es die Nieren entlasten kann und beim Ausspülen der gebundenen Giftstoffe dient.

Mineralstoffe können eine sehr wichtige Funktion bei einer Entgiftung einnehmen. Da der Organismus diese ständig benötigt, können sich Schwermetalle an ihre Stelle setzen. Sind aber alle Mineralien ausreichend vorhanden, können sie die Anlagerung von Schwermetallen erschweren. Der Abtransport der Giftstoffe bei der Zellosmose wird durch Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium zusätzlich erleichtert.

Fettsäuren, sogenannte Lipide, aus denen das zentrale Nervensystem zu 80 Prozent besteht, müssen immer wieder erneuert werden. Da Schwermetalle wie Quecksilber fettlöslich sind, haben sie es leicht, sich im Gehirn einzulagern, wenn nicht genügend Fettsäuren vorhanden sind. Ungesättigte Fettsäuren sind daher eine gute Grundlage vor Vorbeugung gegen Schwermetall-Depots in Nervenzellen, aus denen man sie nur noch schwer herauskriegt.

Heilkräuter

Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Quecksilber und Palladium aus Amalgam-Füllungen, sowie Cadmium, Nickel, Blei und Platin.

Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.

DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.

Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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